Wie eine Lilie unter Dornen
„Ich bin eine Blume in Scharon und eine Lilie im Tal. Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Mädchen. Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Jünglingen. Unter seinem Schatten zu sitzen begehre ich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß. Er führt mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Zeichen über mir. Er erquickt mich mit Traubenkuchen und labt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank vor Liebe. Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine Rechte herzt mich. Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hinden auf dem Felde, dass ihr die Liebe nicht aufweckt noch stört, bis es ihr selbst gefällt“ (Hoheslied 2,1-7).
„Ich bin eine Blume in Scharon und eine Lilie im Tal. Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Mädchen“.
Um eine Wahrheit zu erklären, stellte Jesus Vergleiche an!
ER verglich sich selbst mit einem Sämann (Mt.13,3).
ER verglich Gottes Wort mit kostbarem Samen (Mt.13,3+19).
ER verglich unser Herz mit einem Ackerfeld (Mt.13,8+19).
ER verglich das Wirken des Heiligen Geistes mit einem Wind (Jh.3,8).
ER verglich seinen Vater mit einem Weingärtner (Jh.15,1).
Er verglich Israel mit einem Feigenbaum (Mt.24,32-34).
ER verglich Heuchelei mit Sauerteig (Lk.12,1).
ER verglich Kinder des Bösen mit Unkraut (Mt.13,38).
Und jetzt lesen wir: „Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Mädchen“
Welche Wahrheit will Jesus so deutlich machen?
So wie man Dornen nicht mit Lilien vergleichen kann, so kann man das Leben Jesus nicht mit unsrem vergleichen!
Was also muss geschehen, damit wir sagen können: „Ich bin eine Blume in Scharon und eine Lilie im Tal“?
Es muss eine tiefgreifende Veränderung geben!
Innere Erneuerung!
„Von Tag zu Tag“.
Indem wir, wie Paulus schreibt, „nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare, denn das, was sichtbar ist, ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig“ (2.Kor.4,16-18).
Die, die zuvor bekannt hatte: „Ich bin schwarz … seht mich nicht an, dass ich so schwarz bin“, sie bekennt nun: „Ich bin eine Lilie im Tal“.
Maßgeblich ist nicht das, was wir selbst über uns denken oder von uns sagen: Maßgeblich ist allein das, was Christus über uns denkt und was ER von uns sagt!
Diese Wahrheit bestätigte Paulus, als er schrieb: „Mir aber ist’s ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir zwar nichts bewusst; aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist’s aber, der mich richtet“ (1.Kor.4,3-4).
Nehmen wir an, dass du, wenn du dich selbst betrachtest, nichts erkennen kannst, das du falsch gemacht hast!
Doch bist du deshalb vor Gott gerechtfertigt?
Nein, denn dein Urteil beruht lediglich auf deiner Selbsteinschätzung!
Vielleicht hast du sogar am Morgen die Bibel gelesen und eine Zeit im Gebet verbracht!
Doch auch das macht dich vor Gott nicht zu einem besseren Menschen!
Der Pharisäer, von dem Jesus sprach, war der festen Überzeugung, dass er alles getan hatte, um vor Gott bestehen zu können!
Er hatte gefastet, den Zehnten gegeben, keinen beraubt, keinen Ehebruch begangen und niemand betrogen (Lk.18,11-12).
Doch das reichte nicht aus, um ihn vor Gott gerecht zu machen!
„Der Herr ist’s aber, der mich rechtfertigt!“
Meine Rechtfertigung ist nicht in dem begründet, was ich tue oder getan habe!
Meine Rechtfertigung ist in dem begründet, was Jesus für mich getan hat!
Wenn Jesus also von dir sagt: „Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Mädchen“, dann solltest du dasselbe bekennen!
Rufe und bekenne laut: „Ich bin eine Lilie im Tal.“
Es kann sein, dass du, wenn du dich selbst betrachtest, keine Erneuerung bemerken kannst!
Doch Jesus sieht, was du nicht siehst!
ER sieht das Unsichtbare!
ER schaut nicht auf das, was vor Augen ist!
ER sieht dein Herz an (1.Sam.16,7).
ER sieht sogar das, was heute noch nicht da ist!
ER sieht das Ewige!
Nachdem Andreas Jesus begegnet war, kam er zu seinem Bruder, Petrus, und sagte zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden, das heißt übersetzt: der Gesalbte. Und er führte ihn zu Jesus. Als Jesus ihn sah, sprach er: Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas heißen, das heißt übersetzt: Fels“ (Jh.1,40-42).
Stell dir vor: Jesus sah das Leben des Petrus vor sich aufgedeckt wie ein offenes Buch: Alles – das Bisher: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes“ und auch das Danach: „Du sollst Kephas heißen, das heißt übersetzt: Fels“.
Der Herr hatte auch schon gesehen, dass Petrus später ein „Menschenfischer“ sein würde (Mt.4,19).
Jesus hatte auch gesehen, dass Petrus IHN dreimal verleugnen würde – noch bevor der Hahn krähen würde!
Auch dass sich Petrus danach bekehren und seine Brüder stärken würden, hatte der Herr gewusst (Lk.22,32).
Jesus wusste auch schon, „mit welchem Tod“ Petrus seinen Herrn und Meister verherrlichen würde (Jh.21,19).
„Ich bin eine Blume in Scharon und eine Lilie im Tal. Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Mädchen“.
Vielleicht hat eine Blume, die in einem Tal wächst, keinen großen Wert für dich!
Doch erinnere dich an das, was Jesus gesagt hat: „Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen“ (Mt.6,28-29).
War Salomo nicht derjenige gewesen, der in „seiner Herrlichkeit“ alle anderen weit überragte?
Hatte die Königin von Saba nicht eine beschwerliche Reise unternommen, um „die Herrlichkeit Salomos“ zu bestaunen? (1.Kön.10,1)
Dabei war es nicht Salomos Verdienst, dass er weiser und klüger war, als alle seine Zeitgenossen!
Der Gott Israels hatte zu ihm gesagt: „Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, sodass deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und nach dir nicht aufkommen wird. Und dazu gebe ich dir, worum du nicht gebeten hast, nämlich Reichtum und Ehre, sodass deinesgleichen keiner unter den Königen ist zu deinen Zeiten“ (1.Kön.3,11-13).
Doch nun ließ Jesus seine Zuhörer wissen, dass die Herrlichkeit einer Lilie die Herrlichkeit Salomos weit überragen würde!
Kein Mensch kann, durch eigenes Bemühen, zu einer „dornenlosen Blume“ werden!
Kein Mensch kann – durch eigene Anstrengung – zu einer „wunderschönen Lilie“ werden!
„Schaut die Lilien an, wie sie wachsen“.
Die Herrlichkeit und Schönheit einer Lilie wird ihr nicht gegeben – sie wächst in ihr auf!
Doch wie gelingt es unserem himmlischen Vater, „Dornen“ in „Lilien“ zu verwandeln?
Um das vollbringen zu können, musste sein geliebter Sohn ein Mensch werden und unter „Dornen“ wohnen!
Nicht nur das: Jesus selbst musste eine Dornenkrone tragen!
Dornen waren das Resultat einer von Gott verfluchten Erde, denn der Herr hatte zu Adam gesagt: „Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen … Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen“ (1.Mose 3,17-18)
Verflucht sei der Acker um deinetwillen!
Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren!
Dornen und Disteln soll er dir tragen!
Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen!
Ein verfluchter Acker!
Ein Leben voller Mühsal!
Dornen!
Schweiß!
Nicht genug damit: Auch die Natur des Menschen wurde durch seinen Ungehorsam verändert!
Davon redete der Prophet Micha, als er sagte: „Die Gerechten sind nicht mehr unter den Leuten. Sie lauern alle auf Blut, ein jeder jagt den andern, dass er ihn fange. Ihre Hände sind geschäftig, Böses zu tun … Der Beste unter ihnen ist wie ein Dornstrauch“ (Micha 7,2-4).
Ohne Jesus wäre der Beste unter uns „wie ein Dornstrauch“!
Bist du dir der Tatsache bewusst, dass Jesus das alles auf sich genommen hat?
Als ER im Garten Gethsemane betete, wird uns berichtet: „Und er rang mit dem Tode und betete heftiger. Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen“ (Mt.22,44).
„Und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt … Und Jesus kam heraus und trug die Dornenkrone“ (Jh.19,2+5).
Gottes Wort lässt dich wissen, dass Christus „zum Fluch wurde für dich“, damit „der Segen“, mit dem Gott Abraham gesegnet hatte, zu dir kommen konnte (Gal.3,13-14).
Du bist mit Abraham gesegnet worden!
Der Segen, den Gott ihm verhieß, ist zu dir gekommen und ruht jetzt auf dir!
Auch der Oberzöllner Zachäus war, wie Jesus betonte, „ein Sohn Abrahams“ (Lk.19,9).
Deshalb hatte auch er Anspruch auf den Segen, der den Nachkommen Abrahams verheißen worden war!
Gottes Wort lässt dich wissen, dass Gott dich „durch Christus mit jedem Segen des Geistes gesegnet hat“ (Eph.1,3).
Du bist ein Gesegneter des dreieinigen Gottes!
Der Boden, auf dem du stehst, ist gesegnet, weil das Blut Jesu darauf getropft ist!
ER hat geschwitzt, gekämpft und gerungen, damit du wie eine Lilie aufwachsen kannst – in der Schönheit
und Herrlichkeit, die ER dir schenkt!
„Ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast“ (Jh.17,22).
Bekenne nicht die Dornen!
Wenn dein Freund und König, die Liebe deines Lebens, von dir sagt, dass du eine Lilie unter den Dornen bist, dann solltest du nichts anderes bekennen!
Lass es Himmel und Erde hören: Ich bin nicht mehr unter dem Fluch!
Ich bin ein Gesegneter Jesu Christi!
Die Luft, die ich atme, ist gesegnet!
Meine Gedanken sind gesegnet!
Meine Gefühle sind gesegnet!
Mein Wille ist gesegnet!
Mein Leib ist gesegnet!
Bevor eine weltweite Pandemie über die Menschheit fegte, erlebte meine Frau ihren eigenen Albtraum!
Drei Wochen lang war sie immer schwächer geworden, bis wir den Notarzt rufen mussten, der sie ins Krankenhaus bringen ließ!
Dort wurde festgestellt, dass sie unter einer schweren Sepsis litt!
Tagelang versuchte die Ärzte vergeblich, den Erreger zu finden, der das Blut meiner Frau vergiftete!
Bis eine Nacht kam, in der der Herr eingriff!
Das Fieber war zuvor erneut gestiegen!
Doch dann begann eine Wahrheit, sich im Herzen meiner Frau auszubreiten, und sie konnte im Glaubens bekennen: „Ich bin rein durch das Blut meines Herrn!“
Der Segen Gottes war gekommen und hatte angefangen, alle tödlichen Viren zu zerstören!
Am Morgen war Annette fieberfrei, und das Fieber kehrte nicht mehr zurück!
Der Tag, an dem meine Frau das Krankenhaus verließ, war ein Tag, an dem die ersten Patienten wegen einer Coronaerkrankung eingeliefert wurden!
„Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen.“
Zu glauben und zu bekennen, was Jesus von dir sagt, fördert dein geistliches Wachstum!
Es ist nicht der Wille deines himmlischen Vaters, dass du dein Tagewerk bedrückt und schweren Herzens verrichtest!
Der „Ertrag deines Ackers“ ist gesegnet, weil du ein Gesegneter Gottes bist (5.Mose 28,4).
Weil du ein Gesegneter Gottes bist, wirst dich auch kein Fluch erreichen, wenn du „in der Stadt“ bist (5.Mose 28,3).
Dein „Korb und dein Backtrog“ werden gesegnet sein, weil du ein Gesegneter Gottes bist (5.Mose 28,5).
Deine Kinder, „die Frucht deines Leibes“, werden gesegnet sein, weil du ein Gesegneter Gottes bist (5.Mose 28,4).
Jeder Mensch, der in deinem Haus lebt, und jeder, der dich kennt, ist gesegnet, weil du ein Gesegneter Gottes bist (1.Kor.7,14).
Jeder, der dir Gutes tut, wird gesegnet sein!
Um Jesu willen wird Gott „dem Segen gebieten, dass er mit dir sei in dem, was du besitzt, und in allem, was du unternimmst“ (5.Mose 28,8).
Beschäftige dich nicht mit Dornen!
In einem Gleichnis sprach Jesus davon, dass Dornen, wenn sie aufwachsen, den Samen des Wortes ersticken, den Gott in unser Herz ausgesät hat.
Dabei ließ ER seine Jünger wissen, dass Dornen den „Sorgen der Welt“ gleichen, die das Wachstum des Lebens in uns verhindern können (Mt.13,7+22).
Wundere dich auch nicht, wenn du Menschen triffst, deren Worte verletzend sind!
Du bist eine Lilie unter Dornen!
Blicke auf den, der als Lilie unter Dornen gelebt hat und „nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, nicht drohte, als er litt“ (1.Petr.2,23).
Möge Jesus durch dich SEINE Schönheit zeigen können, besonders dann, wenn du von „Dornen“ gestochen wirst!
„Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen (Bäumen des Waldes), so ist mein Freund unter den Jünglingen. Unter seinem Schatten zu sitzen begehre ich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß. Er führt mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Zeichen über mir. Er erquickt mich mit Traubenkuchen und labt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank vor Liebe. Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine Rechte herzt mich“ (Hoheslied 2,3-6).
Stell dir einen Wald vor, der grenzenlos erscheint, in dem unzählige Bäume wachsen!
Mitten darin siehst du einen Apfelbaum voller reifer Früchte!
Unter welchem Baum würdest du rasten wollen?
Wo würdest du Schatten suchen?
Welcher Baum könnte deinen Gaumen erfreuen und dich mit seiner süßen Frucht laben?
„Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Jünglingen“.
Betrachte die Einzigartigkeit Jesu, deines Freundes, der dich liebt und dich zu sich gezogen hat!
Ragt ER nicht unter allen Menschen heraus?
„Unter seinem Schatten zu sitzen begehre ich“.
Weißt du, dass du dazu berufen worden bist?
„Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn“ (1.Kor.1,9).
Bei IHM soll deine Seele Ruhe finden!
SEINE Gegenwart, SEINE Anwesenheit zu genießen, bringt „Süße“ in dein Leben!
„Unter SEINEM Schatten zu sitzen begehre ich!“
Sitzen, wo Jesus sitzt!
Bleiben, wo ER bleibt!
Ruhen, wo ER ruht!
Was hat Jesus den Mühseligen und Beladenen verheißen?
„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“.
Zu Jesus kommen!
Bei IHM „ablegen alles, was beschwert“ (Hebr.12,1).
Sich von IHM erquicken lassen!
„ER erquickt mich mit Traubenkuchen und labt mich mit Äpfeln!“
Von Jesus lernen!
„Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Mt.11,28-29).
Die Sanftmut und Demut Jesu erkennen, mit der ER uns dient!
Mit IHM eins werden!
Bei IHM das Joch unserer Mühsal abwerfen!
Sein Joch der Liebe aufnehmen!
IHN mit tragen lassen!
Ruhe finden für unsere Seele!
„Kommt her zu mir, alle …“
Was auch immer du tust, kehre immer wieder zurück in die Gemeinschaft mit Jesus Christus, zu der du berufen wurdest!
„Alles, was ihr tut, mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch IHN“ (Kol.3,17).
Das ist das gute Teil, das nicht von dir genommen werden soll!
„Seine Frucht ist meinem Gaumen süß“.
Wo in aller Welt kannst du eine Frucht finden, die so köstlich schmeckt, wie die, die ER dir reicht?
Gottes Wort sagt: „Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung“ (Gal.5,22).
Ist diese Frucht deinem Gaumen nicht süß?
Eine Frucht, die du nicht selbst hervorbringen musst!
Eine Frucht, die Christus in dir und durch dich wirkt!
„Er führt mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Zeichen über mir. Er erquickt mich mit Traubenkuchen und labt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank vor Liebe. Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine Rechte herzt mich“.
Was tut mein Freund?
ER führt mich in den Weinkeller!
Jesus führt mich nicht in eine Wüste!
ER selbst hat sich in die Wüste führen lassen und dort vierzig Tage lang ausgeharrt!
ER selbst hat Ödnis, Hitze, Dürre und Entbehrung erfahren, damit ich an Wasserquellen ruhen kann!
ER selbst hat gehungert und Mangel erduldeten, damit ich niemals hungern und Mangel erleiden muss (Jh.6,35).
Er erquickt mich!
ER labt mich!
Jesus führt mich nicht in Versuchungen!
ER hat sich in Versuchung führen lassen – und den Versucher überwunden und entmachtet (Mt.4,1-11).
Jesus legt mir keine schwere Last auf, unter der ich zusammenbreche!
ER drohte zusammenzubrechen, als Gott IHM meine Sündenlast auflud (Mk.14,33).
„Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine Rechte herzt mich“.
Wie gut würdest du dich fühlen, wenn du sehen könntest, wo dein Kopf gerade jetzt liegt!
Wie gut würdest du dich fühlen, wenn du spüren könntest, das Jesus dich herzt?
Wie geborgen würdest du dich sehen, wenn du erkennen könntest, dass dich die rechte Hand Jesu umfängt?
Wie glückselig wärst du, wenn du über dir ein Banner sehen könntest, auf dem geschrieben steht: „Meine Liebe ist mein Zeichen über dir“?
„Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hinden (Hirschkühen) auf dem Felde, dass ihr die Liebe nicht aufweckt noch stört, bis es ihr selbst gefällt“ (Hoheslied 2,7).
Ein Vorgesetzter kann von seinen Mitarbeitern Pünktlichkeit, Arbeitseifer und Loyalität fordern!
Doch Liebe kann man nicht einfordern!
Sie lässt sich nicht erzwingen!
Liebe muss man erwecken!
Auf sie kann man nur warten!
Auch Gott, obwohl er allmächtig ist, konnte unsere Liebe nicht einfordern!
ER konnte uns seine Liebe nur beweisen, indem ER ein Opfer brachte, dessen Größe und Wert wir nicht ermessen können!
„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass ER …“
Womit hat Gott seine Liebe zu uns beweisen?
„… dass er seinen einzigen Sohn (einzig in seiner Art) gab, damit alle, die an IHN glauben, ewiges Leben haben sollen“ (Jh.3,16).
„Gott aber erweist (beweist) seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Röm.5,8).
Im Alten Bund war es Gott, der von den Menschen Gehorsam und Opfergaben gefordert hatte!
Im Neuen Bund hat ER selbst, in SEINEM Sohn, das Opfer gebracht, das SEINE Gerechtigkeit gefordert hat (Hebr.10,12-14).
Im Neuen Bund war es Gottes Sohn, der Gottes Willen erfüllte (Hebr.10,7+10).
Im Neuen Bund war es Gottes Sohn, der, an unserer Statt, „gehorsam war bis zum Tod am Kreuz“ (Phil.2,8).
„Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, … dass ihr die Liebe nicht aufweckt noch stört, bis es ihr selbst gefällt“.
Gefällt dir das, was Jesus für dich getan hat?
Gefällt es dir, dass ER in den Tod ging, damit du ewig leben kannst!
Gefällt es dir, dass Jesus dein Strafe und dein Gericht auf sich nahm, damit du mit Gott im Frieden versöhnt sein kannst? (Röm.5,1+10)
Gefällt es dir, dass ER zu deiner Sünde wurde und du zu SEINER Gerechtigkeit geworden bist? (2.Kor.5,21)
Gefällt es dir, dass Jesus alle Forderungen Gottes, die du nicht erfüllen konntest, erfüllt hat und heute in dir erfüllt?
Gefällt es dir, dass ER dich immer lieben wird, was auch immer geschehen mag?
Gefällt es dir, dass Jesus heute in dir lebt und du durch IHN leben kannst?
Gefällt es dir, dass ER dich zu SEINEM Miterben erwählt hat und du an SEINER Königsherrschaft teilhaben wirst?
„Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, … dass ihr die Liebe nicht aufweckt noch stört, bis es ihr selbst gefällt“.
Es ist unfassbar, wie geduldig Jesus darauf wartet, dass wir SEINE Liebe erwidern!
Was muss ein Vater empfinden, der zwei Söhne hat, die in seinem Haus leben und SEIN Herz nicht kennen?
Die nicht wissen, wie sehr sie geliebt sind!
Der jüngere Sohn fordert sein Erbteil und zieht in die Welt hinaus, um seinen Träumen nachzujagen, nicht wissend, dass er das, wonach er sich sehnt, gerade verlassen hat (Lk.15,12-17).
Auch der ältere Sohn kennt das Herz seines Vaters nicht!
Er bleibt im Vaterhaus und schuftet dort wie ein Tagelöhner, um sich die Gunst seines Vaters zu verdienen, nicht wissend, dass er „Herr aller Güter“ ist (Lk.15,29-31).
Wer diente wem?
Diente Petrus seinem Meister!
Oder diente Jesus seinem Schüler?
Zweimal füllte ER dessen Boot randvoll mit Fischen!
ER stillte einen Sturm, der Petrus in Angst und Schrecken versetzt hatte!
ER reichte ihm die Hand, als Petrus im Meer zu versinken drohte!
ER ließ Petrus auf einem Berg SEINE Herrlichkeit sehen!
ER wusch ihm die Füße und betete für Petrus, noch bevor der IHN dreimal verleugnet hatte!
Doch erst dann stellte Jesus Petrus die Frage: „Hast du mich lieb?“ (Jh.21,15-17)
So ist unser Freund!
ER fordert nicht unsere Liebe!
ER erweist uns SEINE Liebt uns hofft so darauf, unsere Liebe zu erwecken!
„Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, … dass ihr die Liebe nicht aufweckt noch stört, bis es ihr selbst gefällt“.
Ich beschwöre euch!
Diene Menschen mit der Wahrheit des Evangeliums!
Zwinge sie keinem auf!
Weide die Schafe Jesu Christi!
Stelle keine Forderungen an sie!
Dann bete und warte, bis die Liebe zu Jesus erwacht!