Josua – der Diener
Wenn wir hören, dass Josua von Gott dazu berufen wurde, den Stämmen Israels das verheißene Land auszuteilen, dann müssen wir uns auch daran erinnern, wer Josua war und was er tat, bevor er zum Nachfolger Moses und zum Anführer des von Gott erwählten Volkes wurde: Josua war zuvor ein Diener! Er war Moses Gehilfe, sein enger Vertrauter und, wie wir heute sagen würden, Moses rechte Hand!
Auch von Jesus lesen wir, dass ER, bevor ER Herr und Meister einer Schar von Jüngern wurde, im Alter von zwölf Jahren lernte, untertan zu sein, denn die Schrift sagt: „Und ER ging mit ihnen (SEINEN Eltern) hinab nach Nazareth und war ihnen untertan … Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen“
Lk.2,51-52
Als die Jünger Jesu miteinander stritten, „wer unter ihnen, der Größte ist“, sagte der Herr zu ihnen: „Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Vornehmste wie ein Diener. Denn wer ist größer: der zu Tisch sitzt oder der dient? Ist’s nicht der, der zu Tisch sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener“
Lk.22,24-27
War Jesus der Herr? War ER der Meister? Ja, ER war es!
Waren die, die ihm nachfolgten, SEINE Jünger? Waren sie seine Schüler? Ja, sie waren es!
Doch was sagte ihr Meister von sich selbst? In welcher Position und Funktion sah ER sich? Jesus sagte: „Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. Wenn nun ich, euer Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr einander auch die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, dass ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr“
Jh.13,13-16
Wenn also „der Knecht nicht größer ist als sein Herr“, dann werden wir, solange wir auf die Wiederkunft unseres Herrn warten, nichts anderes sein und nichts anderes tun, als das, was ER war und tat, während ER unter uns Menschen lebte: ER war ein Diener aller, und ER diente allen! Und wir sind dazu berufen, „seinen Fußstapfen zu folgen“
1.Petr.2,21
So wie Jesus nicht gekommen war, um zu herrschen, sondern allen zu dienen, so auch wir, denn heute ist nicht die Zeit, zu herrschen! Heute ist die Zeit, zu dienen!
Ein Diener tut das, was ihm befohlen wurde!
Ein Diener muss sich nicht selbst versorgen, denn alles, was er benötigt, um seine Aufgaben zu erfüllen, wird ihm gegeben und zur Verfügung gestellt
Mt.25,14
Ein Diener Jesu Christi stellt keine eigenen Ansprüche und strebt nicht danach, im Mittelpunkt zu stehen!
Ein Diener Christi hat keine eigenen Ambitionen! Er erwartet keine Anerkennung, kein Lob und keinen Dank!
Davon sprach Jesus, als ER sagte: „Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn der vom Feld heimkommt: Komm gleich her und setz dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken? Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war? So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren“
Lk.17,7-10
Wir dienen Menschen, indem wir ihnen Gutes tun
Gal.6,10
Wir dienen Menschen, indem wir ihnen das Evangelium verkündigen und damit den Herzensboden „pflügen“, in den Gott SEINEN kostbaren Samen pflanzen will!
Wir dienen Menschen, indem wir sie „weiden“, auf grüne Auen und zu frischen Wasserquellen führen!
Doch zuerst und vor allem dienen wir Christus, unserem Herrn, denn davon hatte ER gesprochen, als ER sagt: „Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken?“
Davon hat auch Paulus geredet, als er den Gläubigen in Rom schrieb: „Denn Gott ist mein Zeuge, dem ich in meinem Geist diene am Evangelium von SEINEM Sohn“
Röm.1,9
Immer dann, wenn wir Christus unser Lob und unseren Dank darbringen, IHN ehren, IHN in unsren Herzen erheben und IHM unsere Liebe bezeugen, dienen wir Gott in unserem Geist.
Dann geben wir IHM die Speise, die ER begehrt und die IHM gebührt! Und während wir dies tun, essen wir selbst, wird unser Innerstes gestärkt und gesättigt!
Wir alle, die wir Christus dienen wollen, müssen wissen, dass heute nicht die Zeit ist, zu herrschen und anderen Befehle zu erteilen!
„Wir sind nicht Herren über den Glauben“ derer, die Christus angehören! Wir sind ihre „Gehilfen zur Freude“
2.Kor.1,24
Wir sind Diener, die das tun, was ihnen ihr Herr befohlen hat!
Belohnt aber wird unser Dienst nicht heute, sondern erst, wenn unser Herr zurückkommen und SEIN Königreich aufrichten wird. Dann werden wir Lohn empfangen
2.Kor.5,10; Offb.22,12
Heute ist unser Lohn geistlicher Art und dem menschlichen Auge verborgen! Denn während wir Christus und den Menschen dienen, dient ER uns mit Leben, Frieden und Freude!