Du bist ein lebendiger Stein!
„So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede und seid begierig nach der vernünftigen lauteren (unverfälschten) Milch (des Wortes) wie die neugeborenen Kinder, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil, da ihr ja geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist. Zu IHM kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar! Und auch ihr, als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Haus und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. Darum steht in der Schrift (Jes.28,16): ‚Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an IHN glaubt, der soll nicht zuschanden werden’. Für euch nun, die ihr glaubt, ist ER kostbar, für die Ungläubigen aber ist ‚der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist, ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses (Ps.118,22; Jes.8,14); sie stoßen sich an IHM, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind. Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu SEINEM wunderbaren Licht; die ihr einst ‚nicht ein Volk’ wart, nun aber ‚Gottes Volk’ seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid (Hos.2,25)“ 1.Petrus 2,1-10.
Der Brief, den Petrus schrieb, war an Menschen adressiert, die „durch die große Barmherzigkeit Gottes und die Auferstehung Jesu Christi, wiedergeboren waren zu einer lebendigen Hoffnung“ und an Orten lebten, an denen sie „Fremdlinge und Pilger“ waren und sich „mancherlei Anfechtungen“ ausgesetzt sahen.
Sie alle wollte der Apostel ermutigen, „ihre Hoffnung ganz auf die Gnade zu setzen, die Gott ihnen in der Offenbarung Jesu Christi angeboten hatte“
1.Petr.1,13
Gleichzeitig erinnerte der Apostel Jesu Christi seine Adressaten daran, welche „Seeligkeit“ sie erwartete, nämlich ein „unvergängliches und unbeflecktes Erbe, das für sie im Himmel aufbewahrt wird“ und „unaussprechliche, verherrlichter Freude“, wenn Jesus Christus erscheinen würde
1.Petr.1,4
Petrus betonte auch, dass die Gläubigen dazu berufen worden waren, „heilig zu sein in ihrem ganzen Wandel“ (1.Petr.1,15), damit die, die ihren „guten Wandel in Christus schmähten“ zuschanden würden
1.Petr.3,16
„So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede!“
Wie kann ich ablegen, was Teil meiner adamitischen Natur und Wesensart ist?
Die Antwort lautet:
1. „Seid begierig nach der vernünftigen lauteren (unverfälschten) Milch (des Wortes) wie neugeborene Kinder, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil (eurer Errettung), da ihr ja geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist“.
Wer sich von Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid und übler Nachrede abwenden will, dessen Geist muss innerlich gestärkt sein, damit ER über das Begehren seiner Seele herrschen kann!
Das aber kann nur gelingen, wenn wir in einer lebendigen Gemeinschaft mit Jesus Christus leben und SEIN Wort in uns wohnt!
In Gottes Augen sind wir alle „wie neugeborene Kinder“, die ernährt werden müssen!
SEIN Wort ist die „geistliche Milch“, die alles enthält, was für ein gesundes Wachstum im Glauben notwendig ist!
Gottes Wort beinhaltet alle geistlichen Inhaltsstoffe und Vitamine, die unser geistliches Leben benötigt!
Es gibt keine „Milch“, die so gesund, so gehaltvoll, so nährstoffreich und aufbauend ist, wie Gottes Wort, das Wort Christi!
Ohne Gottes Wort sind wir wie Kinder, denen die Muttermilch fehlt!
Ohne Gottes Wort leben wir im Dunkeln und tappen in der Finsternis!
Ohne Gottes Wort sind wir ohne Wahrheit und den Lügen des Teufels schutzlos ausgeliefert!
Ohne Wort Gottes sind wir geistlich schwach, ohne innere Stärke und Festigkeit!
Ohne Gottes Wort kann es für uns kein geistliches Wachstum geben!
Davon hatte unser Herr Jesus gesprochen, als ER dem Versucher antwortete: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes kommt“
Mt.4,4
Vierzig Tage lang hatte Jesus in der Wüste verbracht und in dieser Zeit nichts gegessen. Doch als der Versucher an IHN herantrat, zeigte es sich, dass unser Herr topfit genährt war! ER war nicht schwach und geistlich unterernährt! Vierzig Tage lang hatte ER aus dem Mund SEINES Vaters Worte des Lebens empfangen, die SEINE Seele genährt hatten und ihn für den Bösen unantastbar und unüberwindlich machten!
„Der Mensch lebt von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes geht!“
„Seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch des Wortes!
„Begierig sein“, beschreibt ein starkes Verlangen und tiefes Begehren! Doch begierig und verlangend nach Gottes Wort wird nur der Mensch sein, der den Wert des göttlichen Wortes für sich und sein Leben erkannt hat!
Gott, der Herr, sagt: „Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten. Lass sie dir nicht aus den Augen kommen; behalte sie in deinem Herzen, denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leib“
Spr.4,20-22
Wenn Gottes Wort „mein Leben“ ist und „heilsam meinem ganzen Leib“, dann will ich es nicht vernachlässigen!
„Seid begierig nach der vernünftigen und unverfälschten Milch des Wortes!
In der Welt, in der wir leben, ist nichts lauter, rein und unverfälscht!
Nur Gottes Wort ist frei von Schadstoffen, Risiken und Nebenwirkungen! Nur von Gottes Wort kann gesagt werden: „Die Worte des Herrn sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal“
Ps.12,7
Wenn du also nach Worten suchst, die „rein sind wie Silber“ und „siebenfach geprüft“, dann komm täglich zu Gottes Wort, denn hier findest du unverfälschte Wahrheit!
„Dass ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil (eurer Errettung)“
Wie kann ich in der Erkenntnis Gottes wachsen?
Kol.1,10
Wie kann ich im Glauben wachsen?
2.Thess.3,1
Wie kann ich an Weisheit und Gnade bei Gott und den Menschen zunehmen?
Lk.2,52
Wie kann ich das Maß meiner Errettung vergrößern, erweitern und vertiefen?
So wie ein Kind ohne Nahrung nicht wachsen und gedeihen kann, so kann auch unser Glaube ohne Gottes Wort nicht wachsen und gedeihen!
Tue also täglich das, was Gott den Israeliten zur Zeit der Wüstenwanderung geboten hatte, nachdem ER ihnen Brot vom Himmel gegeben hatte. ER sagte: „Ein jeder sammle, soviel er zum Essen braucht“.
Danach wird uns berichtet: Und die Israeliten taten’s und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber als man’s nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, soviel er zum Essen brauchte“
2.Mose 16,16-18
„Ihr habt ja geschmeckt, dass der Herr freundlich ist“.
Unser Gott und Vater will, dass wir IHN erfahren und verinnerlichen – mit ganzem Herzen und allen Sinnen! Deshalb hat ER SEINEN Sohn zu uns gesandt! Deshalb ist Christus gestorben und auferstanden, damit ER in uns wohnen und unser Leben werden konnte!
Jesus, unser Herr, will, dass wir „schmecken, dass ER freundlich ist“!
ER will, dass „wir fühlen, dass ER uns nahe ist“
Apg.16,27; Phil.4,5
ER will, dass wir IHN in SEINEM Wort „betasten“
1.Jh.1,1
ER will, dass wir „SEINE Stimme hören“
Jh.10,27
ER will, „dass wir SEINE Herrlichkeit sehen“
Jh.17,24; 2.Kor.3,18
2. „Zu IHM kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.“
Seltsam, warum sprach Petrus jetzt von Jesus als „dem lebendigen Stein“?
Was beabsichtigte er damit?
Nachdem Petrus jeden seiner Adressaten aufgefordert hatte, alles Böse und Unreine abzulegen und begierig zu sein nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit sie schmecken konnten, wie freundlich der Herr ist, betonte der Apostel jetzt, welchen Plan und welche Absicht ER mit SEINEN Erlösten verfolgt!
Wir kommen nicht nur zu Jesus, um von IHM errettet zu werden!
Wir kommen nicht nur zu IHM, um geistlich wachsen zu können!
Wir kommen nicht nur zu IHM, um von IHM getröstet, ermutigt und gestärkt zu werden!
Wir kommen auch zu Jesus, damit ER uns tauglich macht für den Aufbau SEINER Gemeinde!
Jesus Christus ist nicht nur „das Gottes Lamm“, das die Sünde der Welt hinweggetragen hat
Jh.1,29
ER ist nicht nur „der Löwe von Juda“, der die Mächte der Finsternis und des Todes überwunden und besiegt hat
Offb.5,5
Jesus Christus ist auch „der lebendige Stein“, zu dem wir kommen, um zu „lebendigen Steinen“ zu werden!
Zweifellos dachte Petrus an das, was Jesus zu ihm gesagt hatte, als er in IHM den Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, erkannt hatte. Damals sagte der Herr: „Selig bist du, Simon, Jonas Sohn, denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen“
Mt.16,16-18
Vielleicht entnehmen wir den Worten Jesu, Petrus sei der Fels, auf dem der Herr SEINE Gemeinde baut. Doch für den Herrn war Petrus nur ein lebendiger Stein, so wie auch wir für IHN lebendige Steine sind, mit denen ER SEINE Gemeinde baut, die das geistliche Haus Gottes auf Erden ist
1.Tim.3,15
Der Fels aber, auf dem die Gemeinde erbaut wird, ist Christus selbst, denn die Schrift sagt: „Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“
1.Kor.3,11
Doch wie baut der Herr SEINE Gemeinde? Wie entsteht sie? Wie wächst und gedeiht sie?
Christus baut SEINE Gemeinde, wenn Menschen IHN bezeugen!
Als Petrus an Pfingsten aufstand, um das Evangelium zu verkündigen, fing der auferstandene und erhöhte Herr und Christus an, SEINE Gemeinde zu bauen!
Gleiches geschah, wenn Paulus an einen Ort kam und die frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi verkündigte!
Und so ist es bis zum heutigen Tag geblieben: Dort, wo Jesus Christus bezeugt und das Evangelium der Gnade gepredigt wird, dort baut der Herr SEINE Gemeinde!
Die Grundlage, auf der Christus SEINE Gemeinde baut, ist unser Bekenntnis: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“
Sobald wir aussprechen und bekennen, was Gott uns von SEINEM Sohn offenbart hat, wird dieses Bekenntnis zum Fels, auf dem Christus SEINE Gemeinde baut!
„Und auch ihr, als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Haus und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“
„Ihr als lebendige Steine …“
Petrus sprach von einer wundersamen Veränderung, die jeder erleben wir, der mit Christus in einer lebendigen Gemeinschaft vereint ist: Wir werden zu dem, was ER ist!
ER ist „ein lebendiger Stein“! Und wenn wir zu IHM kommen, beständig, unentwegt, werden auch wir zu „lebendigen Steinen“!
Diese Erfahrung aber beschreibt eine wundersame Umwandlung, denn wir alle waren einst, wie Hiob es bezeugte, „aus Erde gemacht“
Hiob 10,9; 33,6
Jetzt aber, weil Christus in uns wohnt und lebt, sind wir zu lebendigen Steinen geworden!
Die „Steinnatur“ Jesu Christi ist zu unsrer neuen Natur, unsrem neuen Sein geworden!
Du und ich, wir sind lebendige Steine für den Aufbau der Gemeinde Jesu Christi!
Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid und üble Nachrede können wir nicht für andere ablegen! Das muss jeder Einzelne tun!
Auch begierig sein nach der unverfälschten Milch des Wortes kann kein anderer für mich tun! Das muss ich alleine tun!
Ebenso kann kein anderer für mich geistlich wachsen, das kann nur ich tun!
Schmecken, wie freundlich der Herr ist, kann auch kein anderer für mich! Das muss ich selbst tun!
Zu einem lebendigen Stein werde ich auch nicht, wenn ich mich einer christlichen Gemeinde anschließe und den Gottesdienst besuche!
Nein! Zu einem lebendigen Stein werde ich nur, wenn ich zu dem lebendigen Stein komme!
Doch zu einem geistlichen Haus erbaut werden kann ich nur mit anderen lebendigen Steinen!
Hier bin ich kein Einzelchrist! Hier, in der Gemeinde Jesu Christi, bin ich kein Gast, kein Besucher, der kommt, kurze Zeit verweilt und wieder geht, wenn es ihm nicht gefällt!
Ich werde „erbaut“ und mit anderen lebendigen Steinen „zusammengefügt“!
Indem ich zu dem lebendigen Stein komme, werde ich belastbar und tragfähig! Wofür? Um andere lebendige Steine tragen und ertragen zu können!
Indem ich zu dem lebendigen Stein komme, lerne ich, Nähe zu ertragen!
Ich lerne, den, den der der Heilige Geist „über mir eingebaut hat“, anzunehmen und „höher zu achten als mich selbst“
Phil.2,3
Ich lerne den, den der Heilige Geist „unter mir eingebaut hat“ nicht „zu beschweren“
Jes.58,6
Ich lerne, mit denen, die der der Heilige Geist „neben mir eingebaut hat“, eins zu werden und Frieden zu bewahren
Eph.2,14
Ich lerne, was es heißt: „Ordnet einander unter in der Furcht des Herrn“
Eph.5,21
Ich lerne, was es heißt: „Einer ertrage den andern in Liebe“
Eph.4,2
Ich lerne, was es heißt: „Einer trage des andern Last“
Gal.6,2
Gemeinsam lernen wir „aneinander festzuhalten“
1.Kor.1,10
Wir lerne gemeinsam, was es bedeutet, „miterbaut zu werden zu einem heiligen Tempel in dem Herrn“
Eph.2,21
3. „Erbaut euch … zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“
Wir wissen, dass die Israeliten zur Zeit des Alten Bundes Tieropfer darbrachten, um ihre Sünden zu bedecken und mit Gott versöhnt zu werden!
Doch solche Opfer müssen wir heute nicht mehr opfern, denn Gott selbst war es, der, durch den Tod und das Opfer SEINES Sohnes, unsere Sündenschuld getilgt und uns mit IHM versöhnt hat
Hebr.10,11-14; Röm.5,10
Welche Opfer können wir Gott also bringen, die IHM wohlgefällig sind?
Was sind geistliche Opfer?
Der Herr sagt: „Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes“
Ps.50,23
Und der Schreiber des Hebräerbriefs sagte: „So lasst uns nun durch IHN (Christus) Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die SEINEN Namen bekennen“
Hebr.13,15
Ich bringe Gott ein wohlgefälliges Opfer dar, wenn ich IHM für SEINE grenzenlose Liebe und SEINE große Barmherzigkeit danke, die ER mir in SEINEM Sohn erweisen hat und dass ER mich zu SEINEM Kind gemacht hat
1.Jh.3,1
Ich bringe Gott ein wohlgefälliges Opfer dar, wenn ich IHM dafür danke, was ER mir mit SEINEM Sohn geschenkt hat
Röm.8,32
Wenn ich den Namen Jesu Christi anrufe, IHN preise und erhebe, IHM danke und IHN lobe, für das, was ER ist und was ER für mich getan hat, dann bringe ich Gott ein Opfer, das IHM wohlgefällt!
Der Schreiber des Hebräerbriefs sagte weiter: „Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott“
Hebr.13,16
Wer Gott also ein wohlgefälliges Opfer darbringen will, der tue anderen Gutes und kümmere sich um ihr Wohlergehen!
Auch Paulus sprach von einem Gott wohlgefälligen Opfer, als er die Gläubigen in Rom schrieb: „Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist, Das sei euer vernünftiger Gottesdienst“
Röm.12,1
Ich bringe meinem Herrn und Retter ein geistliches Opfer, wenn ich zu IHM sage: Herr Jesus, ich gebe dir mein Herz, damit du darin wohnen kannst (Eph.3,17). Ich gebe dir meine Zeit, meine Liebe und meine Aufmerksamkeit. Ich weihe dir meine Gedanken, Gefühle und meinen Willen! Ich weihe dir meine Augen, meine Ohren und meinen Mund, meine Hände und Füße, damit DU durch mich tun und vollbringen kann, was DIR gefällt! Gebrauche mich zu DEINEM Ruhm und zu DEINER Ehre!
„Darum steht in der Schrift (Jes.28,16): ‚Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an IHN glaubt, der soll nicht zuschanden werden’. Für euch nun, die ihr glaubt, ist ER kostbar, für die Ungläubigen aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist, ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses (Ps.118,22; Jes.8,14); sie stoßen sich an IHM, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind.“
Den, den Gott erwählt hat, Herr und König zu sein, den haben auch wir erwählt, Herr und König unseres Lebens zu sein!
Den, den Gott erwählt hat, Grundstein und Eckstein SEINER Gemeinde zu sein, den haben auch wir erwählt, Grundstein und Eckstein unserer Gemeinschaft zu sein!
Jeder aber, der an diesen Herrn und Christus glaubt, wird nicht zuschanden werden!
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, als sie riefen: „Kreuzige IHN … Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche“, dieser auserwählte, kostbare lebendige Stein ist zum Eckstein unseres Lebens und unseres Miteinanders geworden. Der, „der alle Dinge trägt“ (Hebr.1,3) und „auf dessen Schulter die Herrschaft ruht“ (Jes.9,5), dieser Wunderbare trägt auch dich und mich, und ER ist der Garant unseres friedvollen Miteinanders
Eph.2,14
Für Gott und für uns ist ER kostbar! Wir feiern IHN und bejubeln SEINE Anwesenheit in unserer Mitte, während sich andere an IHM ärgern und stoßen! Doch das ist das Los und die Bestimmung derer, die IHN verworfen haben und nicht an IHN glauben!
„Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu SEINEM wunderbaren Licht; die ihr einst ‚nicht ein Volk wart’, nun aber ‚Gottes Volk’ seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid (Hos.2,25).“
Wer waren wir früher in Gottes Augen, und wer sind wir jetzt?
Einst waren wir nicht SEIN Volk! Jetzt sind wir SEIN Volk!
Wie kam es dazu?
Die, die einst das auserwählte Geschlecht waren und die Gott dazu berufen hatte, das heilige Volk, das königliche Priestertum und das Volk des Eigentums zu sein (2.Mose 19,6), sie alle wurden verworfen, weil sie „die Zeit nicht erkannten, in der sie heimgesucht worden waren“ (Lk.19,41-44) und den verwarfen, den Gott zu ihrem Heil gesandt hatte!
Wir aber, die wir einst „ohne Christus“ waren, „ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels“, „Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung, „ohne Bürgerrecht in Israel“ und „ohne Gott in der Welt“, wir sind jetzt SEIN Volk! Wir sind jetzt in Gnaden!
Wir, die wir einst „in Finsternis waren“, wir wohnen und leben jetzt in SEINEM wunderbaren Licht!
„… dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten (Tugenden) dessen, der euch berufen hat!“
Wozu hat Gott uns berufen?
Wir sollen verkündigen …!
Was?
Wir sollen die Wohltaten Jesu verkündigen!
Wir sollen SEINE Ruhmestaten verkündigen!
Wir sollen die überragenden Tugenden des Menschensohnes Jesus Christus verkündigen!
Wir sollen SEINE Schönheit und Einzigartigkeit verkündigen!
Wir sollen von SEINEN Fähigkeiten, SEINEN Vollkommenheiten und SEINEN Herrlichkeiten reden!
Wir sollen von dem reden und das bezeugen, was wir von Jesus Christus gesehen und erkannt haben!
Das war es auch, was der Herr zu Paulus gesagt hatte, als der vor Damaskus die Stimme des Auferstanden hörte und in den Staub der Straße fiel. Jesus sagte zu ihm: „Dazu bin ich dir erschienen, um dich zu erwählten zum Diener und Zeugen für das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen werde“
Apg.26,12-16
So konnte Paulus den Galatern schreiben: „Ich habe euch Christus vor die Augen gemahlt“ (Gal.3,1). Und den Gläubigen in Korinth bezeugte er: „Die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden“ (1.Kor.1,6), und: „Die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus … denen aber, die berufen sind, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit … Als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen, als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten“
1.Kor.1,22-24; 2,1-2
Welche Wohltaten hat Jesus Christus dir erwiesen? Welche Tugenden hast du bei IHM erkannt? Welche Eigenschaften zeichnen IHN aus? Was macht IHN so einzigartig?
Das verkündige und bezeuge anderen Menschen, damit auch sie die Herrlichkeit Jesu Christi erkennen können und in ihrem Leben „alles neu wird“
2.Kor.5,17