13. - 14. Juni

„Diesen Mann, der durch Gottes Ratschluss und Vorsehung dahingegeben war, habt ihr durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht. Den hat Gott auferweckt und hat aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, dass er vom Tode festgehalten werden konnte.“ Apostelgeschichte 2,23-24

 

Kann der Tod das Leben festhalten oder einsperren? Vermag die Macht des Totenreichs über die Kraft der Auferstehung zu triumphieren? Gottes Wort sagt uns, dass dies unmöglich ist!

 

Bedenke, welche Kraft nötig war, um Jesus lebendig zu machen, von den Toten aufzuerwecken und in die Himmel zu versetzen.

Vor seiner Verhaftung fand der Herr keinen Schlaf. In Gegenteil: Er führte einen harten Gebetskampf, der ihn viel Kraft kostete. Währenddessen waren seine Jünger eingeschlafen. Dann wurde die Nacht von Lärm erfüllt, Schwerter klirrten, Männer erschienen, die Jesus gefangen nahmen und zum Verhör vor den Hohen Rat führten. Dort waren alle Ältesten und die Hohenpriester versammelt, um ihn zu verhören und zu verurteilen. Der Morgen graute bereits, als man Jesus zu Pilatus brachte, der ihn ebenfalls befragte. Als der Statthalter Roms vernahm, dass der Angeklagte aus Galiläa war, ließ er ihn zu Herodes bringen. Der aber schickte ihn wieder zurück. Dazwischen lagen Stunden, die endlos zu sein schienen, in denen der Mann aus Nazareth verspottet, geschlagen und gepeinigt wurde. Ihm wurde in jener Nacht keine Minute Ruhe gegönnt!

 

Wurden in diesen Stunden bei Jesus übernatürliche Kräfte freigesetzt? Beanspruchte er ein göttliches Wunder? Nein! Die Soldaten, als sie den Befehl erhielten, ihn nach Golgatha zu führen, erkannten schon bald, dass der Verurteilte nicht in der Lage war, sein Kreuz zu tragen. Er war völlig erschöpft und entkräftet, sodass er unter der ihm aufgebürdeten Last zusammenbrach. So legten sie den Holzstamm auf die Schultern eines Mannes, der gerade vom Feld kam. Als sie die Hinrichtungsstätte erreicht hatten, kreuzigten sie Jesus!

 

Weil die Juden vermeiden wollten, dass die Verurteilten während des Sabbats am Kreuz hingen, baten sie Pilatus, er möge dafür sorgen, dass sie getötet und ihre Leichname abgenommen würden. Die beiden Übeltäter, die mit Jesus gekreuzigt worden waren, lebten noch, als die Kriegsknechte kamen. Jesus aber war bereits gestorben! Sein Körper war derart geschwächt und zerschlagen, dass er der Macht des Todes, als sie nach ihm griff, nicht lange widerstehen konnte. Bevor der Menschensohn verschied, befahl er seinen Geist in die Hände seines himmlischen Vaters! Ihm stellte er alles anheim! Auf ihn allein setzte er sein Vertrauen!

 

Ein Jünger Jesu, Josef von Arimathäa, bat Pilatus, den Leichnam Jesu begraben zu dürfen, was ihm erlaubt wurde. Auch Nikodemus wollte Jesus die letzte Ehre erweisen, jener Mann, der einst in der Nacht zu Jesus gekommen war und seither an ihn glaubte. Beide Männer hüllten den Leichnam Jesu in leinene Tücher und legten ihn in ein neues Grab, in dem zuvor noch niemand bestattet worden war. Danach wälzte Josef einen großen Stein vor den Eingang und ging davon. Am nächsten Tag kamen die Juden zu Pilatus und baten ihn, er möge eine Wache am Grab postieren, damit der Leichnam Jesu nicht gestohlen würde. Pilatus antwortete ihnen: „Da habt ihr die Wache; geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt.“ Die Bibel berichtet: „Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein.“

 

Kein Zweifel: Satan wähnte Jesus überwunden, besiegt und bestens verwahrt. Doch nur drei Tage später weckte Gott seinen Sohn von den Toten auf! Sein Geist kehrte zurück in seinen Leib. Das Leben verschlang den Tod! Es sprengte alle Fesseln des Todes und streifte sie ab – sein Stachel wurde zerbrochen, seine Macht war dahin.

Das Verwesliche zog das Unverwesliche an, das Sterbliche die Unsterblichkeit. Und was zuvor in Schwachheit gesät worden war, erstand nun in Kraft. Der natürliche Leib wurde zu einem geistlichen Leib. Alle Schmerzen waren überwunden, Schmach und Ohnmacht vergangen, Verachtung und Unehre abgestreift. Aus Erniedrigung wurde Erhöhung! Christus war in seine Herrlichkeit eingegangen!

Ein Engel wälzte den Stein vom Eingang des Grabes und setzte sich darauf. Die Hüter aber, als sie ihn sahen, erschraken vor Furcht und fielen wie tot zu Boden. Seit dieser Stunde gilt allen, die sich aufmachen, um das Grab Jesu zu besehen, diese Botschaft: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ Auch Petrus bekannte am Tag der Pfingsten: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dessen sind wir alle Zeugen!“

 

Gott hat alle Bande des Todes aufgelöst, weshalb der Apostel Paulus sagen konnte: „Der Tod ist verschlungen vom Sieg!“ Dann fragte er: „Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“ Danach rief er aus: „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!“

Diese Worte beweisen, dass Jesus nicht beabsichtigte, alleiniger Triumphator über die Macht der Hölle und des Todes zu sein. Nein! Unser Gott will dich und mich an seinem glorreichen Sieg beteiligen. Deshalb betete Paulus für die Gläubigen zu Ephesus: „Er (der Vater) gebe euch erleuchte Augen des Herzens, damit ihr erkennt, ... wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel.“

 

Du wirst immer wieder Stunden erleben, in denen die Macht der Finsternis nach dir greift. Dann spürst du, dass dich Bande des Todes umgeben, die dir den Atem nehmen, dich einengen und erdrücken wollen. Ein großer Fels versperrt dir nicht nur die Sicht, sondern auch jeden Ausweg. „Hüter“ bewachen den Ausgang deines „Grabes“, und du kannst das höhnische Gelächter des Widersachers hören. Doch spätestens jetzt solltest du dich daran erinnern, welch ein überragendes Leben in dir wohnt – das Auferstehungsleben Jesu Christi. Es stirbt nie, es verwest nie, es schläft niemals, und es verliert nie seine Kraft! Und an dir will es nun seine überschwänglich große Macht beweisen! An denen, die glauben!

 

Es scheint, als habe Jesus, nachdem er gestorben war, drei Tage geruht, nichts getan und nur darauf gewartet, dass ihn der Vater auferweckt. Doch die Schrift lässt uns wissen, was in jenen Stunden tatsächlich geschah, denn sie sagt: „Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis ...“

Nachdem Jesus getötet worden war, machte Gott seinen Geist lebendig! Doch Jesus wurde nicht nur lebendig gemacht, Gottes Geist erfüllte ihn überfließend und ließ ihn immer stärker werden. So, aufs Beste gerüstet, stieg Jesus ins Totenreich hinab, wo er den gefangenen Geistern den Sieg des Lebens über den Tod verkündigte. Und Gleiches können auch wir erleben!

Bleibe deshalb nicht passiv, wenn die kalte Hand des Todes nach dir greift und der Feind dich von Gott, der Quelle des Lebens, abschneiden will. Fange an, die Kraft der Auferstehung Jesu zu rühmen! Danke dem Herrn, dass er in dir lebt und erkläre dich eins mit ihm. Der Psalmist rief in seiner Angst zum Herrn und bekannte: „Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun? ... Man stößt mich, dass ich fallen soll; aber der Herr hilft mir ... Der Herr ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.“ Dann ließ der so hart Bedrängte Himmel und Erde wissen: „Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen.“

 

Was willst du? Schweigen und sterben? Oder die Werke des Herrn verkündigen und leben?

Tod und Leben, sagt die Schrift, „stehen in der Zunge Gewalt“. Deshalb verliert der Stachel des Todes seine Macht, sobald du den Sieg des Lebens proklamierst! Angst und Bedrückung müssen weichen, Fesseln werden fallen und „Wachen“ sich beugen, wenn Christus, die Auferstehung und das Leben, auf den Plan tritt. Und während du Jesus lobst, seine Herrlichkeit betrachtest und dem ganzen Universum den Sieg des Lebens verkündigst, wirkt der Heilige Geist in dir und füllt dich mit dem Auferstehungsleben Jesu; er hebt deine Seele empor und versetzt dich an himmlische Örter. Die Schrift verheißt uns sogar: „Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.“

Der Tod wird nicht länger über dich herrschen können! Du wirst erfahren, was Gott bereits durch Jesaja verheißen hat: „Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.“

 

Im letzten Buch der Bibel berichtet uns Johannes von seiner Begegnung mit dem auferstandenen und erhöhten Christus. Wir lesen: „Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Es ist dieser Herr, der heute in dir lebt! Vertraue ihm und rechne mit der Wirksamkeit der Kraft seiner Auferstehung! Christus hat die Pforte des Todes hinter dir zugeschlossen und vor dir die Tür zum Leben geöffnet!

 

Mk.14,32-43.53-65; 15,1-5.15-25.37.42-46; Lk.23,1.6-11.26.32-32; Jh.19,31-33.38-42; Lk.24,26; Mt.28,1-6; Apg.2,32; 1.Kor.15,42-45.48-49.53-55.57; Eph.2,2-6; 1,16-20; 1.Petr.3,18-19; Ps.118,5-7.13-14.16-17; Spr.18,21; Röm.8,11; Mt.4,14.16; Offb.1,17-18

 
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