Im Laufe der Geschichte hat es immer wieder Menschen gegeben, die nach Gott fragten und ihn suchten. Unzählige Bücher zeugen davon. Unter all diesen ragt ein Buch besonders hervor - die Bibel. Sie berichtet uns nicht nur von Menschen, die Gott suchten, sie ist zugleich ein Zeugnis dafür, dass Gott sich auch finden lässt.

 

Im siebzehnten Kapitel der Apostelgeschichte wird uns vom Besuch des Apostels Paulus in Athen berichtet. Wahrscheinlich gab es zu jener Zeit keinen anderen Ort, an dem so viel philosophiert und diskutiert wurde. Unzählige Fragen wurden aufgeworfen, unterschiedliche Antworten dafür angeboten, man stritt und argumentierte, Ideen wurden geboren und bald schon wieder verworfen.

 

Es ist deshalb nur zu verständlich, dass dort auch um Paulus herum sofort einige Philosophen auftraten, Epikureer und Stoiker, um mit ihm zu streiten. Sie waren mit dem, was er ihnen erzählte, ganz und gar nicht einverstanden. Andere wiederum bezeichneten ihn einfach als einen Schwätzer. Was hatte er ihnen überhaupt zu sagen? Schließlich führten sie ihn auf den Areopag und sprachen zu ihm: "Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du lehrst? Denn du bringst etwas Neues vor unsere Ohren; nun wollen wir gerne wissen, was das ist." Und dann lesen wir: "Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen, wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt."

 

"Ich verkündige euch denjenigen, den ihr unwissend verehrt." Nicht nur dieser eine Altar zeugte davon, dass die Athener den wahren Gott nicht kannten, ihre ganze Stadt bezeugte es: Überall stieß man auf Statuen und Götzenbilder, gab es Altäre und Tempel.

Für Paulus war dies alles Ausdruck einer großen Unkenntnis. Deshalb stellte er richtig: "Gott wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind", und "Wir sollen nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht." Weiter sagte er: "Gott lässt sich nicht von Menschenhänden dienen, wie einer, der etwas nötig hätte."

Diese Sätze verdeutlichen bis in unsere Zeit hinein, dass es in Bezug auf Gott viel Unwissenheit und Unkenntnis gibt. Es ist durchaus möglich, dass wir Gott suchen, ihn achten und verehren, ihn selbst aber noch nicht kennen. Dabei möchte Gott nicht nur, dass wir ihn suchen, nach ihm fragen - er wünscht sich sehnlichst, das wir ihn auch finden.

Deshalb sagte Paulus weiter: "Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns."

Diese wenigen Sätze geben klar und deutlich Antwort auf Fragen, die uns alle bewegen: Woher komme ich? Warum bin ich hier? Worin besteht der Sinn meines Lebens? Wozu hat Gott die Welt gemacht und alles, was darinnen ist? Was ist das Ziel seiner Regentschaft? Warum hat er uns Menschen geschaffen, gibt er uns Leben, Odem und tausend andere Dinge, die wir täglich brachten? Auch der Ort, an dem wir wohnen, ist kein Zufall, ebenso wenig die Zeitspanne unseres Lebens; alles dient dem einen Ziel, dass wir Gott suchen und ihn finden sollen.

Wo immer sich ein Mensch aufmacht, um den lebendigen Gott zu suchen, wird dieser Himmel und Erde bewegen, um seine Verheißung zu erfüllen: "Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen" (Jeremia 29,13-14).

 

Gott lässt sich finden ....

von einem, der ihn suchte,

von einem, der Jesus hasste,

von einem, der hartherzig war,

von einem, der blind geboren war.

 

Mögen wir Klarheit darüber erlangen, wie wir den lebendigen Gott finden können. Ihn erkennen ist das ewige Leben!

 
Suche | Feedback | Sitemap | Impressum