13.- 14. Oktober

„Die Hand an den Thron des Herrn! Der Herr führt Krieg gegen Amalek von Kind zu Kindeskind.“  2.Mose 17,16

 

Keiner der Israeliten hatte geahnt, wie schwierig ihre Reise in das verheißene Land sein würde: Wüste, Trockenheit, Durst und Hitze, dazu Schlangen und Skorpione. Es war eine entbehrungsreiche Wanderschaft, die dem Volk Gottes alles abverlangte. Damit nicht genug, gab es auch Feinde, die sich ihnen in den Weg stellten und sie töten wollten.

Uns wird berichtet: „Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Refidim. Da sprach Mose zu Josua: Erwähle uns Männer, zieh aus und kämpfe gegen Amalek. Morgen will ich oben auf dem Hügel stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand. Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, und kämpfte gegen Amalek. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Höhe des Hügels. Und wenn Mose seine Hand empor hielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand sinken ließ, siegte Amalek.“

Nachdem Josua den Angriff der Amalekiter siegreich zurückgeschlagen hatte, sagte der Herr zu Mose: „Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch und präge es Josua ein; denn ich will Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man seiner nicht mehr gedenke.“

 

„Der Herr führt Krieg gegen Amalek!“

 

Nicht nur unsere Lebensumstände prüfen unser Herz, es gibt auch einen Gegner, der plötzlich und unverhofft über uns herfällt. Das Besondere dabei aber ist, dass dieser Feind nicht außerhalb von uns agiert, sondern innerlich zuschlägt – aus unserem Herzen heraus.

Woher kommen Sorgen? Woher kommen unsere stolzen hochmütigen Gedanken? Woher kommen Neid und Ehrsucht? Warum sind wir eifersüchtig oder nachtragend? Oder weshalb sind wir so schnell entmutigt und verzagt?

„Amalek“ greift uns an, ein Feind und Widersacher, der in uns wohnt und uns plötzlich und völlig unverhofft überfällt. Davon redete auch Jesus als er sagte: „Aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen.“

 

Amalek ist ein Sinnbild für unsere gefallene menschliche Natur, die permanent „gegen den Geist streitet“, weshalb wir oft „nicht tun, was wir wollen.“

„Amalek“ greift uns an, wenn wir die Bibel lesen oder beten wollen, er lauert uns aber auch auf, wenn wir mit anderen Gläubigen Gemeinschaft pflegen wollen. Dann fühlen wir uns plötzlich unwohl, dann scheinen unsere Glieder bleischwer.

Ohne den lebendigen Gott wären wir diesem übermächtigen Gegner hoffnungslos unterlegen! Doch die Schrift sagt: „Der Herr führt Krieg gegen Amalek.“

 

Während Israel gegen Amalek kämpfte, stand Mose auf dem Berg, die Hände gen Himmel erhoben, um für sein Volk einzustehen!

 

Die gute Nachricht ist, dass wir im Kampf gegen Amalek nicht alleingelassen sind! Hoch oben, auf dem himmlischen Berg, dem Berg Gottes, gibt es jemand, der für dich und mich einsteht. Es ist Jesus, der Fürsprecher aller Gläubigen! Wir haben einen Hohenpriester, der für uns vor Gott einsteht, für uns bittet und uns aufs Beste vertritt. Die Schrift sagt: „Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.“ Und Paulus schrieb an die Gläubigen in Rom: „Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und vertritt uns.“

 

Bevor Jesus gekreuzigt wurde, sagte er zu Petrus: „Der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“

 

Christus steht aber nicht nur an höchster Stelle für uns ein, als der Geist des Lebens streitet und kämpft er zugleich auch in uns. Hier stellt er sich allen Angriffen des Fleisches entgegen, indem er uns warnt, aufhilft, stärkt und sein siegreiche Auferstehungsleben darreicht. Deshalb sagte Paulus: „Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf.“ Und „Wenn ihr durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben.“

 

Wann greift Amalek an? Die Schrift sagt: „Denke daran, was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zogt: wie sie dich unterwegs angriffen und deine Nachzügler erschlugen, alle die Schwachen, die hinter dir zurückgeblieben waren, als du müde und matt warst, und wie sie Gott nicht fürchteten.“

Amalek attackiert uns, sobald wir uns von Jesus entfernen. Deshalb dürfen wir keine geistlichen „Nachzügler“ sein. Wenn wir mit Christus, dem Sieger über Sünde, Satan und den Tod, keine Gemeinschaft pflegen, sind wir geistlich schwach. Dann werden wir auf unserem Weg schnell ermüden und ermatten.

 

Beachte, dass Gottes Wort dich nicht auffordert: Überwinde Amalek! Nein, es heißt: „Die Hand an den Thron ... der Herr führt Krieg gegen Amalek.“ Wenn du also „Amalek“ überwinden willst, musst du den Thron des Höchsten berühren! Dann führt Gott selbst Krieg gegen das Fleisch, dann streitet der Geist!

Bleibe deshalb mit Jesus, deinem Herrn und Retter, aufs Innigste verbunden! Dulde keine Distanz zwischen ihm und dir! Wende ihm dein Herz zu – immer wieder – und rufe seinen kostbaren Namen an – nicht nur einmal am Tag, sondern wo immer du dich gerade befindest und was immer du tust!

Glaube, dass Jesus gerade jetzt für dich einsteht und für dich bittet! Danke ihm dafür, dass er in dir wohnt und rühme die Kraft seines überwindenden Lebens! Preise seinen Sieg über deine geistliche Trägheit, deine Müdigkeit und Unlust. Du wirst erfahren, dass Gottes Geist in dir aufsteht und sich den Mächten entgegenstellt, die dich angreifen, beunruhigen, quälen und lähmen wollen.

 

Die Hand an den Thron! Werde eins mit Gott im Kampf gegen Amalek!

 

Mt.15,19; Gal.5,17; Hebr.7,25; Röm.8,34.9-11.26.13; 1.Kor.15,45b; Gal.5,17; Lk.22,31-32; 5.Mose 25,17-19

 
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