21. - 22. März

„Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer!“  Lukas 12,1

 

Dreitausend Menschen waren an Pfingsten zum Glauben an Jesus gekommen. Nun kamen sie täglich zusammen, im Tempel oder in den Häusern, um Gott zu loben, zusammen zu essen und Gemeinschaft miteinander zu pflegen. Es herrschte große Einmütigkeit und Freude. Wir lesen: „Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nach dem es einer nötig hatte …. Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam ... Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte.“

Während viele Gläubige ihre Besitztümer verkauften, um den Bedürftigen zu helfen, geriet ein Ehepaar immer mehr in Bedrängnis. Hananias und seine Frau Saphira besaßen auch einen Acker, von dem sie sich aber nicht trennen wollten, denn er war ihnen lieb und kostbar. Doch was sollten sie tun? Wie lange noch konnten sie an ihrem Landbesitz festhalten, während so viele Gläubige ihr Hab und Gut zum Wohl der Bedürftigen verkauften?

Möglicherweise ergab sich zwischen den Eheleuten folgendes Gespräch: Hananias, so geht es nicht mehr weiter. Wir müssen uns von unserem Acker trennen. In unserer Hausversammlung sind wir mittlerweile die Letzten, die ihr Land noch nicht verkauft haben. Wenn wir nicht bald handeln, wird man uns als egoistisch und herzlos bezeichnen.

So kam es, dass sich die Eheleute schließlich zum Verkauf ihres Ackers entschlossen. Doch mit ihrem Herzen waren sie nicht dabei! Als sie den Erlös den Aposteln übergaben, behielten sie einen Teil für sich. Auf die Frage des Petrus: „Habt ihr den Acker für diesen Preis verkauft?“, antwortete Saphira: „Ja, für diesen Preis.“ Das war eine dicke Lüge. Damit aber hatten Hananias und Saphira nicht nur die Gemeinde belogen, sondern auch Gott, denn Petrus sagte: „Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen.“

Die Eheleute hatten eine Hingabe heuchelten, die sie in Wahrheit nicht besaßen. Gottes Antwort auf ihre Lüge war der Tod!

 

Wir müssen uns der Tatsache bewusst sein, dass Heuchelei keine geringfügige Verfehlung ist. Sie öffnet dem Teufel Tür und Tor. Deshalb sagte Petrus: „Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast?“

Unser Bestreben, anderen Menschen etwas vormachen zu wollen, wird immer den geistlichen Tod zur Folge hat. Warum? Weil sich dahinter Stolz und Selbstsucht verbergen. Deshalb sagt die Schrift: „Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehe willen.“ Auch das Wachstum der Gemeinde Jesu wird dadurch blockiert und aufgehalten.

Jesus warnte seine Jünger und sagte: „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das ist die Heuchelei. Es ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird.“ Und die Pharisäern schalt er: „Ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen voller Totengebeine und lauter Unrat! So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht.“

Wer äußerlich scheinen will – wird innerlich voller Heuchelei sein!

 

Als Christen genießen wir ein großes Vorrecht: Wir dürfen ehrlich sein! Wir müssen uns und anderen nichts vormachen. Wir müssen keine geistliche Fassade aufbauen. Täglich dürfen wir mit leeren Händen zu unserem himmlischen Vater kommen und ihm unsere Bedürftigkeit bekennen. Vor ihm brauchen wir uns nicht zu schämen.

Es ist beeindruckend, wie ehrlich Paulus war. Er, der große Apostel, versuchte nicht, sich in ein besseres Licht zu stellen. Freimütig bekannte er, dass er mit Zittern und Zagen nach Korinth gekommen war. Er verschwieg auch nicht, dass er eines Tages über Vermögen beschwert war, sodass er verzweifelte und meinte, nun müsse er sterben. Er ließ auch alle wissen, dass er in der Gefahr stand, sich selbst zu überheben. Und, dass er von einem Engel Satans geschlagen wurde. Paulus gab zu, schwach zu sein! Er wusste aber auch, wer seinen Mangel ausfüllen konnte, denn er schrieb an die Philipper: „Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“

Mangel zu haben, ist keine Schande! Eine Schande ist es, wenn wir unseren Mangel leugnen oder vor anderen verbergen wollen.

Bedenke, dass du mit leeren Händen zu Jesus kamst und er dir alles wurde! So aber, wie du den Herrn angenommen hast, sollst du heute in ihm wandeln! Bewahre dein Herz vor Heuchelei!

 

Apg.2,44-47; 4,32-35; 5,1-4; Mt.23,27-28; 1.Kor.2,3; 2.Kor.1,8-9; 12,7; Phil.2,3; 4,19; Kol.2,6

 
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