23. - 24. Januar

„Wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben.“ Epheser 5,25

 

Bereits vor Grundlegung der Welt war die Gemeinde im Herzen Gottes verborgen. Für ihn ist sie das Kostbarste auf dieser Erde – einer einzigartigen Perle vergleichbar oder einem verborgenen Schatz im Acker. Christus kam auf diese Erde, um die Gemeinde hervorzubringen. Um sie zu gewinnen, gab er sein Leben hin! Diese Wahrheit betonte auch der Apostel Paulus in seinem Brief an die Epheser.

Die Gemeinde ist nicht das Produkt menschlicher Intelligenz und Willenskraft. Sie ist Gottes Herzenswunsch und sein Begehr, sein Meisterwerk und seine Poesie! Hier stehen nicht unsere menschlichen Fähigkeiten und Begabungen im Vordergrund. Auch unser Eifer und Organisationstalent können die Gemeinde nicht aufbauen. Sie ist einzig und allein das Ergebnis der Austeilung des Lebens Christi in seine Gläubigen hinein. Und wenn dieses Leben in uns wächst, dann wächst auch die Gemeinde Jesu.

 

In der Apostelgeschichte wird uns von der Geburtsstunde der Gemeinde berichtet: Nachdem Jesus von den Toten auferstanden war, fuhr er zum Vater auf und wurde „zum Herrn und Christus gemacht“. Danach sagt die Schrift: „Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen.“

Nachdem Petrus an Pfingsten seinen Zuhörern offenbart hatte, was Gott in Christus vollbracht hatte, wurden er und seine Begleiter gefragt: „Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?“ Die Antwort lautete: „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes ... Lasst euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht!“ Danach wird uns berichtet: „Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tag wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen.“

So also entstand die Gemeinde Jesu: Menschen taten Buße, indem sie ihre Herzen dem gekreuzigten und auferstandenen Retter zuwandten. Sie empfingen Vergebung, wurden von Gott aufgrund des vergossenen Blutes Christi gerechtfertigt und mit ihm versöhnt. Dies geschah gemäß der göttlichen Zusage: „Es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“

Von diesem Moment an waren die Geretteten auch Glieder des Leibes Christi! Die Bibel sagt: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Weiter heißt es: „Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen, und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“

 

Durch die Gemeinde offenbart Gott allen Mächten und Gewalten seine Weisheit und Größe. Sie ist das Zeugnis Jesu auf dieser Erde: die Stadt auf dem Berge, die nicht verborgen bleiben kann, der goldene Leuchter, der Christus zum Ausdruck bringt. Für ihn, den Bräutigam aber, ist sie die liebenswerte Braut, der seine ganze Zuwendung und Fürsorge gilt.

Gleichzeitig ist die Gemeinde das „Haus des lebendigen Gottes ... ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.“ Hier richtet Gott seine Wahrheit auf! Hier können Menschen Christus kennen und lieben lernen! Deshalb ist für Gott auf dieser Erde nichts so wichtig und notwendig wie die Versammlung der Erlösten. Doch nicht nur der Herr ist auf seine Gemeinde angewiesen, auch wir brauchen sie! Möge sie uns deshalb so kostbar und begehrenswert erscheinen, wie sie es für Jesus ist.

 

Für Gottes Widersacher aber ist die Gemeinde das unüberwindliche Bollwerk, das „die Pforten der Hölle nicht überwältigen werden.“ Nicht nur kann der Widersacher Gottes die Gemeinde Jesu, wenn sie in Liebe aufgebaut ist, nicht überwinden, unter ihrem Fuß wird der Böse sogar zertreten werden.

 

Herr Jesus, zeige mir, was in deinem Herzen ist – zeige mir die Schönheit und Kostbarkeit deiner Gemeinde. Lass mich erkennen, wie notwendig und bedeutsam sie für dich und für mich ist.

 

Mt.13,44-46; Apg.2,33.37-47; Eph.3,10; Mt.5,14; Offb.1,12-13; Eph.5,25-32; 1.Tim.3,15; Mt.16,18b; Röm.16,20

 
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