27. - 28. Januar

„Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens“. Epheser 4,3 (Elberfeld)

 

Wir müssen wissen, worauf unsere geistliche Einheit gegründet ist. Dann sollen wir alles daransetzten, sie zu bewahren. Das erfordert unseren Fleiß und Eifer, unsere Hingabe und Sorgfalt!

 

Paulus nannte die sieben Faktoren, die die „Einheit des Geistes“ umfassen:

EIN LEIB – der Leib Christi kennt keine Unterschiede in Herkunft, Abstammung, Rasse, Hautfarbe, Nationalität, Sprache oder Temperament. Ob jemand aus Griechenland kommt oder aus Israel, ein Freier ist oder als Sklave lebt, ob jemand Grieche ist oder von den Skythen abstammt, wer von neuem geboren wurde, wurde in einen Leib hineingetauft. Paulus betonte sogar, dass es in diesem Leib keinen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt. Im Leib Christi sind wir nicht mehr viele, sondern „allesamt einer in Christus Jesus.

Allein Christus ist alles und in allen! Wer in den Leib Christi hineingetauft wurde, hat sein früheres Leben in den Tod gegeben, er hat den alten Menschen ausgezogen. Wir erkennen einander „nicht mehr nach dem Fleisch“. Als Petrus und Barnabas in Antiochien plötzlich zwischen Juden und Nichtjuden unterscheiden wollten, wurden sie von Paulus scharf getadelt, weil sie nicht „gemäß der Wahrheit des Evangeliums handelten“. Sie hatten die Einheit des Geistes missachtet und damit das Band des Friedens verletzt.

EIN GEIST – den wir alle bei unserer Wiedergeburt empfangen haben. Der eine Geist wohnt in dem einen Leib Christi. So und nur so kommt der Leib Christi zustande. Wir alle wurden zu einem Leib getauft und mit einem Geist getränkt.

EIN HERR – nur einer ist unser Meister, einer ist über uns allen Herr. Wir sind alle Brüder! Sobald wir unser eigenes Haupt erheben wollen oder ein anderes, das nicht Christus ist – wird die Einheit des Geistes früher oder später zerstört werden. Der Wunsch, oben zu sitzen, gegrüßt und „Rabbi“ genannt zu werden, ist verderblich. Wir haben nur einen Herrn – Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn. Deshalb rufen wir an allen Orten nur einen Namen an, weil uns nur ein Name gegeben wurde und nur in einem Namen Heil ist. Lasst uns daher den einen Herrn erheben, ihn allein bekennen und an ihm, dem einen Haupt, festhalten.

EINE HOFFNUNG – allezeit bei Christus zu sein, wie eine Rebe am Weinstock, um an seiner Fülle teilhaben zu können. Wir haben die Hoffnung, dass Christus in uns wächst und eine Gestalt gewinnt, dass wir ihm gleich sein werden, wenn er wiederkommt. Wir haben die Hoffnung, dass uns niemand aus seiner Hand reißen und nichts von Seiner Liebe trennen kann. Christus in uns ist die Hoffnung der Herrlichkeit.

EIN GLAUBE – der mit Christus kam und durch die Predigt von Christus lebendig wird. Der Glaube, den wir miteinander empfangen haben, wird in uns stark, durch das Erkennen als des Guten, was wir in Christus empfangen haben.

EINE TAUFE – durch die wir (unsichtbar) in den Leib Christi hineinversetzt wurden. Durch sie wurden wir auch in den Tod Christi getauft und mit ihm begraben. Gleichzeitig bezeugen wir in der Taufe (sichtbar) das Ende unserer alten Geschichte, unser Einssein mit Christus und unseren Entschluss, in einem neuen Leben zu wandeln.

EIN GOTT UND VATER ALLER – der über allen ist, wodurch seine souveräne Herrschaft über unser Leben bezeugt wird. Er ist durch alle – keines seiner Kinder ist unbedeutend. Er wirkt durch alle und braucht alle, um seinen Plan auszuführen, den er für unser Leben gefasst hat. Er ist in allen – er wohnt in allen seinen Kindern, ist immer gegenwärtig und an jedem Ort erreichbar.

 

Alles, was wir neben diesen sieben Faktoren der Einheit des Geistes betonen, hervorheben oder favorisieren, wird früher oder später Spaltung bewirken. So, wenn wir Menschen erheben und zu unserer Leitfigur machen wollen. Oder wenn wir Überlieferungen und Mythen anhängen und Lehren, die Menschen ersonnen haben. Spaltung geschieht auch dann, wenn wir bestimmte Frömmigkeitsregeln aufstellen.

 

Achte sorgsam darauf, dass du die Einheit des Geistes bewahrst und aktiv zum Frieden in der Gemeinde beiträgst. Das Band des Friedens, das uns umgibt, darf nicht verletzt werden. Schließe ein und nicht aus! Erhebe nichts neben Christus! Baue keine „Höhen“ – mache aus deinen Erfahrungen und deiner Erkenntnis keine „Anbetungsstätte“. Bewahre das Band des Friedens – mit Demut, Sanftmut, Geduld und der Liebe Christi. Wandele deiner Berufung würdig!

 

Wenn wir uns bemühen, die Einheit des Geistes zu bewahren, dann verheißt uns Gott einen überaus kostbaren Segen. Er sagt: „Siehe, wie fein und wie lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der Herr den Segen und Leben bis in Ewigkeit.“

 

Eph.4,1-6 Elberfeld; Gal.3,28; 1.Kor.12,13; Kol.3,11; 2.Kor.5,16-17; Gal.2,11-16; 1.Kor.12,13; Eph.1,12; Tit.3,5-6; Lk.9,46; 22,24; Mt.23,8; Röm.10,12; Mt.23,6-7; 1.Kor.8,5-6; 1.Kor.1,2; ; Apg.4,12; Eph.4,15; Jh.17,24; Kol.2,10; Jh.1,16; 1.Thess.4,17; Gal.4,19; Kol.1,27; Röm.8,29-30; 1.Jh.3,2; Jh.10,29; Röm.8,35-39; Kol.1,27; Gal.3,23.25; Röm.10,17; 2.Petr.1,1; Philemon 6; 1.Kor.12,13; Röm.6,3-4, Kol.2,12; Apg.2,38; 8,36-38; 10,46-47; 16,32-37; Jh.14,23; 1.Kor.1,13; Kol.2,8; 1.Tim.1,4; 1.Tim.4,3; Gal.4,10; Kol.2,16.21-23; Psalm 133

 
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