29. - 30. Juli

„Wir sind Gottes Mitarbeiter!“  1.Korinther 3,9

 

Gott möchte mit uns Menschen zusammenarbeiten. Welch großartiges Angebot! Für die Verwirklichung seiner Pläne und Absichten sucht er Partner und Mitarbeiter. Diese Tatsache wird durch die Bibel vielfach bezeugt. Durch sie erfahren wir, dass Gott zu jeder Zeit nach Menschen Ausschau hielt, die bereit waren, mit ihm zusammenzuwirken.

Zweifellos können wir in Noah einen Mitarbeiter Gottes erkennen. Ihn nennt die Schrift „den Prediger der Gerechtigkeit“. Er war es, der in einer Zeit der Gottlosigkeit und des Unglaubens die Arche baute, wobei jeder Hammerschlag, den er und seine Söhne taten, zu einem Zeugnis und zur Manifestation göttlicher Gerechtigkeit wurde.

Auch Abraham war ein Mitarbeiter des Herrn, der zum Vater eines Volkes wurde, das Gott über die Maßen segnete.

Als die Kinder Israel in die Sklaverei gerieten, erschien der Herr einem Schafhirten – Mose – und berief ihn zu seinem Mitarbeiter. Durch ihn führte er sein Volk mit starker Hand aus Ägypten heraus und durch die Wüste hindurch.

Danach war es Josua, der das verheißene Land einnahm und es den Kindern Israel zum Erbteil gab.

Auch David war ein Mitarbeiter Gottes. Ihm, und vielen anderen nach ihm, konnte Gott offenbaren, was in seinem Herzen war und was er zu tun gedachte. Sie alle arbeiteten mit Gott zusammen.

 

Wann immer unser Gott Mitarbeiter fand, die bereit waren mit ihm zusammenzuarbeiten, konnte er große Dinge tun: Er befreite Menschen vom Joch ihrer Unterdrücker, ließ sie seinen Segen erfahren und schenkte ihnen Zeiten des Friedens.

Als Samuel zur Mitarbeit bereit war, konnte sich Gott seinem Volk neu offenbaren. Durch Elia zerstörte der Herr den Götzendienst des Baal und gewann die Herzen der Kinder Israel wieder für sich. Salomo hingegen baute Gott ein Haus, damit dieser mitten unter seinem Volk wohnen konnte.

 

Die Bibel berichtet uns aber auch von Zeiten, in denen niemand bereit war, mit dem Herrn des Himmels und der Erde zusammenzuarbeiten. So lesen wir: „Das Recht ist zurückgewichen, und die Gerechtigkeit hat sich entfernt ... die Wahrheit ist dahin ... das alles sieht der Herr, und es missfällt ihm sehr, dass kein Recht ist. Und er sieht, dass niemand auf dem Plan ist, und verwundert sich, dass niemand ins Mittel tritt.“

Wenn sich kein Mitarbeiter Gottes fand, gab es nur wenig göttliche Offenbarung. Dann war sein Sprechen rar und selten. In dieser Zeit blieb das Gottes Volk nicht nur orientierungslos, es wurde sogar fehlgeleitet. Die Folge war, dass sich Menschen von Gott abwandten und in die Hände ihrer Feinde gerieten.

So geschah es zur Zeit der Richter, während der Priesterschaft Elis und seiner Söhne und  auch unter der Regentschaft des gottlosen Königs Ahab. Doch Gott, der Herr, wollte sich damit nicht abfinden! Egal, wie dunkel die Zeit auch scheinen mochte, immer suchte er nach Menschen, die bereit waren, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Deshalb fragte er Jesaja: „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“

Und wie wunderbar, wenn es Menschen gab, die dem Werben des Herrn nachgaben und antworteten: „Hier bin ich, sende mich!“

 

Vielleicht sind wir der Ansicht, es müssten immer großartige, spektakuläre Dinge geschehen, wenn Gott uns zur Mitarbeit beruft. Doch es bleibt einzig seiner Entscheidung überlassen, wann und wo er seine Knechte einsetzt und auf welche Weise er sie gebraucht. Deshalb sagt die Schrift: „Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist!“

Denken wir an Hanna, die Mutter Samuels. In einer Zeit dunkelster Nacht bat sie Gott um einen Sohn, weil sie bisher kinderlos geblieben war. Als ihr schließlich das so sehnlich gewünschte Kind geschenkt wurde, gab sie es dem Herrn zurück. So wurde Samuel zu einem treuen Diener Gottes, und keines seiner Worte fiel auf die Erde. Hannas Gebete waren erhört worden. Der Herr aber hatte einen dringend benötigten Mitarbeiter gewonnen, der ihm hingebungsvoll diente und seinen Willen tat.

 

Durch die Evangelien lernen wir den treuesten und fähigsten Mitarbeiter Gottes kennen – Jesus Christus. Seine Speise war es, den Willen des Vaters zu tun. Zu keiner Zeit lebte er sich selbst. Er entäußerte sich völlig, blieb gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz.

Zweifellos war Jesus der überragendste Mitarbeiter Gottes, der je auf dieser Erde wandelte. Immer war er sich seiner Sendung bewusst! Dabei konnte er sagen: „Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.“ Und „Ich tue allezeit, was ihm gefällt.“

Angesichts eines so vollkommenen Mitarbeiters möchten wir resignieren. Und doch bezeugte Paulus: „Wir sind Gottes Mitarbeiter!“

 

Wie werden wir zu fähigen und qualifizierten Partner Gottes?

Betrachten wir Maria, die Frau, die Jesus, den Retter der Welt, hervorgebracht hat: Gott hatte sie auserwählt, den ersehnten Erlöser zu gebären. Maria ahnte, welche Konsequenzen es für sie haben würde, wenn sie in Gottes Plan einwilligte. Noch ledig und ohne Mann drohten ihr Schande, Schmach und Isolation. Was aber sagte diese großartige Mitarbeiterin Gottes, als ihr der Engel verhieß: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben ... Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.“ Sie sagte: „Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.“

Gott verlangt nichts Unmögliches von dir, wenn du dich zur Mitarbeit mit ihm bereiterklärst! Sage einfach: Herr Jesus, durch mich soll geschehen, was dein Wille ist!

 

Bleibe in der Gemeinschaft mit Jesus. Sprich mit ihm über alles, was dich bewegt – es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, Kleines oder Großes. Lies sein Wort und lass es zur Freude und zum Trost deines Herzens werden. Und während du den Herrn lobst und dich seiner Gegenwart erfreust, wird er in dir reagieren: Er wird dir das Ohr öffnen und zu dir reden. Vielleicht wird er dich an Menschen erinnern, für die du im Gebet einstehen oder die du besuchen sollst. Möglich auch, dass du jemandem einen Brief schreiben oder ihn anrufen wirst. Vielleicht wird dir der Herr auch einen Mitmenschen zeigen, der deine praktische Hilfe oder ein tröstendes Wort benötigt. Oder er erinnert dich an jemand, bei dem du dich für dein Fehlverhalten entschuldigen sollst. Einem anderen wirst du Gottes rettende Botschaft verkündigen können. Doch egal, was du tust, bleibe immer in engster Gemeinschaft mit Christus.

Getrennt von ihm kannst du nichts tun! Doch wenn du in ihm bleibst, wirst du viel Frucht bringen!

 

Gott braucht heute deine Mitarbeit!

 

1.Mose 6,5-9.13-22; 2.Petr.2,5; 2.Mose 3,1-10; Apg.7,35-38; Jos.1,2.6; 21,43-45; Apg.13,22; 1.Kön.17,1; 18,21.39; Jes.6,1-8; 59,14-16; 1.Sam.1,10-11; 2,12.17-18.26.35; 3,1.19-21; Jh.3,27; 4,34; 5,19; 8,29; Lk.1,26-38; 1.Kor.1,9; Jh.15,5

 
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