29. - 30. September

„Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“  Psalm 118,24

 

Der gestrige Tag liegt hinter dir – heute ist ein neuer Tag. Es ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Er hat ihn dir bereitet, und er wünscht, dass du heute fröhlich bist.

 

Im ersten Kapitel der Bibel lesen wir, dass aus Abend und Morgen der erste Tag wurde, ebenso der nächste und alle folgenden Tage. Und bis heute ist es so geblieben. Was immer dir also das Gestern gebracht hat, ob du gelacht oder geweint hast, einen Sieg erringen konntest oder eine bittere Niederlage erdulden musstest – heute ist ein neuer Tag.

Das „Heute“ ist Gottes Gnade für uns, weshalb uns die Schrift auffordert: „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“

Jesus, der Herr, ruft dich heute ganz neu zu sich. Auch seine Hilfe und seinen Beistand bietet er dir heute neu an. Nichts, was dir Christus heute darreicht und womit er dich beschenken will, ist von gestern. Deshalb kann er sagen: „Siehe, ich mache alles neu!“ Jesus macht alles neu, weil er selbst immer neu ist. Auch seine Liebe wird nie alt – sie fließt stets neu aus seinem Herzen zu dir hin. Gleiches gilt für die Lebensausteilung Jesu, die Fülle seines Geistes. Deshalb solltest du dem gestrigen Tag auch nicht nachtrauern. Hast du gestern versagt und nicht durch Christus gelebt, kannst du es heute besser machen. Du darfst heute in ihm bleiben und aus der Fülle seiner Kraft schöpfen. Erfreue dich daher des neuen Tages, den der Herr gemacht hat und blicke nicht zurück!

Wenn du heute zu Christus kommst, wird er dich nicht von sich stoßen. Er will dir alles sein! Er wird dir geben, was du benötigst, ohne dabei das Zurückliegende in Betracht zu ziehen, denn „bei ihm ist viel Vergebung“.

Warum also solltest du betrübt zurückblicken und dich in Vorwürfen oder Selbstmitleid ergehen? Dann wäre deine Hoffnung nicht größer als die Hoffnung der Welt. Für dich aber, einem geliebten Kind Gottes, heißt es „heute“! Deshalb erinnerte Paulus die Korinther an ein Wort Gottes, das auch wir in unserem Herzen bewahren sollten: „Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.“ Dann fuhr der Apostel fort und sagte: „Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“

 

Um ergreifen zu können, was uns Christus heute darreicht, müssen wir hinter uns lassen, was gestern war. Deshalb schrieb Paulus den Gläubigen zu Philippi: „Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“

Bedenke auch, dass der Herr das Heute schon kennt. Er weiß, was dir heute begegnen wird. Er kennt auch die Anforderungen, die heute an dich gestellt werden. Er weiß auch, womit dich der Teufel heute zu Fall bringen will. Du darfst Jesus vertrauen, dass er dir genau das geben wird, was du heute brauchst! Er wird nicht zulassen, dass die Last dieses Tages deine Tragfähigkeit übersteigt. Er will dich heute begleiten – auf allen deinen Wegen – und dir nahe sein. Deshalb verheißt er: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage ...“, womit auch der heutige Tag eingeschlossen ist. Du sollst wissen, dass Jesus dort sein wird, wo du gerade bist, und an allem teilhaben wird, was dir widerfährt. Er will dir aufhelfen, dich erretten, dich führen und leiten. Seine Gnade, so verheißt die Schrift, ist alle Morgen neu.

Heute ist aber auch der Tag, an dem der Herr neu zu dir reden will. Und wenn du sein lebendiges Sprechen empfängst, wird dein Herz ganz neu in Liebe zu ihm entbrennen.

 

Gott geht es um das Heute! Deshalb sollte dich weder das Gestern, noch das Morgen bekümmern! Jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist die Stunde, in der du dich Jesus zuwenden, seine Gnade empfangen und seine Liebe ergreifen sollst. Heute ist der Tag deines Heils und deiner Errettung. Mag die letzte Nacht für dich auch noch so dunkel und erdrückend gewesen sein, mag sie dir den Schlaf und die Ruhe geraubt haben – jetzt liegt sie hinter dir. Jetzt, im Lichtglanz des auferstandenen Christus, hat sie ihren Schrecken verloren. Deshalb sagt Jesus: „Wer bei Tag umhergeht, der stößt sich nicht; denn er sieht das Licht dieser Welt. Wer aber bei Nacht umhergeht, der stößt sich; denn es ist kein Licht in ihm.“

 

Wer im Licht dieses Tages wandelt, den kümmert nicht die Dunkelheit der vergangenen Nacht.

 

1.Mose 1,5; Hebr.3,7; 4,7; Offb.21,5; Jh.6,37; Jes.55,7; 2.Kor.6,2; Phil.3,13-14; Mt.28,18; Jh.11,9-10

 
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