9. - 10. August

„Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank ... Die Elenden sehen es und freuen sich, und die Gott suchen, denen wird das Herz aufleben.“ Psalm 69,31.33

 

Bevor David dem Riesen Goliath entgegentreten durfte, wurde er zu einem Dienst berufen, der großes Einfühlungsvermögen erforderte. Saul, der König Israels, wurde immer öfter von Schwermut und düsteren Gedanken geplagt. Die Bibel berichtet uns: „Da sprachen die Großen Sauls zu ihm: Siehe, ein böser Geist von Gott ängstigt dich. Unser Herr befehle nun seinen Knechten, die vor ihm stehen, dass sie einen Mann suchen, der auf der Harfe gut spielen kann, damit er mit seiner Hand darauf spiele, wenn der böse Geist Gottes über dich kommt, und es besser mit dir werde.“

So kam es, dass David, seiner musikalischen Fähigkeiten wegen, vor den König gebracht wurde. Sobald er auf seiner Harfe spielte, wich der böse Geist von Saul, seine Gemütslage besserte sich und es wurde ihm leichter ums Herz. Schließlich lesen wir sogar, dass Saul David lieb gewann und ihn zu seinem Waffenträger ernannte.

 

Was wirst du dem Herr antworten, wenn er dich zu einem Menschen senden will, der unter Schwermut zu leiden hat? Vielleicht wirst du dich fragen: Wie kann ich einen Betrübten und Entmutigten trösten, womit ihn stärken und aufrichten?

 

David musizierte, wenn er zu Saul gerufen wurde. Er spielte auf der Harfe Psalmen und Loblieder zur Ehre Gottes. Und wir dürfen annehmen, dass er dabei auch Lieder sang, die ihn selbst gestärkt und erquickt hatten.

So sollen auch wir Mutlosen und Verzagten das geben, was uns selbst zur Ermutigung und Freude gedient hat. Wir trösten andere mit dem Trost, mit dem uns Gott getröstet hat!

 

Wer hätte geglaubt, dass dieser junge Mann, der einst vor Saul saß und für ihn musizierte, eines Tages König sein würde – König der Lobpreisenden! Denn wer hat die meisten Psalmen verfasst? David! Wann aber entstanden seine Lieder? Und wann hat er sie gesungen? In Stunden der Angst und der Bedrängnis!

Wenn David bekümmert war und sich fürchtete, wenn ihn seine Widersacher hart attackierten und er keinen Ausweg sah, dann dichtete sein Herz ein Lied. Und während er es dem Herrn sang und dabei sein Inneres vor ihm ausschüttete, erfuhr er die tröstende Gegenwart und Hilfe des Allmächtigen. Der Trost aber, mit dem Gott ihn tröstete, bekam Flügel. Und bis zum heutigen Tag erreicht er unzählige Menschen, um sie zu ermutigen, aufzurichten und in ihrem Glauben zu stärken.

 

Sobald Gott dich tröstet, ermutigt und erquickt, bist du qualifiziert, anderen zu trösten und aufzurichten. Dann kannst du, wie David, Mutlosen und Verzagten dienen. Und der Gott allen Trostes wird mit dir sein! Du sollst wissen, dass du selbst den größten Gewinn haben wirst, wenn du einem anderen Menschen die Liebe und Barmherzigkeit Christi erweist. Alles, was du deinem Nächsten an Zuwendung, Trost und Fürsorge zukommen lässt, wird zu dir zurückfließen – wie ein Strom lebendigen Wassers. Es wird dir zum Heil und zur Stärkung werden. Segne andere, und du wirst gesegnet werden! Gib, und dir wird gegeben werden! Tröste die Verzagten, und du selbst wirst getröstet werden!

 

Wenn du anderen Menschen die Person und das Werk Jesu Christi vor die Augen mahlst, dann werden durch dich nicht nur historische Ereignisse lebendig. Du bringst den, der dich hört, in die Gegenwart Jesu. Du lässt ihn die Barmherzigkeit und Liebe Gottes spüren. Du wirst zu einem Gehilfen der Freude!

 

Wenn David zu Saul ging, um auf seiner Harfe zu spielen und tröstende Lieder zu singen, waren keine Bewunderer zugegen. Nur der Gott Israels war anwesend! Dort, in der Verborgenheit, formte er Davids Herz, indem er ihm Mitgefühl und herzliches Erbarmen schenkte.

In der Verborgenheit bereitet der Herr auch dich zu! Hier will er sich dir offenbaren. Hier prüft er deine Treue. Erachte deshalb die Erfahrungen nicht gering, die du mit Christus in der Verborgenheit deines Alltags machst. Und wenn er dich zu einem Menschen schickt, der betrübt oder verzagt ist, dann glaube, dass „der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes“ auch für ihn eine Ermutigung und Stärkung bereithält. Während du den Sieg Jesu über alle Mächte der Finsternis verkündigst und seine nie endende Liebe preist, werden „Ströme lebendigen Wassers fließen“ und Durstige tränken.

Von dieser Erfahrung redete David, als er sagte: „Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der Herr erretten zur bösen Zeit. Der Herr wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und es ihm lassen wohl gehen auf Erden und ihn nicht preisgeben dem Willen seiner Feinde. Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Lager; du hilfst ihm auf von aller seiner Krankheit.“

Welch großartige Zusage für denjenigen, der sich – im Namen Jesu – des Armen und Schwachen annimmt!

 

Beginne den Tag nicht mit Seufzen, sondern mit einem Lied zur Ehre Gottes! Lass Himmel und Erde deinen Lobpreis hören. Singe dem Herrn Psalmen und Lobgesänge und geistliche Lieder – singe und spiele ihm in deinem Herzen. Sage Gott, dem Vater, Dank für alles! Er wird dein Trost und deine Freude sein. Dann wird es dir nicht an Trost mangeln, wenn du heute einem Trostbedürftigen begegnest.

 

Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!"

 

1.Sam.16,14-23; Lk.6,36.38; 2.Kor.1,3-5; Ps.69,1-5.11-21.31-37; 86,1-17; 2.Kor.1,24; Jh.7,37-39; Ps.41,1-4; Eph.5,19-20; Kol.3,16-17; 2.Kor.2,14

 
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