„Niemand ist gut als Gott allein!“  Lukas 18,19

 

So wie Gott ewig und allgegenwärtig ist, so ist er auch gut. Das Wesen Gottes ist voller Licht und Klarheit. In ihm gibt es keine Finsternis und keine Bosheit. Die Schrift betont unmissverständlich, dass unser Gott nicht versucht werden kann und uns Menschen nicht zum Bösen versucht. Einen Beweis hierfür finden wir im Buch Hiob: Es war nicht Gott, der das große Leid über Hiob brachte und ihn mit Krankheit schlug – der Teufel steckte dahinter. Der Herr hatte dem Versucher lediglich erlaubt, Hiob anzutasten. Gleichzeitig aber achtete Gott sorgsam darauf, dass der Widersacher die ihm gezogene Linie nicht überschritt.

Durch den Propheten Hesekiel erfahren wir, dass Gott kein Gefallen hat am Tod des Gottlosen – vielmehr will er, dass jedem geholfen wird. Diese Tatsache bestätigte auch der Apostel Paulus, denn er schrieb: „Welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

 

Es ist nicht Gott, der dich verklagt und auf dich einschlägt. Es ist der Böse, der dich in Versuchung führt und zu Fall bringen will. Dann aber, wenn du am Boden liegst, schlägt er auf dich ein! Er wollte auch die Jünger Jesu vernichten, denn der Herr ließ Petrus wissen: „Siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“

 

Unser Gott ist gut! Diese Wahrheit gilt es festzuhalten und zu bekennen.

 

Wenn wir Gott, unseren Vater, um Brot bitten, dann wird er uns keinen Stein anbieten. Suchen wir bei ihm Trost oder möchten seine Liebe erfahren, dann wird er uns geben, worum wir ihn bitten. Und wenn wir ihn mehr erkennen wollen und uns danach sehnen, dass sein Name in unserem Leben verherrlicht wird, so dürfen wir sicher sein, dass er Himmel und Erde bewegen wird, um unser Verlangen zu stillen. Nichts vermag uns von seiner Liebe zu trennen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges. Selbst wenn wir nicht treu sind, bleibt er doch treu – „er kann sich selbst nicht verleugnen“.

 

Gott ist gut! Diese Tatsache dürfen wir auch dann nicht infrage stellen, wenn wir durch ein dunkles Tal gehen. Wenn wir an dem Bekenntnis festhalten, dass Gott gut ist und für uns immer nur das Beste bereitet hat, dann wird auch ein dürres Tal zum Quellgrund werden, dann werden wir erkennen, dass er uns auch im Angesicht unserer Feinde immer einen Tisch bereitet hat.

 

So war es auch im Gefängnis zu Philippi: Paulus und Silas hatten in der Stadt das Evangelium verkündigt, waren dabei aber auf großen Widerstand gestoßen. Schließlich gab es einen Aufruhr, in dessen Folge ihnen die Kleider vom Leib gerissen wurden und man sie mit Ruten schlug. Danach warf man sie ins Gefängnis und gebot dem Kerkermeister, sie gut zu verwahren. Dort saßen sie nun, von Finsternis umgeben, die Füße in den Stock gezwängt, mit schmerzendem Rücken. Wieso waren sie hier gelandet? Was hatten sie falsch gemacht? Und überhaupt: Warum hatte sie Gott, der Herr, nicht vor der wütenden Volksmenge bewahrt? Wie sollte es nun weitergehen? Fragen, die uns sicherlich durch den Kopf gegangen wären.

Dennoch zweifelten Paulus und Silas nicht daran, dass Gott gut ist. Diese Sicht aber änderte alles, sodass sie um Mitternacht anfingen, Gott zu danken und seinen Namen zu erheben, nicht leise, sondern laut, sodass es alle Gefangenen hörten konnten. So etwas hatten die Mauern dieses Gefängnis noch nie gehört! Die Bibel berichtet uns: „Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie. Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Und sogleich öffneten sich alle Türen, und von allen fielen die Fesseln ab.“

So konnte sich Gott, der Herr, in jener Nacht nicht nur an seinen Dienern herrlich erweisen, er konnte sogar allen Gefangenen und dem Kerkermeister seine Macht offenbaren.

 

Wenn wir an dem Bekenntnis festhalten, dass Gott gut ist, dass er uns wunderbar führt und dabei keine Fehler macht, dann wird uns der Strom seiner Liebe auch in dunkelster Nacht und in der hintersten „Gefängniszelle“ erreichen können. Mehr noch, Gott, unser Vater, wird, wenn wir ihm vertrauen, vor unseren Augen eherne Riegel zerbrechen und verschlossene Türen öffnen.

 

„Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?“

Wer kann heute wider dich sein, wenn Gott für dich ist? Wer kann dich heute von seiner Liebe abschneiden, wenn du bekennst: „Mein Gott ist gut!“

Wenn du dieses Bekenntnis auch andere hören lässt, werden sich „Gefängnistüren“ öffnen. Dann werden Fesseln gesprengt!

 

1.Jh.1,5; Jak.1,13; Hiob 1,12; 2,6; Hes.18,23; 1.Tim.2,4; Lk.22,31-32; Mt.7,9-11; Röm.8,38-39; 2.Tim.2,13; Ps.23,4; Apg.16,16-26; Röm.8,28.31

 
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