19. - 20. Dezember

Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht gegen Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit …“ Epheser 6,10-14

 

Als Paulus an die Gläubigen in Ephesus schrieb, wollte er ihnen zuletzt auch klarmachen, wer ihre Gegner sind, wo sie sich versteckt halten und auf welche Weise sie angreifen. So erfahren wir, dass der Teufel voller Hinterlist ist, heimtückisch und verschlagen! Unser Widersacher ist aber auch mächtig und stark! Er und seine Engel sind die wahren Weltbeherrscher! Weiter wird uns gesagt, dass Satan in der Finsternis herrscht: Die Blindheit und Unwissenheit der Menschen sind sein Metier! Darüber hinaus sind unsere Gegner in himmlischen Örtern positioniert – sie greifen aus der unsichtbaren Welt an! Schließlich betonte der Apostel ausdrücklich, dass Fleisch und Blut gegen diese Mächte und Gewalten nichts ausrichten können. Menschliche Waffen, menschliche Klugheit, menschliche Schutzmaßnahmen, menschliche Stärke werden im Kampf gegen diese „bösen Geister“ wirkungslos bleiben.

 

„Aber die Schlange …“ – rastlos, ruhelos, immer aktiv und an keinem Ort auszusperren, versucht uns der Widersacher unablässig zu Fall zu bringen. Sogar in unserer Anbetungszeit greift er uns an, wie wir am Beispiel Kains und Abels erkennen können. Auch inmitten der Gemeinde sind wir nicht vor ihm sicher, schließlich sprach Petrus mit einem Gemeindeglied, als er Hananias fragte: „Warum hat der Satan dein Herz erfüllt?“

Wir können also erkennen, dass der „Dieb und Mörder“ immer versucht, uns von Gott, der Quelle des Lebens, abzuschneiden. Auch Jesus wurde vom Teufel versucht! An einem anderen Tag benutzte er Petrus, um Jesus davon abzuhalten, am Kreuz zu sterben, sodass der Herr sagen musste: „Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis“.

 

Als Menschen, die die Wahrheit Gottes erkannt haben, wissen wir, dass die Feindschaft zwischen Christus, „dem Samen der Frau“ und der Schlange, erst endet, wenn der große Verführer in den feurigen Pfuhl geworfen wird. Da dieser Tag noch nicht gekommen ist, ruft uns Jesus zu: „Der Teufel hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen“. Und Petrus schrieb: „Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge“.

 

Die gute Nachricht aber, die wir zu keiner Zeit vergessen dürfen, lautet: Wir können gegen die „Weltbeherrscher“ bestehen! Wir sollen sogar siegreich bleiben. Eines aber dürfen wir nicht tun – wir dürfen nicht passiv bleiben! Wir sollen Widerstand leisten! Wir sollen überwinden! Wir sollen das Feld behalten und nichts von dem verlieren, was wir von Christus erkannt und empfangen haben. Gibt es in dem Kampf, den wir Tag für Tag zu bestehen haben, eine bessere Nachricht?

 

Zuerst und vor allem dürfen wir zu keiner Zeit vergessen, dass wir in Christus sind und somit Teilhaber „seiner Stärke“. Wir sind nicht aufgerufen, eigene Stärke zu mobilisieren. Nein! Wir sind „stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke“!

Damit wir alle „feurigen Pfeile des Bösen auslöschen können“, gibt uns Gott eine Waffenrüstung – nicht irgendeine, sondern seine Waffenrüstung, mit der er selbst kämpft und streitet. Kann es für uns einen besseren Schutz geben? Doch auch hierbei wird deutlich, dass wir nicht passiv bleiben dürfen, denn wir werden aufgefordert, die Waffenrüstung Gottes zu ergreifen!

 

„So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit“.

 

Um in dem Herrn stark sein zu können und die Macht seiner Stärke zu erfahren, müssen wir uns mit Wahrheit umgürten! Ohne Wahrheit haben wir keine wirksame Waffe, keine Stärke!

Als Johannes davon sprach, dass das ewige Wort Gottes Fleisch wurde und zu uns kam, sagte er: „Wir sahen seine Herrlichkeit … voller Gnade und Wahrheit ... Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden!“

Wahrheit ist also Christus selbst, weshalb wir, wenn wir uns mit Wahrheit umgürten wollen, ihm unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken müssen. Nur in enger Gemeinschaft mit Jesus wird uns die Wahrheit offenbart, die uns im Kampf gegen die Mächte der Finsternis siegreich sein lässt.

Als Jesus davon sprach, wie wir zu seinen Jünger werden, sagte er: „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr in wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen!“

Du musst also die Worte bewahren, die dir Jesus zugesprochen hat! Bewege sie in deinem Herzen und sinne darüber nach! Mache sie zu deinem Gebet! Lass sie in deinen Lobpreis einfließen! Rede davon – am helllichten Tag und in dunkler Nacht! So und nur so umgürtest du dich mit Wahrheit!

 

Wahrheit ist auch, dass der Fürst dieser Welt keine Macht über Jesus hat. Wenn wir in Christus sind und bleiben, hat er auch keine Macht über uns, dann kann uns der Arge nicht antasten, denn der, der in uns lebt, ist größer und stärker als der, der in der Welt sein Unwesen treibt.

Wahrheit ist, dass „der Fürst dieser Welt gerichtet ist“, bald schon aus dem Himmel gestoßen wird, später ergriffen, gebunden, danach in den feurigen Pfuhl geworfen wird. Jesus hat uns Macht gegeben, unbeschadet auf Schlangen und Skorpione zu treten. Die Schrift sagt sogar, dass der Teufel von uns flieht, wenn wir ihm im Glauben widerstehen.

 

Ist heute ein böser Tag? Dann sei stark in dem Herrn! Ergreife die Waffenrüstung Gottes! Stehe fest und leiste Widerstand, indem du dich mit Wahrheit umgürtest! Überwinde so und behalte das Feld!

 

1.Mose 3,1; 4,3-5; Jh.10,10a; 8,44; Apg.5,3; Mt.4,3-10; 16,22-23; 1.Mose 3,15; Lk.22,32; 1.Petr.5,8; Jh.8,31-32+44; 14,6; 1,14+17; 14,30; 1.Jh.4,4; 5,18; Jh.16,11; Offb.12,8-9; 20,2+10; Lk.10,18-19; Jak.4,7

 
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