„Und Set zeugte auch einen Sohn und nannte ihn Enosch. Zu der Zeit fing man an, den Namen des Herrn anzurufen.“ 1.Mose 4,26
Die Bibel lässt uns wissen, dass Adam 130 Jahre alt war, als sein Sohn Set geboren wurde. Dessen Sohn Enosch wurde geboren, als Set 105 Jahre alt war.
Demnach war Adam 235 Jahre alt, als Enosch das Licht der Welt erblickte (1.Mose 5,3+6).
Das aber bedeutet, dass, seitdem der Mensch den Garten Eden verlassen hatte, viele Jahre vergangen waren, in denen niemand den Namen des Herrn angerufen hatte!
Uns wird berichtet, dass Kain „eine Stadt erbaute“, während andere „in Zelten wohnten und Vieh hielten“ (1.Mose 4,17-20).
Wir erfahren, dass es „Zither- und Flötenspieler“ gab und „Erz- und Eisenschmiede“ (1.Mose 4,21-22).
Während man Mauern erbaute, um vor Feinden Schutz zu suchen, schmiedeten andere Waffen, um sich verteidigen zu können!
Gleichzeitig versuchten Musikanten mit ihren Instrumenten für Unterhaltung und Frohsinn zu sorgen!
Von Lamech, einem Enkel Kains, lesen wir: „Lamech aber nahm zwei Frauen“. Daran lässt sich erkennen, dass Gottes Schöpfungsordnung (ein Mann – eine Frau) bereits in der vierten Generation der Menschheit ignoriert und verachtet wurde!
Von Lamech wird uns auch eine Gewalttat berichtet, denn er rühmte sich: „Einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule“ (1.Mose 4,23).
Er war es auch, der einen Racheschwur aussprach, denn er sagte: „Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal“ (1.Mose 4,23-24).
Wie anderes klang das, was Jesus zu Petrus sagte, als der IHN fragte: „Wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal?“
Der Herr sagte: „Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal“ (Mt.18,21-22).
Während einer 77 mal gerächt werden wollte, war ein andere bereit, 490 mal zu vergeben!
Daran lässt sich erkennen, wie weit sich die Menschheit von Gott entfernt hatte, als Enosch geboren wurde!
Und, was Bedeutung für die Menschen hatte: Wohnungsbau, Beschaffung von Nahrungsmitteln, Sicherheit und Machterhalt, Freizeitvergnügen.
Doch welche Gotteserfahrungen hatten die Menschen gemacht, seitdem Abel dem Herrn ein Opfer dargebracht hatte?
Es wird uns nur gesagt: „Zu der Zeit (als Enosch geboren wurde) fing man an, den Namen des Herrn anzurufen.“
Was hatte Menschen dazu veranlasst, etwas zu tun, das noch niemand zuvor getan hatte?
Der Name „Enosch“ bedeutet: „Mensch, schwach, hinfällig, sterblich – stöhnender Mann“.
Was also fühlten diejenigen, die anfing, den Namen des Herrn anzurufen?
Sie waren sich ihrer eigenen Schwachheit bewusst!
Sie erkannten, wie zerbrechlich und hinfällig sie waren!
Sie stöhnten im Bewusstsein ihrer Sterblichkeit!
Auch Paulus tat es, denn er schrieb: „Solange wir in dieser (leiblichen) Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert“ (2.Kor.5,4).
Den Gläubigen in Rom hatte der Apostel geschrieben: „Wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben“ (Röm.5,12).
„Tod“ beinhaltet Schwachheit und Kraftlosigkeit!
„Tod“ beinhaltet seelische Leiden, körperliche Krankheiten und Schmerzen!
Und weil die Bibel betont, dass dieser Tod, der durch die Sünde in die Welt gekommen war, zu allen Menschen „durchgedrungen“ war, kam eine Zeit, in der man sich seiner Schwachheit und Zerbrechlichkeit bewusst wurde!
Deshalb fingen man an, den Namen des Herrn anzurufen!
Menschen, die den Ewigen anriefen, spürten, dass sie dadurch innerlich gestärkt wurden!
Auch David bezeugte diese Tatsache, denn er sagte: „Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft“ (Ps.138,3).
Menschen wurden nicht nur innerlich gestärkt, wenn sie den Namen des Herrn anriefen: Sie waren sich auch der Gegenwart Gottes bewusst, denn Mose sagte: „Wo ist so ein herrliches Volk, dem ein Gott so nahe ist wie uns der Herr, unser Gott, sooft wir IHN anrufen“ (5.Mose 4,7).
Auch diese Erfahrung bezeugte David, denn er sagte: „Der Herr ist nahe allen, die IHN anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen“ (Ps.145,18).
Was sollen wir tun, wenn wir Gottes Hilfe erfahren wollen?
ER sagt: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen“ (Ps.50,15).
Zur Zeit Enoschs fingen Menschen an, den Namen des Ewigen anzurufen, weil sie sich ihrer Schwachheit und Zerbrechlichkeit bewusst waren!
Gleichzeitig war es Gott, der dieses Verlangen im Herzen des Menschen weckte, weil ER wollte, dass jeder, der sich seiner Sterblichkeit bewusst wurde, auch SEINE stärkende Gegenwart erfahren sollte!
Wir können also sagen, dass unser Gott zu allen Zeiten darauf gewartet hat, dass Menschen SEINEN Namen anrufen!
Wie ist es heute?
Was sollst du tun, wenn du in Not bist?
Du sollst den Namen des Herrn anrufen!
Was sollst du tun, wenn du erkennst, dass du ein zerbrechliches Gefäß bist?
Du sollst den Namen des Herrn anrufen!
Was sollst du tun, wenn du dich nach der tröstenden Gegenwart deines Erlösers sehnst?
Du sollst den Namen des Herrn anrufen!
Was sollst du tun, wenn dir deine Schwachheit und Unzulänglichkeit vor Augen steht?
Du sollst den Namen des Herrn anrufen!
Als ein lahmer Bettler plötzlich umherlief, vor Freude sprang und Gott laut dankte, kamen viele herzu, um das Wunder zu bestaunen!
Doch Petrus rief der staunenden Menge zu: „Ihr Männer von Israel, was wundert ihr euch darüber oder was seht ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann? … Durch den Glauben an SEINEN Namen hat SEIN Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht, und der Glaube, der durch IHN gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euren Augen“ (Apg.3,1-16).
Wodurch war der lahme Bettler geheilt worden?
Durch den Glauben an den Namen Jesu Christi!
Wer hatte ihn „stark gemacht“, damit er aufstehen, gehen und herumspringen konnte?
Der Name Jesu Christi!
Wir können erkennen, wie machtvoll der Namen Jesu Christi ist!
An welche Verheißung erinnerte Petrus seine Zuhörer, als er an Pfingsten das Wort ergriff?
Er zitierte den Propheten Joel, der gesagt hatte: „Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden“ (Apg.2,21).
Diese Wahrheit bestätigte auch Paulus in seinem Brief an die Gläubigen in Rom, denn er schrieb ihnen: „Es ist hier kein Unterscheid zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die IHN anrufen. Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden“ (Röm.10,12-13).
Das war es, was auch die ersten Christen taten, denn Paulus schrieb an die Gläubigen in Korinth: „An die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns“ (1.Kor.1,2).
Warum rufen wir den Namen des Herrn täglich an – an jedem Ort?
Die Antwort lautet: „Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden“ (Apg.4,12).
Gott hat dir und mir einen Namen gegeben – den Namen Jesu Christi!
In diesem Namen enthalten ist das Heil Gottes!
Wer diesen Namen anruft, wird glückselig!
Bedenke, wessen Namen du anrufst!
Der, dessen Namen du anrufst, ist der Befreier von der Macht der Sünde und des Todes!
Das aber bedeutet, dass, wenn du diesen Namen anrufst, die Macht der Sünde und des Todes gebrochen wird!
Der, dessen Namen du anrufst, ist „zum Geist geworden, der lebendig macht“ (1.Kor.15,45b).
Das aber bedeutet, dass du Leben empfängst, wenn du den Namen Jesu anrufst!
Der, dessen Namen du anrufst, hat die Welt überwunden (Jh.16,33).
Das aber bedeutet, dass du alles Negative hinter dir lässt, sobald du SEINEN Namen anrufst!
Der, dessen Namen du anrufst, ist der Heilige und Gerechte, der Fürst des Lebens (Apg.3,14-15)
Das aber bedeutet, dass du Heiligkeit und Gerechtigkeit anziehst, sobald du den Namen Jesu anrufst!
Der, dessen Namen du anrufst, ist der König aller Könige (Offb.19,16).
Das aber bedeutet, dass du SEINE Herrschaft berührst, sobald du SEINEN Namen anrufst!
Der, dessen Namen du anrufst, ist der, auf dem „das Wohlgefallen Gottes“ ruht (Mt.3,17).
Das aber bedeutet, dass Gottes Wohlgefallen auf dir ruht, sobald du den Namen Jesu anrufst!
Der, dessen Namen du anrufst, ist „der Erbe“ Gottes, des Vaters (Hebr.1,2).
Das aber bedeutet, dass du an diesem Erbe Anteil hast, sobald du den Namen Jesu anrufst!
Der Name, den du anrufst, ist der Name, „der über alle Namen ist“ (Phil.2,9-10).
Das aber bedeutet, dass du mit Flügeln des Adlers auffährst, sobald du den Namen Jesu Christi anrufst!
Der Name Jesu lässt die Hölle erzittern, denn es ist der Name des Siegers über alle „Mächte und Gewalten“ (Kol.2,15).
Der Name Jesu, den du anrufst, wurde dir „gegeben“, damit du „das Heil“ Gottes empfangen und „glückselig“ werden kannst (Apg.4,12).
Der Name, den du anrufst, ist die „ausgeschüttete Salbe“, die jede Wunden heilen kann (Hohelied 1,3), und das „Freudenöl“, mit dem der Christus Gottes gesalbt worden ist (Ps.45,8).
Rufe den Namen Jesu an, wenn du dich deiner Schwachheit und Zerbrechlichkeit bewusst bist!
Rufe SEINEN Namen an, wenn du mühselig und beladen bist!
Rufe den Namen Jesu an, wenn du dich nach der liebevollen Gegenwart Jesu sehnst!
Rufe SEINEN Namen an, wenn du versagt hast und deine Seele betrübt ist!
Paulus schrieb: „Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die IHN anrufen“ (Röm.10,12).
Wir alle wissen und glauben, dass über uns allen derselbe Herr ist!
Doch wer hat Anteil an SEINEM Reichtum? Wer trinkt lebendiges Wasser und wird erquickt?
Der, der SEINEN Namen anruft!
Rufe den Namen Jesu an, „an jedem Ort“.
Rufe IHN „ernstlich“ an – mit ganzem Herzen, ganzer Seele und mit all deiner Kraft!
„Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen. Und ihr werdet sagen zu der Zeit: Danket dem Herrn, ruft an SEINEN Namen! Macht kund sein Tun unter den Völkern. Verkündigt, wie SEIN Name so hoch ist“ (Jes.12,3-4).