„Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt (Zeitalter) gemacht hat“ (Hebr.1,1-2).

Unser Gott hat in vergangener Zeit geredet und sich kundgetan –– vielfach und auf vielerlei Weise!

„Zu uns“ – hier und heute – redet Gott in seinem Sohn!

Die Tage, in denen unser Gott in und durch seinen Sohn zu uns redet, sind gemäß seinem Zeitplan „die letzten Tage“!

Wir erleben die letzten Tage der Weltgeschichte!

Unzählige Gläubige vor uns konnten nicht erlangen, was Gott für uns vorgesehen hat!

„Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden“ (Hebr.11,39-40).

Was liegt vor uns?

„Etwas Besseres“!

„Sie sollten nicht ohne uns vollendet werden“!

Vor uns liegt das Zeitalter der Vollendung!

Schon in dieser Nacht kann unser Herr wiederkommen, denn er hat gesagt: „So wacht nun; denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen, damit er euch nicht schlafend finde, wenn er plötzlich kommt. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet“ (Mk.13,35-37).

Wenn unser Herr „mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Mt.24,30) erscheinen wird, wird ein neues Zeitalter anbrechen: Das Zeitalter des tausendjährigen Reiches!

Die „letzten Tage“, die wir erleben, sind Tage der Gnade, die es zu nutzen gilt, denn Gottes Wort ermahnt uns: „Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. Denn er spricht (Jesaja 49,8): »Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.« Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils“ (2.Kor.6,1-2).

Schon vor zweitausend Jahren sprach Petrus davon, dass Zweifler auftreten und die Wiederkunft Jesu Christi infrage stellen werden, denn er schrieb: „Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist“ (2.Petr.3,3-4).

Zu diesen Spöttern gehören wir nicht!

Petrus sagte weiter: „Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb“ (2.Petr.3,8-10a).

Gott hat vorzeiten geredet – zu den Vätern durch die Propheten: Vergangenheit!

Heute, in diesen letzten Tagen, redet er zu uns in und durch seinen Sohn: Gegenwart!

IHN hat er zum Erben über alles eingesetzt: Zukunft!

Dass unser Gott und Vater seinen Sohn zum Erben „über alles“ eingesetzt hat und IHM „alles“ unter die Füße getan hat, ist im Himmel uneingeschränkte Wirklichkeit!

Doch auf der Erde ist diese Tatsache nicht erkennbar!

Deshalb sagt der Schreiber des Hebräerbriefs: Alles hast du unter seine Füße getan. Wenn er ihm alles unter die Füße getan hat, so ist nichts ausgenommen, was ihm nicht untertan wäre. Jetzt aber sehen wir es nicht, dass ihm alles untertan ist (Hebr.2,8).

Deshalb, weil wir auf dieser Erde noch nicht sehen können, dass Jesus Christus alles untertan ist, beten wir bis zu dieser Stunde: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden(Mt.6,10-11).

Wir beten, dass Gottes Reich, das Friedensreich Christi, auf dieser Erde Wirklichkeit wird, wie es im Himmel Wirklichkeit ist!

Wir beten, dass Gottes Wille auf dieser Erde geschieht, wie ER im Himmel geschieht!

Wir beten, dass der Name Jesu Christi auf dieser Erde verherrlicht und gepriesen wird, wie ER im Himmel herrlich ist und gepriesen wird!

Jesus klagte die Stadt an, in deren Mauern viele Propheten den Tod gefunden hatten und sagte: „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten, die zu dir gesandt sind“ (Mt.23,37).

Zuletzt sandte Gott seinen eigenen Sohn!

Davon sprach Jesus, als er sagte: „Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter darin und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes. Als nun die Zeit der Früchte herbeikam, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, damit sie seine Früchte empfingen. Da nahmen die Weingärtner seine Knechte: Den einen schlugen sie, den zweiten töteten sie, den dritten steinigten sie. Abermals sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten mit ihnen dasselbe. Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen und sagte sich: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen“ (Mt.21,33-37).

So kam es, dass Gottes Sohn „Fleisch wurde und unter uns wohnte“ (Jh.1,14).

„Die Menschenliebe und Freundlichkeit Gottes erschien allen Menschen“ (Tit.3,4).

Alle konnten sehen, hören und erkennen, wer Gott ist, wie ER ist und was ER uns sagen will.

Gott, der Vater, legte seine Worte in den Mund Jesu und sagte: „Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören“ (Mk.9,7).

Von dieser Wahrheit wird uns im Hebräerbrief berichtet: Gottes letztes, vollkommenes Sprechen erreicht uns durch seinen Sohn und in seinem Sohn!

Getrennt von Christus redet Gott nicht zu uns!

Wer Gottes Sprechen empfangen will, der muss zu Christus kommen.

„Sein Name ist das Wort Gottes“ (Offb.19,13).

Noch einmal betont der Schreiber des Hebräerbriefs die Wichtigkeit, das Reden des Sohnes Gottes zu beachten, denn er sagt: „Seht zu, dass ihr den nicht abweist, der da redet. Denn wenn jene nicht entronnen sind, die den abwiesen, der auf Erden redete, wie viel weniger werden wir entrinnen, wenn wir den abweisen, der vom Himmel her redet (Hebr.12,25).

Einst war es Mose, der auf der Erde den Willen Gottes verkündete!

Heute ist es der Sohn Gottes, der aus dem Himmlischen zu uns spricht!

Sein Wort nicht zu achten, bedeutet, IHN abzuweisen!

„Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles“ (Hebr.1,1-2).

Heute und zukünftig ist Gottes Sohn der Erbe, der alles erben wird, was Gottes ist und hat!

Auch davon hatte Jesus gesprochen als er in seinem Gleichnis sagte: „Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie zueinander: Das ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbe an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn (Mt.21,38-39).

Seinen Jüngern hatte Jesus bezeugt: Alles, was der Vater hat, das ist mein (Jh.16,15).

Als Gott den Menschen schuf, schuf er ihn in seinem Bild!

Danach übertrug er ihm die Herrschaft über alles, was ER erschaffen hatte!

Wir lesen: „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht“ (1.Mose 1,26).

Wir wissen, dass dieser erhabene Plan Gottes zunichte gemacht wurde, als der Mensch Gottes Gebot missachtete und die Sünde und der Tod Eingang in seinem Herzen fanden.

Fortan war der Mensch, der über die ganze Erde herrschen sollte, selbst zum Beherrschten geworden!

Bereits der Sohn Adams war unfähig, seinen Zorn zu beherrschen, obwohl ihn Gott gewarnt hatte: „Die Sünde lauert vor deiner Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie (1.Mose 4,7).

Was antwortete Jesus denen, die von sich behaupteten: „Wir sind Abrahams Kinder und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst du dann: Ihr sollt frei werden“?

Er sagte: „Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht“ (Jh.8,33-34).

Der Mensch, der über die ganze Erde herrschen sollte, ist zum Sklaven seiner eigenen Begierden geworden!

Er wurde zum Sklaven seiner Emotionen, seines Zorns, seiner Launen und Stimmungen!

Er wurde zum Sklaven seiner Ängste!

Er wurde zum Sklaven seiner Zunge, denn wir lesen: „Jede Art von Tieren und Vögeln und Schlangen und Seetieren wird gezähmt und ist gezähmt vom Menschen, aber die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel, voll tödlichen Gifts“ (Jak.3,7-8).

Und bis zum heutigen Tag hätte sich daran nichts geändert, wäre Jesus nicht auf diese Erde gekommen, um uns aus dieser Sklaverei zu befreien!

ER verheißt uns: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei“ (Jh.8,36).

Doch Jesus hat uns nicht nur von der Macht der Sünde und des Todes befreit!

Er hat uns, seine Erlösten, zu Miterben gemacht, denn Gottes Wort sagt: „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi (Röm.8,16-17).

Wenn Gottes Wort also sagt, dass der Sohn zum Erben über alles eingesetzt wurde, dann bedeutet das, dass wir mit IHM erben werden, was ER ererbt hat und ererben wird!

Alles, was dem Menschensohn gegeben wurde und was ER ererbt hat, wird ER mit uns, seinen Erlösten, teilen!

Wenn gesagt wird: „ER ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name“, dann sind wir Teilhaber dieses Erbes!

Wenn ER erscheinen wird und wir mit IHM, wird Sein Name an unserer Stirn geschrieben steht!

Von den „Erstlingen Gottes und des Lammes“, die „von der Erde erkauft“ wurden, heißt es: „die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn“ (Offb.14,1).

„Und seine Knechte werden IHM dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein“ (Offb.22,4).

Alles, was Jesus Christus unter die Füße getan wurde, wird auch unter unseren Füßen sein!

Jesus sagte: „Siehe, ich habe euch (Voll-)Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden“ (Lk.10,19).

Als Miterben Christi können wir den Satan heute schon unter unsere Füße treten, denn Gottes Wort sagt: „Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze“ (Röm.16,20).

Als Miterben Christi wird Gott uns alles erstattet, was wir in Adam verloren haben!

Uns, die wir in Adam die Herrschaft über die ganze Erde verloren hatten, wird sie in Christus wiedergegeben werden!

Diese unfassbare Tatsache bezeugt der Schreiber des Hebräerbriefs, wenn er sagt: „Denn nicht den Engeln hat er untertan gemacht die zukünftige Welt, von der wir reden. Es bezeugt aber einer an einer Stelle und spricht (Psalm 8,5-7): »Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du auf ihn achtest? Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt; alles hast du unter seine Füße getan.« Wenn er ihm alles unter die Füße getan hat, so hat er nichts ausgenommen, was ihm nicht untertan wäre. Jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles untertan ist“ (Hebr.2,5-8).

David, der dieses Psalmlied sang, redete also nicht nur von Jesus, dem wunderbaren Menschensohn.

Er redete auch von dir und mir!

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du auf ihn achtest?“

Unser Gott und Vater denkt nicht nur an uns – ER kümmert sich auch um uns!

ER achtet auf uns!

Jeden Schritt, den wir tun, sieht ER!

Jedes Wort, das wir sagen, kennt ER!

ER nimmt sich unserer an!

Und obwohl wir heute in Niedrigkeit leben, werden wir, wenn unser Herr erscheint, „mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt“!

Wir, die wir in Adam in den Staub getreten waren, wir werden, wenn Christus „alles untertan sein wird“, mit IHM zur Herrlichkeit erhoben“ (Röm.8,17).

„Die Heiligen“ werden, wie Paulus den Korinthern schrieb, „die Welt und die Engel richten“ (2.Kor.6,2-3)

Wir werden mit Christus herrschen – auf dieser Erde – im Frieden und mit Gerechtigkeit – zur Ehre und zum Lob unseres Königs!

„Wer überwindet und meine Werke bewahrt bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Völker(Offb.2,26).

Wir werden sitzen, wo Christus sitzt, denn er hat verheißen: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen(Offb.3,21).

„Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt (Zeitalter) gemacht hat(Hebr.1,1-2).

Es war der Sohn, durch den der Vater alles erschuf!

Diese Tatsache hatte Paulus auch in seinem Brief an die Kolosser bekräftigt, denn er schrieb: In IHM (dem geliebten Sohn des Vaters) ist alles erschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch IHN und zu IHM geschaffen. Und er ist vor allem und es besteht alles in IHM(Kol.1,16-17).

Wir erkennen, dass alles, was geschaffen worden ist, durch Gottes Sohn ins Dasein kam: Es sei im Himmel oder auf der Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare!

Kein Thron, keine Herrschaft, keine Macht oder Gewalt ist ohne IHN entstanden!

In allem, was war und ist, war und ist Gottes Sohn der Mitwirkende!

Immer hieß es: „Lasset uns …. Menschen machen … Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner(1.Mose 1,26; 3,22).

In allem, was geschaffen wurde, war und ist Gottes Sohn immer auch das Ziel gewesen!

Alles ist zu IHM hin geschaffen!

Gottes Sohn ist zugleich auch der Erhalter dessen, was war, ist und sein wird!

Er trägt alle Dinge und alles besteht in IHM!

Du und ich: Wir tragen unser Schicksal nicht selbst!

Wir werden getragen und gehalten – von Christus!

Du und ich: Wir bestehen in IHM!

Der Sohn Gottes und der Menschensohn sind einer!

Die göttliche Natur Jesu Christi ist untrennbar mit seiner menschlichen Natur verwoben!

In Jesus Christus ist Gott und Mensch eins geworden!

Während Gottes Sohn der Abglanz der Herrlichkeit Gottes und das Ebenbild seines unsichtbares Wesens ist, war es der Menschensohn, der die Reinigung von den Sünden vollbracht hat.

Während durch den Sohn Gottes die Welt gemacht wurde, wurde der Menschensohn zum Erben über alles eingesetzt.

Während der Thron des Sohnes Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit fest steht, war der Menschensohn eine kleine Weile niedriger als die Engel.

Danach „hat er sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe“ (Hebr.1,3).

Während Gottes Sohn am Anfang die Erde gegründet hat und die Himmel das Werk seiner Hände Werk sind, werden dem Menschensohn alle Feinde zum Schemel seiner Füße gemacht!

Während Gottes Sohn mit seinem kräftigen Wort alle Dinge trägt, wurde der Menschensohn, weil er die Gerechtigkeit liebte und die Ungerechtigkeit hasste, mit Freudenöl gesalbt – wie keiner seiner Mitgenossen.

Während Gottes Sohn ewig ist, ewig bleibt und seine Jahre nie aufhören, hat der Menschensohn einen Namen ererbt, der höher ist als alle anderen Namen.

Während dem Gottessohn schon vor Anbeginn der Zeiten durch seine Engel Ehre und Anbetung zuteil wurde, wurde der Menschensohn mit Preis und Ehre gekrönt, nachdem er in seine Herrlichkeit eingegangen war.

Was heute im Himmel Wirklichkeit ist, wird, wenn unser Herr sein Reich einnehmen wird, auch auf dieser Erde Wirklichkeit werden: „In dem Namen Jesu werden sich alle Knie beugen, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind“.

Dann wird jede Zunge bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters“ (Phil.2,10-11).

Davon redete auch der Schreiber des Hebräerbriefs, denn er sagte: „Und wenn er den Erstgeborenen wiederum einführt in die Welt, spricht er (Ps.97,7): Und es sollen IHN alle Engel Gottes anbeten“ (Hebr.1,6).

Psalm 97 beschreibt also die Herrlichkeit des Königs, wenn er das Erdreich eingenommen haben wird!

„Der Herr ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, soviel ihrer sind … Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit, und seine Herrlichkeit sehen alle Völker … Denn du, Herr, bist der Höchste über allen Landen, du bist hoch erhöht über alle Götter“ (Ps.97,1+6+9).

Als Jesus geboren wurde, wurde ein Kind geboren, das vom Heiligen Geist gezeugt worden war.

Gottes Sohn aber, der uns in diesem Kind gegeben wurde, war nicht geboren worden.

Er war immer Gottes Sohn gewesen!

Deshalb sagt die Schrift: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens“ (Jes.9,5-6 Elberfeld).

Jesaja war es, der den Gottessohn 700 Jahre vor dessen Menschwerdung „auf einem hohen und erhabenen Thron sitzen“ sah (Jes.6,1; Jh.12,41).

Als Menschensohn aber wurde ihm der Thron seines Vaters David zuteil, denn die Schrift sagt weiter: „Auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem ganzen Königreich“ (Jes.9,6).

Das Buch der Offenbarung nennt Jesus Christus „die Wurzel Davids“ (Offb.5,5).

Als Menschensohn ist ER der Spross aus dem Stamme Isais, von dem geweissagt wurde: „Es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN“ (Jes.11,1-2).

Jesus stellte den Schriftgelehrter eine Frage, auf die sie keine Antwort wussten: „Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sprachen zu ihm: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie kann ihn dann David durch den Geist »Herr«, wenn er sagt (Psalm 110,1): »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege«? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten“ (Mt.22,42-46).

Der, der bei seinem ersten Kommen in diese Welt der einzig Sohn Gottes war, wurde in seiner Auferstehung ein weiteres Mal gezeugt und dabei zum Erstgeborenen unter vielen Brüdern!

Diese Tatsache offenbarte uns der Apostel Paulus, denn der sagte: „Wir verkündigen euch die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte; wie denn im zweiten Psalm geschrieben steht (Psalm 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“ (Apg.13,32-33).

Vor seinem Tod und seiner Auferstehung war Jesus der einziggeborene Sohn, denn wir lesen: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Einzigen (griech. monogenes; d. h. einzig in seiner Art; einziggeboren) vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Jh.1,14 Elberfeld).

Nach seiner Auferstehung wurde Jesus Christus zum „Erstgeborenen unter vielen Brüdern“!

Während der Tod Jesu das Ende der alten Schöpfung war, war seine Auferstehung die Geburt einer neuen Schöpfung!

Hier ist Jesus der Erstgeborene, und wir sind seine vielen Brüder!

Von uns, den vielen Brüdern, redete der Apostel auch, als er schrieb: „Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern (Röm.8,29).

Vor seiner Auferstehung hatte Jesus seine Jünger nicht Brüder genannt – weil sie es nicht waren!

Doch dann, am Morgen seiner Auferstehung, sagte er zu Maria von Magdala: „Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott“ (Jh.20,17).

Am diesem Morgen war Jesus nicht mehr der einziggeborene Sohn Gottes!

ER war zum Erstgeborenen unter vielen Brüdern geworden!

Sein Vater war zu unserem Vater geworden!

Der Schreiber des Hebräerbriefs lässt uns wissen, was der erstgeborene Sohn heute tut, um seine Brüder im Glauben voranzubringen:

Nachdem ER „durch Gottes Gnade für uns alle den Tod geschmeckt hat“, führt ER nun „viele Söhne zur Herrlichkeit“.

Jesus hat verlorene Sünder zu Söhnen Gottes gemacht!

ER hat sie gereinigt!

Er hat sie gerecht gemacht!

Er hat sie herrlich gemacht!

Jetzt lautet Gottes Urteil: „Weil sie alle von einem kommen, beide, der heiligt und die geheiligt werden, darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen und spricht (Ps.22,23). Ich will deinen Namen verkündigen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen“ (Hebr.2,11-12).

Welch unfassbare Wahrheit: Wir, die wir zuvor von Adam kamen und so vieles an uns haftete, das beschämend war, wir kommen nun von dem, von dem auch der Erstgeborene Sohn Gottes kommt!

Wir kommen von Gott!

Indem Gott „den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gegeben hat“, hat ER uns zu seinen Kindern gemacht!

Deshalb dürfen wir IHN jetzt, wie sein erstgeborener Sohn, „Abba, lieber Vater“, rufen (Gal.4,6).

Jesus schämt sich nicht, uns Brüder zu nennen!

Dabei gäbe es Vieles, wofür ER sich schämen könnte!

Wir versagen! Wir enttäuschen IHN!

Wir weichen zurück! Wir verleugnen IHN!

Und doch schämt sich Jesus unserer Schwachheit nicht!

Obwohl Jesus wusste, dass Petrus ihn dreimal verleugnen würde, schämte er sich seinetwegen nicht.

Im Gegenteil: ER betete für seinen Jünger und stärkte dessen Glauben!

Jesus sah sogar den Tag kommen, an dem sich Petrus „bekehren“ – seinen Sinn ändern – und seine Brüder stärken würde (Lk.22,32).

Jesus schämt sich nicht, uns Brüder zu nennen, weil wir dasselbe Leben besitzen, das in IHM wohnt!

So wie ER, sind auch wir „vom Tod zum Leben hindurchgedrungen“ (Jh.5,24).

So wie ER, werden auch wir „in einem Augenblick verwandelt werden“ (1.Kor.15,52).

Wie wir das Bild des irdischen Menschen getragen haben, so werden wir das Bild des himmlischen Menschen tragen (1.Kor.15,49).

Wir alle kommen von einem: Der wunderbare Menschensohn, der heiligt, und wir, die vielen Söhne Gottes, die geheiligt werden!

Weil Jesus diese Tatsache niemals aus den Augen verliert, nie vergisst, nie übersieht, schämt ER sich unsertwegen nicht!

„… darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen und spricht (Ps.22,23). Ich will deinen Namen verkündigen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen. Und wiederum (Jesaja 8,17): »Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen«; und wiederum (Jesaja 8,18): »Siehe da, ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat“ (Hebr.2,11-13).

Was tut der Erstgeborene Sohn Gottes in unserer Mitte?

ER ist unser himmlischer Lobpreisleiter!

Wenn wir uns versammeln, will er unseren Lobgesang anführen!

Dies zu erkennen, ändert unser Singen!

Wenn wir zusammenkommen, singen wir nicht nur einige Lieder, um danach einer Predigt zu lauschen!

Jesus, unser erstgeborener Bruder, ist in unserer Mitte!

ER will uns anführen!

ER will uns zum Vater bringen!

„Vater, hier bin ich und die Kinder, die du mir gegeben hast!“

Vater, genieße das Lob und die Danksagung deiner Kinder, die du „aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, gezogen“ und „auf einen Felsen“ gestellt hast (Ps.40,3-4).

Vater, genieße das Lob und die Danksagung deiner Kinder, die du zu einer neuen Schöpfung gemacht hast!

Vater, sie lobpreisen dich für Deine unfassbar große Liebe, die du ihnen bewiesen hast!

Vater, sie danken dir, dass du ihnen alle Sünden vergeben, sie gerecht und herrlich gemacht hast!

Vater, sie danken dir dafür, dass du ihr Vater geworden bist und sie dein ewiges Leben besitzen!

Vater, sie vertrauen dir, dass du ihnen Brot und keinen Stein geben wirst!

 
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