„Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit. So ist Jesus Bürge eines viel besseren Bundes geworden“ (Hebr.7,21-22).

„Nun aber hat ER ein höheres Amt empfangen, wie ER ja auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der auf besseren Verheißungen gegründet ist. Denn wenn der erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen anderen gesucht. Denn Gott tadelt sie und sagt (Jeremia 31,31-34): »Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr. Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und es wird niemand seinen Mitbürger lehren noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle kennen von dem Kleinsten an bis zu dem Größten. Denn ich will gnädig sein ihren Missetaten, und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken.« Indem er sagt: »einen neuen Bund«, hat er den ersten zu einem alten gemacht. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist seinem Ende nahe“ (Hebr.8,6-13).

Wenn Jesus „Bürge und Mittler eines viel besseren Bundes“ geworden ist, dann müssen wir uns Zeit nehmen, diesen Bund kennenzulernen!

Uns wird gesagt, dass der erste Bund, den Gott mit seinem Volk auf dem Berg Sinai geschlossen hat, nicht untadelig war, denn von den Israeliten wird uns gesagt: „Gott tadelte sie“!

Deshalb musste „Raum gesucht werden“, um einen anderen Bund einzusetzen!

Nachdem Jeremia Gottes Verheißung empfangen hatte, vergingen 600 Jahre, bis sie erfüllt wurde!

Die Zeit musste erfüllt werden!

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen“ (Gal.4,4-5).

Was war es, das Gott zu tadeln hatte?

Hatte sich sein Bund als fehlerhaft erwiesen?

Keineswegs!

Gottes Gesetz, das ER seinem Volk gegeben hatte, „war heilig, gerecht und gut“ (Röm.7,12).

Das Problem war bei Gottes Bündnispartnern zu suchen!

Sie waren nicht heilig, gerecht und gut!

Sie wurden dem Bund, den Gott mit ihnen geschlossen hatten, untreu!

„Sie sind nicht geblieben in meinem Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen“.

Nachdem Gott seinem Volk seine Gebote und Satzungen verkündigt hatte, sagte er: „Nach meinen Rechten sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt; ich bin der Herr, euer Gott. Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben; ich bin der Herr“ (3.Mose 18,4-5).

Es waren diese Worte, die Paulus zitierte, um die Gerechtigkeit zu beschreiben, die durch das Gesetz kommt: „Mose nämlich schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt (3.Mose 18,5): Der Mensch, der das tut, wird dadurch leben“ (Röm.10,5).

Auch an die Galater schrieb er: „Denn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben (5.Mose 27,26): Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er’s tue! Dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird aus Glauben leben (Habak.2,4). Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern der Mensch der es tut, wird dadurch leben (3.Mose 18,5) (Gal.3,11-12).

Gottes Segnungen waren den Israeliten nur so lange garantiert, wie sie ihrem Gott die Treue hielten und taten, was Er ihnen geboten hatte.

Wer nicht in allem blieb, was gesagt worden war, verlor seinen Anspruch auf Gottes Segnungen!

Mose ließ Gottes Volk unmissverständlich wissen, wann sie gesegnet sein würden und wann Gottes Fluch über sie kommen würde, denn er sagte: „Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des Herrn, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorsam werdet den Geboten des Herrn, eures Gottes, und abweicht von dem Wege, den ich euch heute gebiete, dass ihr andern Göttern nachwandelt“ (5.Mose 11,26-28).

Im alten Bund galt:

Segen, wenn ihr gehorcht!

Fluch, wenn ihr nicht gehorsam werdet!

Weil Israel seinen Geboten nicht gehorsam war, konnte Gott sagen: „Sie sie sind nicht geblieben in meinem Bund!“

Noch bevor die Isareliten die Tafeln des Bundes empfangen hatten, hatten sie Gottes Bund übertreten!

Jahre später fasste Mose die Ereignisse zusammen und sagte: „Denke daran und vergiss nicht, wie du den Herrn, deinen Gott, erzürntest in der Wüste. Von dem Tag an, als du aus Ägyptenland zogst, bis ihr gekommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem Herrn. Denn am Horeb erzürntet ihr den Herrn, so dass er vor Zorn euch vertilgen wollte, als ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der Herr mit euch schloss … und nach den vierzig Tagen und vierzig Nächten gab mir der Herr die zwei steinernen Tafeln des Bundes und sprach zu mir: mache dich auf, geh eilends hinab von hier; denn dein Volk, das du aus Ägypten geführt hast, hat sich versündigt. Sie sind schnell abgewichen von dem Wege, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht. Und der Herr sprach zu mir: Ich sehe, dass dies Volk ein halsstarriges Volk ist. Lass ab von mir, damit ich sie vertilge“ (5.Mose 9,7-14).

Was tat Aaron, der Mann, den Gott zum Priester hatte weihen lassen (2.Mose 29,4-9)?

Uns wird berichtet: „Als aber das Volk sah, dass Mose ausblieb und nicht wieder von dem Berge zurückkam, sammelte es sich gegen Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns einen Gott, die vor uns hergehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Ägyptenland geführt hat. Aaron sprach zu ihnen: Reißt ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter und bringt sie zu mir. Da riss alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron. Und er nahm sie von ihren Händen und formte das Gold und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben! Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest“ (2.Mose 32,1-5).

Später sagte Mose: „Auch war der Herr sehr zornig über Aaron, sodass er ihn vertilgen wollte; aber ich bat für Aaron zur selben Zeit“ (5.Mose 9,20).

Wir wissen, dass wir keine besseren Menschen sind!

Sind wir stark genug, zu widerstehen, wenn die Volksmenge um ein gegossenes Kalb tanzt?

Damit aber wäre für uns ein himmlisches Erbe unerreichbar!

Was hat unser Gott getan, um uns aus dieser Verlorenheit zu befreien?

ER gab uns eine Verheißung, die herrlicher nicht sein konnte und sagte: „Ich will … einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen … Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben…“ (Hebr.8,8-10).

Der alte Bund war auf Bedingungen gegründet, die zu erfüllen waren!

Den Israeliten wurde gesagt:Werdet ihr nunso will ich euch Regen geben … Frühregen und Spätregen … will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, dass ihr esset und satt werdet … Alles Land, darauf eure Fußsohle tritt, soll euer sein … Niemand wird euch widerstehen können“ (5.Mose 11,13-15.24-25).

Nun aber, im Neuen Bund, gibt es keine Bedingungen, die wir erfüllen müssen!

Die Verheißung im alten Bund lautete:Werdet ihr meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern“ (2.Mose 19,5).

Die Verheißung im neuen Bund lautet: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun“ (Hebr.36,26-27).

„Das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und es wird niemand seinen Mitbürger lehren noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle kennen von dem Kleinsten an bis zu dem Größten. Denn ich will gnädig sein ihren Missetaten, und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken“.

Im neuen Bund sagt Gott nicht mehr: „Werdet ihr …“

ER sagt: Ich will!

ER sagt nicht: Wenn ihr mich von ganzem Herzen und mit all eurer Kraft liebten werdet, werde ich euch segnen und Gutes tun!

Im neuen Bund sagt Gott: Ich will euch zeigen, wie sehr ich euch liebe, indem ich meinen eigenen Sohn für euch hingeben werde!

Ich will euch ein neues Herz geben!

Ich will meinen Geist in euch geben!

Ich will mein Gesetz in euren Sinn und in euer Herz schreiben!

Ich will Menschen aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und danach tun!

Ich will gnädig sein eurer Ungerechtigkeit!

Ich will eurer Sünden nicht mehr gedenken!

Ihr sollt mich alle erkennen, vom Kleinsten bis zum Größten!

Das Gesetz, das einst in Stein geschrieben worden war, wurde „verändert“ (Hebr.7,12).

Heute schreibt Gott sein Gesetz in fleischerne Tafeln des Herzens!

Wie kann Gott sein Gesetz in unser Herz und unseren Sinn schreiben?

Gott gibt uns seinen Geist!

ER gibt seinen Geist in unseren Geist!

„Was vom Geist geboren wird, das ist Geist“ (Jh.3,6).

Damit gibt uns Gott ein neues Herz!

Indem ER das tut, macht er uns zu Menschen, die fähig sind, in seinen Geboten zu wandeln und danach zu tun!

Gott hatte sein Gesetz gegeben, damit der Mensch seine eigene Sündhaftigkeit erkennt!

Somit wurde das Gesetz zu einem Zuchtmeister, der zu Jesus führte.

Doch nun, nachdem Christus gekommen ist und mit IHM der Glaube, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister (Gal.3,24-25).

Wer sich weiterhin an Geboten orientiert und Vorschriften erfüllen will, wie heilig, gerecht und gut sie auch sein mögen, dem wird Christus nichts nützen (Gal.5,2).

Ein solcher Mensch ist aus der Gnade gefallen!

„Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen“ (Gal.5,4).

Indem Gott uns seinen Geist gibt und Christus unser Herz zu seiner Wohnung macht, empfangen wir ein Leben, das heilig, gerecht und gut ist und alle göttlichen Forderung erfüllt!

Das Gesetz stellt nur Forderungen, die wir aus eigener Kraft nicht erfüllen können!

Welche Antwort würde wir erhalten, wenn wir Christen fragen würden: Muss man die 10 Gebote halten?

Nehmen wir die beiden letzten Gebote, die da lauten: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist“ (5.Mose 5,21-22).

Bist du frei von Begierden?

Hast du gewusst, dass Paulus von Begierden aller Art gequält wurde?

Er schrieb: „Die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte (2.Mose 20,17): Du sollst nicht begehren! Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlass und erregte in mir Begierden aller Art“ (Röm.7,7-8).

Wenn Paulus unfähig war, Gottes Gebote zu befolgen, was ist dann mit uns?

Das Gebot brachte ihn sogar in große innere Nöte, weil er, während er es befolgen wollte, erkannte, wie viele Begierden in ihm schlummerten!

Wer versucht, Gottes Gebote zu halten, hat Christus verloren!

Er ist unter einem Fluch, weil er bei jeder Verfehlung schuldig gesprochen wird!

Während das Gesetz mit äußeren Geboten versucht hat, Menschen aus uns zu machen, die Gott wohlgefällig leben, schreibt jetzt sein Geist in unseren Sinn und in unser Herz, was Gott gefällt!

Deshalb sprach der Schreiber des Hebräerbriefs diesen Segen aus: „Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was IHM gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“ (Hebr.13,20-21).

Das Gesetz konnte nur fordern!

Es konnte kein Leben geben (Gal.3,21).

Das aber, „was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott!

Das, was wir nicht geschafft haben, was uns unmöglich war, das hat Gott selbst getan, indem ER seinen Sohn sandte!

Wozu wir zu schwach waren, nämlich, Gottes Gebote zu erfüllen, das hat Christus für uns getan!

Noch bevor Gottes Sohn Mensch wurde, sagte er: „Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib hast du mir geschaffen. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch ist von mir geschrieben -, dass ich tue, Gott, deinen Willen … Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi“ (Hebr.10,5-

„Ich komme!“

„Ich komme, um deinen Willen zu tun!“

Jesus kam, um alle Gerechtigkeit Gottes zu erfüllen (Mt.3,15).

Im gekreuzigten Fleisch Jesus Christi hat Gott die Sünde verdammt, verurteilt, gestraft und gerichtet!

Nachdem Jesus unsere Sünden getragen und getilgt hatte, „nahm ER dem Tode die Macht und brachte das Leben und unzerstörbares Wesen ans Licht durch das Evangelium“ (2.Tim.1,10).

„Der letzte Adam wurde zum Geist, der lebendig macht“ (1.Kor.15,45b).

Dadurch, weil Jesus in uns wohnt und unser Leben geworden ist, „wird die Gerechtigkeit vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt“ (Röm.8,4).

„Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun“.

Gottes Geist in unserem Geist gibt uns das Leben, das uns befähigt, in Gottes Geboten zu wandeln und danach zu tun!

Während das Gesetz nur fordern konnte: „Du sollst nicht Ehebrechen“, meldet sich Gottes Geist in mir bereits dann, wenn ich eine Frau begehrlich anschaue (Mt.5,27-28).

Während das Gesetz nur fordern konnte: „Du sollst nicht töten“, meldet sich Gottes Geist in mir, wenn ich meinem Bruder zürne oder zu ihm sage: „Du Narr“ (Mt.5,21-22).

Während das Gesetz nur fordern konnte: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, gibt mir Gottes Geist die Kraft, meine linke Wange dem hinzuhalten, der mir auf die rechte Wange geschlagen hat (Mt.5,38-39).

Während das Gesetz nur fordern konnte: „Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen“, gibt mir Gottes Geist die Kraft, meine Feinde zu lieben und für die zu bitten, die mich verfolgen (Mt.5,43-44).

Indem Gott seine Gebote in unser Herz und unseren Sinn schreibt, macht er uns zu einem Brief Christi, der von anderen Menschen gelesen wird!

„Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen“ (2.Kor.3,3).

Die Israeliten waren zwar mit den Geboten und Satzungen des Gesetzes vertraut, doch wer von ihnen kannte Gottes Herz?

Im neuen Bund aber heißt es: „Es wird keiner seinen Mitbürger lehren oder seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle erkennen von dem Kleinsten an bis zum Größten“ (Hebr.8,11).

Wie, brauchen wir im neuen Bund keine biblische Unterweisung?

Doch!

Aber wir dürfen nie vergessen, dass der größte, beste und vollkommene Lehrer in uns wohnt: Gottes Geist!

Von IHM hatte Jesus gesagt: „Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe … Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten“ (Jh.14,26;16,13).

Wie dieser wunderbare Lehrer im Verborgenen wirkt, erfahren wir in dem Bericht von der Bekehrung Lydias.

Uns wird berichtet: „Am Sabbattag gingen wir hinaus vor die Stadt an den Fluss, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammenkamen. Und eine gottesfürchtige Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde“ (Apg.16,13-14).

Wenn wir Menschen Gottes Wort verkündigen, sollen wir immer mit Gottes Geist rechnen, dem unsichtbaren Augenöffner, von dem Paulus sagte: „Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist“ (1.Kor.2,10).

Unser Gott verheißt uns weiter: „Ich will gnädig sein ihrer Ungerechtigkeit und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken“.

Wenn unser Gott und Vater, der auch das Verborgene unseres Herzen erforscht und kennt, sagt, dass er unserer Ungerechtigkeit gnädig ist und unserer Sünden nicht mehr gedenkt, dann sollten wir IHM glauben!

Was könnte ich Gott antworten, würde ER mir die Sterne des Himmels zeigen und sagen: So viele Sünden hast du begangen! Doch ich habe sie alle auf meinen Sohn gelegt und von dir genommen!

Ich könnte nur antworten: „Vater, ich glaube DIR!

Wir selbst mögen das eigene Versagen vielleicht nicht vergessen können!

Doch niemals dürfen wir glauben, dass sich Gott daran erinnert!

Er hat uns ein Versprechen gegeben, das unwiderruflich ist: Weil ER unsere Ungerechtigkeit auf seinen Sohn gelegt hat und alle unsere Sünden im Tode Jesu gesühnt wurden, sind sie für Gott nicht mehr vorhanden!

Hat nicht schon Johannes auf Jesus gezeigt und gesagt: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt (hinwegnimmt) (Jh.1,29).

Wie also sollte sich Gott an etwas erinnern, das es nicht mehr gibt?

Wenn wir uns also in der Gnade Gottes erhalten wollen, dann müssen wir vergessen, was Gott vergessen hat: unser Verschulden, unser Versagen!

Der Schreiber des Hebräerbrief fügte an: „Indem ER (Gott) sagt: Einen neuen Bund, erklärt er den ersten für veraltet. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist seinem Ende nahe“ (Hebr.8,12-13).

Wir müssen sorgsam darauf achten, dass wir in unserer Verkündigung nicht predigen, was veraltet und überlebt ist und zu Ende gebracht wurde!

Der Dienst, der auf steinerne Tafeln schreibt, ist zu Ende gebracht!

„Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid durch unsern Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln der Herzen“.

Das 3. Kapitel des 2. Briefes an die Korinther trägt die Überschrift: „Die Herrlichkeit des Dienstes im neuen Bund!“

Paulus schrieb: „Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen. Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott. Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Wenn aber der Dienst, der den Tod bringt und der mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, sodass die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte, wie sollte nicht der Dienst, der den Geist gibt, Herrlichkeit haben? Denn wenn der Dienst, der zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wie viel mehr hat der Dienst, der zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit. Ja, jene Herrlichkeit ist nicht für Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwänglichen Herrlichkeit. Denn wenn das Herrlichkeit hat, was da aufhört, wie viel mehr wird das Herrlichkeit haben, was da bleibt … Wir tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hängte, damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit, die aufhört. Aber ihr Sinn wurde verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke über dem alten Testament, wenn sie es lesen, weil es nur in Christus abgetan wird. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. Wenn Israel aber sich bekehrt (umkehrt) zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt (verwandelt) in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist“ (2.Kor.3,3-18).

Wenn wir in unserer Verkündigung Forderungen erheben und bestimmte Verhaltensweisen lehren, dann „lesen wir Mose“!

Wir lehren, was den Tod bringt!

Wir lehren, was zur Verdammnis führt!

Wenn wir in unserer Verkündigung Forderungen erheben und Verhaltensweisen lehren, dann haben wir Christus mit einer Decke zugedeckt!

Die Herrlichkeit dieses Dienstes wird schnell verblassen!

Der Dienst des neuen Bundes besteht darin, den Geist zu geben, der lebendig macht!

Der Dienst des neuen Bundes besteht darin, Decken von den Herzen zu nehmen, damit Menschen die Herrlichkeit Jesu sehen können!

Der Dienst des neuen Bundes besteht darin, Sünder zur Gerechtigkeit zu führen!

Der Dienst des Neuen Bundes besteht darin, Christus in fleischerne Tafeln des Herzens zu schreiben!

Der Dienst des neuen Bundes besteht darin, Menschen in das Ebenbild Jesu Christi zu verklären!

Kein Dienst im Alten Bund kann mit diesem Dienst verglichen werden: mit dem Dienst, der die Herrlichkeit Jesu Christi enthüllt und den Geist darreicht, der das in den Gläubigen bewirkt, was verkündigt wird!

Wir selbst sind zu diesem Dienst nicht fähig!

Wenn wir fähig sind, dann, weil Gott uns dazu befähigt!

Viele Jahre lang musste „Raum gesucht werden“ für den neuen Bund!

Heute sucht Gott Raum in unseren Herzen, damit ER seinen Bund darin erfüllen kann!

Wenn ER sagt: „Ich will“, dann wollen wir sagen:

Amen! Schaffe in mir, was DIR gefällt, durch Jesus Christus, meinen Herrn!

 
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