„Das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen –, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns Gott nahen“ (Hebr.7,19).
Wie konnte man sich im alten Bund Gott nahen?
Zunächst hatte Gott unter allen Städten Israels eine Stadt erwählt, in der sein Name wohnte: Jerusalem!
Einem Israelit, der Gott ein Opfer oder seinen Zehnten bringen wollte, war geboten worden: „Die Stätte, die der Herr, euer Gott, erwählen wird aus allen Stämmen, dass er seinen Namen daselbst wohnen lässt, sollt ihr aufsuchen und dahin kommen“ (5.Mose 12,4-6).
Die Bibel berichtet uns, was geschah, als der Engel des Herrn dem Zacharias die Geburt eines Sohnes ankündigte:
„Und es begab sich, als Zacharias den Priesterdienst vor Gott versah, da seine Ordnung an der Reihe war, dass ihn nach dem Brauch der Priesterschaft das Los traf, das Räucheropfer darzubringen; und er ging in den Tempel des Herr. Und die ganze Menge des Volkes stand draußen und betete zur Stunde des Räucherwerks“.
Nur einem Priester war es erlaubt, zur Stunde des Gebets in den Tempel zu gehen!
Das Los hatte entschieden, wer unter allen Priestern den Dienst im Heiligtum tun durfte!
Es wird berichtet: „Die ganze Menge des Volkes stand draußen und betete zur Stunde des Räucheraltars“.
Weiter lesen wir: „Und das Volk wartete auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb“ (Lk.1,8-10+21).
Zu beachten ist auch, dass Zacharias Gott nur im Heiligen dient!
Ins Allerheiligste durfte nur der Hohepriester – einmal im Jahr!
Wie revolutionär klingt dagegen die Einladung, mit der wir alle aufgefordert werden, in das Allerheiligste einzutreten: „Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit (Freimütigkeit) haben zum Eingang in das Heiligtum, den ER (Jesus) uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes“ (Hebr.10,19-20).
„Das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen –, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns Gott nahen“.
Deutlicher kann man es nicht sagen: Das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen!
Es konnte uns keinen Weg zu Gott bahnen!
Es konnte uns nicht das Angesicht Gottes sehen lassen (2.Mose 33,18-20).
Es konnte unsere Sünden nicht wegnehmen!
Es konnte uns nicht mit Gott versöhnen!
Es konnte uns nicht zur Gerechtigkeit führen!
Es konnte keine Söhne Gottes hervorbringen!
Es konnte unser Herz nicht neu machen!
Es konnte unser Gewissen nicht reinigen!
Es konnte uns nicht in Christus hineinversetzen und zu einer neuen Schöpfung machen!
Wie anders klingt diese Wahrheit: „Denn mit einem Opfer hat er (Jesus) für immer vollendet, die geheiligt werden“ (Hebr.10,14).
Wie großartig, dass es für uns, die Unvollkommenen, Hoffnung auf Vollendung gibt!
Das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen!
Das Opfer Jesu Christi aber hat die, die an IHN glauben, „für immer vollendet“!
In unserem wiedergeboren Geist ist die Vollendung schon geschehen, weil Gott seinen Geist in unseren Geist gegeben hat und wir dadurch ein neues Herz empfangen haben (Hes.36,26).
„Denn mit einem Opfer hat er (Jesus) für immer vollendet, die geheiligt werden“
In unserer Seele jedoch, unserem Denken, Fühlen und Trachten, ist das Werk der Vollendung noch nicht zu Ende bebracht!
Paulus aber war voller Zuversicht, dass Christus auch dieses Werk vollenden wird, denn er sagte: „Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu“ (Phil.1,6).
Deshalb nennt der Schreiber des Hebräerbriefs die, die schon sehen dürfen, was sie geglaubt hatten: „vollendete Gerechte“ (Hebr.12,23).
„Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen (Heils-) Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern, nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen Opfer bringen muss“ (Hebr.10,1).
Schatten sind nicht die Wirklichkeit!
Sie weisen nur darauf hin!
Wie sehr waren die Juden darauf bedacht, das Gebot des Sabbats einzuhalten!
Als Jesus am Sabbat einen Gelähmten heilen wollte, gab es sogar einen Aufruhr, weil der Sabbat vielen Anwesenden wichtiger war, als die Gesundheit und das Wohlergehen eines Menschen (Lk.6,6-11).
Sie ahnten nicht, dass sie nur einem Schatten dienten!
Paulus schrieb an die Kolosser: „So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus“ (Kol.2,16-17).
Als Paulus hörte, dass in Galatien Gläubige gab, die bestimmten Tagen und Monaten besondere Beachtung schenkten, war er nicht erfreut.
ER schrieb: „Nachdem ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch dann wieder den schwachen und dürftigen Mächten zu, denen ihr von neuem dienen wollt? Ihr haltet bestimmte Tage ein und Monate und Zeiten und Jahre. Ich fürchte für euch, dass ich vielleicht vergeblich an euch gearbeitet habe“ (Gal.4,9-11).
Wenn wir Speisegebote beachten oder bestimmte Feiertage einhalten, dann sind wir zu schwachen, dürftigen Schatten zurückgekehrt, die ohne verändernde Kraft sind!
Doch wer bedenkt, dass auch das Gesetz nur ein Schatten der zukünftigen Güter war – nicht das Wesen der Güter selbst?
„Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen (Heils-)Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst“.
Als Jesus starb zerriss der Vorhang von oben bis unten!
Jeder, der wollte, konnte nun in die Gegenwart Gottes treten, weil Christus durch seinen Tod eine ewige Erlösung vollbracht hatte!
Davon sprach Jesus, als er seinen Jüngern den Kelch reichte und sagte: „Das ist mein Blut des (neuen) Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden“ (Mt.26,27).
Das Blut des neuen Bundes, das Jesus in das Allerheiligste getragen hat, hat uns, die wir glauben, für immer gereinigt, geheiligt und gerecht gemacht!
Es hat aber auch den Weg frei gemacht für alle Gläubigen, die unter dem alten Bund gesündigt hatten.
Von ihnen wird gesagt: „Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden“ (Hebr.11,39).
Gottes Wort lässt uns wissen, dass die Heiligen unter dem alten Bund nicht erlangen konnte, was ihnen verheißen worden war!
Weiter wird uns gesagt, das sie nicht vor uns, den Gläubigen des neune Bundes, vollendet werden konnten!
Sie waren auf Hoffnung erlöst!
„Darum ist er auch der Mittler des Neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem alten Bund, die Berufenen das verheißene Erbe empfangen. Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist niemals in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat.“ (Hebr.9,15-16).
Ohne das Opfer Jesu Christi konnten die Übertretungen nicht getilgt werden!
Ohne den Tod Jesu konnte der neue Bund nicht in Kraft treten, weil ein Testament erst dann Gültigkeit erlangt, wenn sein Verfasser gestorben ist!
Gottes Wort sagt ausdrücklich, „dass, solange der vordere Teil der Stiftshütte noch bestand, der Weg ins Heilige nicht offenbart worden war“ (Hebr.9,8).
Bevor nicht der Vorhang zerrissen worden war, konnte keiner der Heiligen, die unter dem alten Bundes entschlafen waren, in die Gegenwart Gottes treten!
Erst durch das „Opfer des Leibes Jesu“ wurde der Weg zum Eingang in das Allerheiligste frei gemacht!
Wohin wurde der arme Lazarus gebracht, nachdem er gestorben war?
Jesus sagte: „Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß“ (Lk.16,22),
Was hatte Jesus dem Schächer verheißen, der zu ihm gesagt hatte: „Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst“ (Lk.23,42-43).
Er sagte: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“
Nachdem Jesus gestorben war, ging er ins Totenreich – ins Paradies, dorthin, wo sich Abraham und alle Gläubigen befanden, die unter dem alten Bund gestorben waren, ohne die Verheißung erlangt zu haben!
Wie groß muss die Freude und der Jubel gewesen sein, als Jesus diesen Gläubigen ihre Erlösung verkündigte?
Jetzt, nachdem das Blut des Neuen Bundes vergossen worden war, waren alle Sünden gesühnt und getilgt, die das Blut von Stiere und Böcken nur bedecken konnte (Hebr.10,4).
Jetzt war ihre Erlösung vollbracht!
Jetzt waren alle Forderungen des Gesetzes erfüllt!
Jetzt war Gerechtigkeit gewirkt!
Jetzt war der Weg zum Thron der Gnade frei!
„Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen (Heils-)Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst“.
Was sind die Heilsgüter, die uns das Gesetz, der Schatten, nicht geben konnte?
Die größte Gabe, mit der uns Gott beschenkt und gesegnet hat, ist die Gabe seines Sohnes!
„Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit IHM nicht alles schenken?“ (Röm.8,31-32).
Wie hätte uns Gottes Segen zuteil werden können, wenn ER uns nicht seinen Sohn geschenkt hätte?
„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an IHN glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Jh.3,16).
Was war es, das Gott veranlasst hat, uns seinen Sohn zu geben:
„So sehr hat Gott die Welt geliebt!“
Es war seine große Liebe, mit der ER uns schon geliebt hat, als wir noch seine Feinde waren (Röm.5,8+10).
Wie elend hatte sich der Sohn gefühlt, als er sich dem Vaterhaus näherte, mit leeren Taschen und leerem Magen, übel riechend, zutiefst enttäuscht und aller Illusionen beraubt!
Was er sich jetzt noch erhoffen durfte, war, als Tagelöhner aufgenommen zu werden!
Was dann geschah, hätte er sich niemals vorstellen können!
Der Vater, der er seinen Sohn schon von Weitem gesehen hatte, lief ihm entgegen!
Wie herzlich war die Aufnahme, wie überschwänglich die Freude, wie liebevoll die Umarmung, wie groß die Überraschung, als alles anders kam, als es der heimkehrende Sohn erwartet hatte (Lk.15,16-24).
Die Geschichte, die Jesus erzählt hat, beweist, dass Gottes Vergebung nicht von unserer Reue abhängt, nicht von unserem Bedauern über das eigene Versagen!
Unser Gott hat uns schon geliebt, als wir noch seine Feinde waren, nicht erst, seitdem wir ihm unsere Verfehlungen bekannt haben!
So wie Gott uns in Christus schon vor Grundlegung der Welt erwählt und geliebt hat (Eph.1,4-5), so wird ER uns in Christus immer lieben!
Nichts kann die, die in Christus Jesus sind, von Gottes Liebe scheiden, weil auch Gottes Liebe in Christus Jesus ist (Röm.8,38-39).
Ein weiteres kostbarstes Heilsgut, das uns durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi zuteil geworden ist, ist das ewige Leben!
„Der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn“ (Röm.6,23).
Welch kostbares Gut: Leben aus Gott!
Leben, das ewig und unverweslich ist!
Leben, da sich so mächtig erwies, dass es einen Toten auferwecken, lebendig machen und in die Himmel versetzen konnte!
Leben, in dem keine Sünde ist, keine Ungerechtigkeit, keine Heuchelei!
Leben, das alles beinhaltet, was Gott wohl gefällt!
Doch wie kann das Leben Gottes zu unserem Leben werden?
50 Tage nach der Auferstehung Jesu erfüllte Gott eine Verheißung, die er Joel gegeben hatte: „Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch“.
Als es geschah, an Pfingsten, sagte Petrus zu seinen vielen Zuhörern: „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen, auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes“ (Apg.2,1-4.14-17+38).
Welch kostbare Gabe: der Heilige Geist, der Geist unseres himmlischen Vaters, der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, der Geist Jesu Christi, der Geist der Sohnschaft!
Der Geist, der aus Gott ist!
Der Geist, der weiß, was in Gott ist!
Der Geist, der uns offenbart, was uns von Gott geschenkt wurde (1.Kor.2,11-12).
Der Geist, der ewig bei uns bleibt und in uns sein wird (Jh.14,16-17).
Der Geist, der Jesus Christus verherrlicht (Jh.16,14).
Der Geist, der uns in alle Wahrheit leitet, uns lehrt und daran erinnert, was uns Christus gesagt hat (Jh.16,13; 14,26).
Als Paulus davon sprach, dass auch der Sabbat ein Schatten war, der auf Christus hinwies, machte er deutlich, dass es ein weiteres kostbares Heilsgut gibt, das uns nur Jesus geben kann – wahre Ruhe, wahrer Friede!
Wer unter allen Menschen kann mitten in einem tobenden Sturm tief und fest schlafen?
Jesus konnte es, denn wir lesen: „Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, sodass auch das Boot von Wellen zugedeckt wurde. Er aber schlief“ (Mt.8,24).
Unfassbar für uns ist, dass Jesus uns, die Mühseligen und Beladen, zu der Ruhe bringen will, in der er allezeit ruht (Mt.11,28-29).
Es ist eine Ruhe, die unsere Vernunft weit übersteigt (Phil.4,7), weshalb wir sie auch nicht verstehen müssen, um sie erfahren zu können!
Nur zu Jesus komme müssen wir, so wie Johannes an jenem Abend zu IHM kam, um an seiner Brust Ruhe zu finden, inmitten der Turbulenzen, die sich abzeichneten, als Jesus sagte: „… Einer unter euch wird mich verraten … Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen … Euer Herz erschrecke nicht … Es kommt die Stunde und ist schon gekommen, dass ihr zerstreut werdet jeder in das Seine und mich allein lasst“ (Jh.13,21-23+33; 14,1; 16,32).
„Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen (Heils-) Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern, nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen Opfer bringen muss. Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die den Gottesdienst ausrichten, ein für allemal rein geworden wären und sich kein Gewissen mehr gemacht hätten über ihre Sünden. Vielmehr geschieht dadurch alle Jahre nur eine Erinnerung an die Sünden“ (Hebr.10,1-3).
Zu den Gütern des Heils, die uns Gott schenkt, gehört auch die völlige Vergebung unser Sünden und die Tilgung unserer Schuld.
Wie gut fühlt es sich an, von jeder Befleckung gereinigt zu sein?
Wie gut fühlte es sich an, als dem Sohn, nachdem er heimgekehrt war, das beste Kleid angezogen wurde, ihm ein Ring an den Finger gesteckt wurde, er Schuhe an die Füße bekam und das gemästete Kalb geschlachtet wurde?
Wie befreiend ist es, ohne Schuld zu sein!
„Glückselig der Mensch, dem die Übertretungen vergeben sind“!
„Glückselig der Mensch, dem Gott die Schuld nicht zurechnet“ (Ps.32,1-2; Röm.4,6-8).
Wie befreiend ist es, ewig rein geworden zu sein?
Unter dem Gesetzes gab es keine völlige Vergebung!
Das Blut von Stieren und Böcken konnte die Sünden nicht wegnehmen!
Deshalb aber, weil die Erinnerung an die Übertretungen erhalten blieb, konnte das Gewissen des Sünders nicht gereinigt werden!
„Es werden da Gaben und Opfer dargebracht, die nicht im Gewissen vollkommen machen konnten den, der den Gottesdienst ausrichtete“ (Hebr.9,9).
Doch nun lässt uns Gottes Wort wissen, dass Jesus „am Ende der Welt ein für allemal erschienen ist, um durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben“ (Hebr.9,26).
Gottes Wort sagt, dass „Christus einmal geopfert wurde, die Sünden vieler wegzunehmen“ (Hebr.9,28).
Gottes Wort sagt, dass Jesus mit einem Opfer die „für immer vollendet hat, die geheiligt werden“ (Hebr.10,14).
Gottes Wort sagt, dass unser Gott im neuen Bund „unsrer Sünden und Ungerechtigkeit nicht mehr gedenkt“ (Hebr.10,17).
Gottes Wort sagt, dass das „Blut Christi … unser Gewissen reinigt von toten Werken“ (Hebr.9,14).
Gottes Wort sagt, dass die, die „ein für allemal rein geworden sind, sich kein Gewissen mehr über ihre Sünden machen müssen“ (Hebr.10,2).
Gottes Wort sagt: „Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit (Freimütigkeit) haben zum Eingang in das Heiligtum … So lasst uns nun hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn ER ist treu, der sie verheißen hat“ (Hebr.10,19-23).
„Los von dem bösen Gewissen!
„Gewaschen am Leib mit reinem Wasser!“
Was Jesus zu seinen Jüngern gesagt hat, das sagt er auch uns: „Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; denn er ist ganz rein. Und ihr seid rein …“ (Jh.13,10).
Das Blut Jesu Christi hat uns von jeder Unreinheit gereinigt!
Unser wiedergeborener Geist ist, weil der dreine Gott darin wohnt, völlig rein!
Die tägliche Reinigung unserer Seele gleicht der Reinigung unserer Füße, was unerlässlich ist, wenn wir an Jesus Anteil haben wollen!
Deshalb sagte er zu Petrus: „Wenn ich dich nicht wasche (deine Füße), so hast du kein Teil an mir“ (Jh.13,8).
Man stelle sich vor, wie sich Saulus von Tarsus gefühlt haben muss, nachdem ihm Christus auf dem Weg nach Damaskus begegnet war.
Er wollte Christen gefangen nach Jerusalem führen!
Nun wurde er selbst geführt, äußerlich blind, innerlich zutiefst zerrissen!
Drei Tage lang ließ ihn der Herr über sein bisheriges Leben nachdenken, bis er Hananias zu ihm schickte!
Wie befreiend muss es für Saulus gewesen sein, als nach drei Tagen innerer Qualen, ein Christ erschien, der seine Hände auf ihn legte und sagte: „Lieber Bruder Saul, der Herr, hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest“ (Apg.9,1-17).
In diesem Augenblick, in dem Saulus liebevoll von einem Bruder in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen worden war, durfte er wissen, dass ihm auch das Haupt der Gemeinde vergeben hatte!
Wie konnte Paulus mit seiner Schuld fertig werden, wenn er daran dachte, was er anderen Menschen in seiner Verblendung angetan hatte?
Den Gläubigen in Korinth schrieb er: „Ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen“ (1.Kor.15,9-10).
Timotheus ließ er wissen: „Ich danke unserem Herrn Jesus Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler (Gewalttäter) war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren“ (1.Tim.1,12-13).
Wenn Paulus an das dachte, was er im Unglauben getan hatte, durfte er nicht auf sich selbst schauen!
Er musste das bekennen, was Gott in seinem Leben getan hatte!
Ihm war Barmherzigkeit widerfahren!
Ihm war vergeben worden!
Ihm war Gottes Gnade zuteil geworden!
Und diese Gnade war es, die ihn zu einem neuen Menschen gemacht hatte!
Willst du los sein von dem bösen Gewissen, dann bekennen, was Gott in Christus für dich getan hat!
Verkünde Himmel und Erde: „Mir ist Barmherzigkeit widerfahren!“
Rühme: Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin!
Bekenne mit Herz und Mund:
Durch das Opfer Jesu Christi bin ich für immer rein geworden!
Ich bin gewaschen am Leib mit reinem Wasser!
Ich bin los von dem bösen Gewissen!
Danke, Herr Jesus, für die Güter des Heils, die du mir täglich darreichst!
Danke, lieber Herr, für all das Gute und Köstliche, mit dem du mich Tag für Tag labst!