„Es ist der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Durch den Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist … Aber ohne Glauben ist unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchten, ihren Lohn gibt (ein Belohner ist)(Hebr.11,1-6).

Keiner von uns war dabei, als Gott sprach und das Licht aus der Finsternis hervorleuchtete!

Wir waren nicht anwesend, als Gott alles, was wir heute sehen können, aus nichts erschuf!

Keiner von uns war Augenzeuge, als Gott gebot und alles mit Leben erfüllt wurde!

Keiner von uns hat gesehen, wie die Sünden der ganzen Welt auf einen Gekreuzigten gelegt wurden!

Wir hörten auch nicht, wie ER im Todeskampf schrie: „Es ist vollbracht!

Keiner von uns sah, wie Jesus drei Tage danach das Grab verließ, zum Himmel auffuhr und sich zur Rechten der Majestät niedersetzte!

Doch müssen wir es glauben, damit es Wirklichkeit wird?

Es ist Wirklichkeit, ob wir es glauben oder nicht!

Unser Glaube schafft nicht etwas, das es zuvor nicht gab!

Unser Glaube erkennt, was da ist und immer da sein wird!

So wird uns von Mose berichtet: „Er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn“ (Hebr.11,27).

Wer Gottes Worten geglaubt hat, auf dem ruhte Gottes Wohlgefallen!

Nicht nur das: Wer Gott geglaubt hat, durfte zu allen Zeiten erfahren, dass Gott ihm ein Belohner wurde!

Das aber bedeutet, dass Gott zuvor gesprochen haben muss!

Wie hätte Mose vor Pharao treten und die Freilassung der Israeliten fordern können, wenn Gott nicht zu ihm gesagt hätte: „Ich will mit dir sein“ (2.Mose 3,1-12).

Der Glaube, von dem die Bibel spricht, ist unsere Reaktion auf das, was Gott gesagt, getan und verheißen hat!

„Ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die IHN suchen, ein Belohner sein wird“ (Hebr.11,6).

Was also gefällt Gott?

IHM gefällt, wenn wir glauben, dass ER da ist!

IHM gefällt, wenn wir zu ihm kommen und erwarten, dass ER uns ein Belohner sein wird!

Wie hätte jene Frau, die 12 Jahre lang unter Blutverlust zu leiden hatte, gesund werden können, wenn sie nicht zu Jesus gekommen wäre?

Sie hatte gehört, wie viel Gutes ER anderen getan hatte und sagte sich: „Könnte ich nur sein Gewandt berühren, so würde ich gesund werden“ (Mt.9,21).

Was hilft es uns, wenn wir hören oder lesen, was Jesus im Leben anderer getan hat, ohne dass wir selbst zu IHM kommen und ergreifen, was ER uns geben will?

Davon redete Jesus, als er zu den Juden sagte: „Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist’s, die von mir zeugt; aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet“ (Jh.5,39-40).

Dass der Glaube nicht etwas ist, das wir selbst bewirken müssen, beweist der Schreiber des Hebräerbriefs, denn er sagt: „Lasst uns … aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens“ (Hebr.12,2).

Wie also entsteht der kostbare Glauben, von dem das Neue Testament spricht?

Indem wir auf Jesus blicken!

Der Glaube, der Verlorene errettet, Tote lebendig und Sünder zu Kindern Gottes macht, entsteht, wenn verkündigt wird, wer Jesus ist, was er für uns getan hat und in uns wirken will!

Deshalb sagt die Schrift: „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi“ (Röm.10,17).

Um uns vor Augen zu führen, wie der Glaube entsteht und was er bewirkt, erinnert uns der Schreiber des Hebräerbriefs an Menschen, die vor uns im Glauben wandelten und Gott gefallen haben!

Von Abel wird berichtet: „Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist“ (Hebr.11,4).

Wieso opferte Abel Gott ein Schaf?

Woher wusste er, dass Blut vergossen werden musste, wenn man mit Gott versöhnt werden will?

Hatte er in der Bibel gelesen: „Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung“? (Hebr.9,22)

Nein!

Abel hatte erkannt, dass er ein sündiger Mensch war!

Durch das, was seine Eltern erlebt hatten, wusste Abel, dass jeder Versuch, seine eigene Blöße, seinen eigenen Mangel vor Gott zuzudecken, nicht ausreichen wird!

Abel erkannte, dass ihn nur ein stellvertretendes Opfer vor Gott gerecht machen konnte!

Und eben dies wurde ihm von Gott bezeugt!

Wir lesen: „Deshalb wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es über seinen Gaben bezeugte“.

Was Abel damals tat, taten nach ihm viele andere Glaubende!

Wer kann die vielen Opfer zählen, die im Lauf von Jahrhunderten auf dem Brandopferaltar geopfert wurden?

Salomon opferte Gott bei der Einweihung des Tempels 22 000 Rinder und 120 000 Schafe (1.Kön.8,63).

Doch der erste Mensch, der ein Opfer brachte, das Gott wohlgefiel, war Abel!

Es war dieses Opfer, dass damals schon einen großen Schatten warf auf das Lamm Gottes, das Gott selbst schlachten würde, um uns mit IHM zu versöhnen.

Auch dass Abel von seinem Bruder aus Neid erschlagen wurde, weist auf Jesus hin, denn sogar Pilatus hatte erkannt, dass die Ältesten Israels Jesus aus Neid überantwortet hatten (Mt.27,18).

Doch während Abels Blut nach Vergeltung schrie, verkündigt das vergossene Blut Jesu eine bessere Botschaft:

Als es in den Staub der Erde tropfte, verlangte es von Gott, allen zu vergeben, die dieses Opfer zu ihrer Versöhnung annehmen werden!

„Vater, vergib ihnen!“ (Lk.23,34)

Das Opfer Jesu Christi verkündet Frieden und Versöhnung mit Gott!

„Die Strafe liegt auf IHM, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt“ (Jes.53,5).

Deshalb sagt der Schreiber des Hebräerbriefs: „Ihr seid gekommen … zu dem Mittler des Neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut“ (Hebr.12,24).

Was wird uns über Henoch gesagt?

„Durch den Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hat; denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe“ (Hebr.11,5).

Während Abel bis zum heutigen Tag bezeugt, wie ein Mensch vor Gott gerecht wird, bezeugt Henoch, wie unser irdisches Leben enden wird, wenn wir Gott glauben:

Wir werden entrückt, und werden „den Tod in Ewigkeit nicht sehen“ (1.Thess.4,16-17; Jh.8,51).

Doch das ist nicht alles, was Gottes Wort über Henoch sagt, denn wir lesen: „Henoch war 65 Jahre alt und zeugte Metuschelach. Und Henoch wandelte mit Gott. Und nachdem er Metuschelach gezeugt hatte, lebte er 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, dass sein ganzes Alter ward 365 Jahre. Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen“ (1.Mose 5,22-24).

Worin unterschied sich Henoch von seinen Vorvätern?

Während von ihnen gesagt wird, dass sie lebten und Söhne und Töchter zeugte, wird von Henoch berichtet: „Henoch wandelte mit Gott … Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg“.

Der Schreiber des Hebräerbriefs fügte ein wichtiges Detail hinzu: „Vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen hat“.

Henoch war, wie seine Vorväter, Ehemann und Vater von Söhnen und Töchtern.

Doch es gab etwas, das anders war: Henoch war der erste Mensch, der mit Gott wandelte – viele Jahre lang!

Man könnte also sagen, dass Henoch in zwei Reichen lebte: In einem irdischen und einem himmlischen Reich!

Und das ist es, was auch in unserem Leben den Unterschied macht: Wir alle sind, weil wir von Adam abstammen, irdischer Natur!

Gleichzeitig aber, weil wir auch von Christus herkommen, sind wir himmlischer Natur!

Davon sprach Paulus, als er an die Gläubigen in Korinth schrieb: „Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel und himmlisch. Wie der irdische sind, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen(1.Kor.15,47-48).

Die Frage ist, wo unser Sinnen und Trachten hingeht!

Gottes Wort sagt: „Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist (Kol.3,2).

Es ist offensichtlich, dass Henoch die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott schätzte und sie ihm sehr kostbar war!

Er empfand sie nicht als langweilig oder zeitraubend!

Im Gegenteil, je länger Henoch mit Gott wandelte, umso inniger fühlte er sich mit IHM verbunden!

Durch Judas lässt uns der Heilige Geist wissen, dass Henoch dabei von Ereignissen erfuhr, die sogar heute noch in der Zukunft liegen!

Als Judas von Menschen sprach, die „den Weg Kains gehen, in den Irrtum Bileams fallen und im Aufruhr Korachs umkommen“, sagte er: „Es hat aber auch von diesen geweissagt Henoch, der siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Menschen für alle Werke ihres gottlosen Wesens, mit dem sie gottlos gewesen sind, und für all das Freche, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben“ (Jud.14-15).

Ein Mensch kann nur das weissagen, was ihm von Gott offenbart wurde!

Wie aber konnte Henoch, ein sündiger Mensch, begrenzt in Zeit und Raum, mit einem heiligen, ewigen und allwissend Gott, Gemeinschaft haben?

Gott konnte es, weil er das Kreuz Christi vor Augen hatte!

Erstaunlich ist auch, dass Gott sich so viel Zeit nahm, um mit einem Menschen spazieren zu gehen!

Hatte er nicht ein Universum zu regieren?

Wenn wir lesen, dass Henoch „vor seiner Entrückung bezeugt wurde, dass er Gott gefallen hat“, dann dürfen wir sogar sagen, dass Gott glücklich war, in Henoch einen Menschen gefunden zu haben, der die Gemeinschaft mit IHM schätzte!

Es gefällt Gott, mit uns Gemeinschaft zu haben!

Erinnern wir uns daran, dass sich auch Jesus Zeit nahm, um zwei Männern zu begleiten, die Fragen hatten, auf die nur ER eine Antwort wusste!

Bedenkt man, dass es am Tag seiner Auferstehung war, erhält diese Gemeinschaft zusätzliches Gewicht (Lk.24,19-32).

Und eben dazu sind wir alle berufen, denn Gottes Wort sagt: „Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn“ (1.Kor.1,9).

Wie erleuchtend und Augen öffnend es ist, wenn wir uns Zeit nehmen, um mit Christus Gemeinschaft zu haben!

Verständlich, dass Henoch dem Ewigen Fragen stellte, die ihn innerlich beschäftigten!

Herr, je länger ich mit dir Gemeinschaft haben, umso mehr bekümmert es mich, dass sich nicht mehr Menschen Zeit nehmen, um mit dir zu wandeln?

Warum sind ihnen so viele Dinge wichtiger?

Wie wird es in der Zukunft sein?

Wird es mehr Menschen geben, die zu dir kommen und Gemeinschaft mit dir haben?

Der Herr wird ihm geantwortet haben: Sei unbesorgt!

Am Ende werden mich Menschen „aus allen und Stämmen und Völkern“ (Offb.5,9), kennen, lieben und mit mir in inniger Gemeinschaft leben!

Wenn ich für alle sichtbar erscheinen werde, um meine Herrschaft auf dieser Erde aufzurichten, werden viele tausend Heilige an meiner Seite sein und mit mir das Reich einnehmen!

Was, so wird Henoch den Herrn weiter gefragt haben, wird mit denen sein, die ihr Leben ohne dich gestaltet und mit harten Worten wider dich geredet haben?

Der Herr wird geantwortet haben: Jede gottlose Tat, jedes gottlose Reden wird gerichtet werden!

Alle Menschen werden Rechenschaft geben müssen, was sie in ihrem Leben getan und geredet haben (1.Petr.4,5).

Vertraue mir!

Ich werde ein gerechter Richter sein!

Abel war der erste Mensch, dem von Gott bezeugt wurde, dass er gerecht war!

Henoch war der erste Mensch, dem bezeugt wurde, dass er Gott gefallen hat!

Es ist wichtig, dass wir täglich das Lamm loben und preisen, das geschlachtet wurde, um unsere Schuld und Sünde hinwegzutragen und das uns vor Gott wohlgefällig gemacht hat (Offb.5,9-10).

Doch damit sollte es nicht genug sein!

Wir wurden zur Gemeinschaft mit Christus berufen!

Wir sollen uns Zeit nehmen, damit ER uns die Augen des Herzen öffnen kann, damit wir IHN erkennen.

Wir sollen erkennen, „zu welcher Hoffnung wir von IHM berufen wurden“ und „wie reich die Herrlichkeit SEINES Erbes in den Heiligen ist“ (Eph.1,15-18).

Wir sollen uns Zeit nehmen, damit unser Herr und Meister zu uns reden kann, wie man zu Jüngern redet (Jes.50,4).

Wir sollen uns Zeit nehmen, damit wir Einsichten gewinnen, die uns nur der geben kann, „der war, der ist und der da kommt“ (Offb.1,4).

Wir dürfen davon ausgehen, dass Henochs Gemeinschaft mit Gott immer inniger, vertrauter und intensiver wurde!

Und so kam ein Tag, an dem Henoch nicht mehr gesehen wurde!

Henoch war nicht in sein irdisches Heim zurückgekehrt!

Er war mit Gott in sein himmlisches Zuhause gegangen!

Und dorthin werden wir im alle folgen!

Was erfahren wir über Noah?

„Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt“ (Hebr.11,7).

Noah war der erste Mensch, von dem gesagt wird, dass er Gott geehrt hat!

Noah war auch der erste Empfänger!

Er empfing ein göttliches Wort!

Und danach handelte er!

Noah war aber auch der erste Mensch, der mit Gott zusammen arbeitete!

Das aber, was Noah baute, wurde schließlich zu seiner Errettung und zur Errettung seines ganzen Hauses!

Heute baut Christus seine Gemeinde!

Und jeder, der sich hier einbringt und an diesem himmlischen Bauwerk mitwirkt, wird für sich und die Seinen eine Errettung bewirken!

Wenn Jesus sagt: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen“ (Mt.6,33), dann lässt er uns wissen, dass, wenn wir uns um sein Reich, seine Gemeinde, sein Haus kümmern, dann wird ER sich um unseren Lebensbereich, unsere Familie, unser Haus kümmern!

Als Gottes Gericht über die Erde ging, waren Noah und die Seinen in der Arche geborgen und geschützt.

Als sie die Arche verließen, standen ihre Füße auf einer gereinigten Erde!

Erwähnt werden muss auch, dass Noah der erste Mensch war, dessen Leben einer Predigt glich, denn Gottes Wort sagt: „Durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil“.

Als Jesus die Zeit beschrieb, in der wir heute leben, sagte er: „Wie es in den Tagen Noahs war, so wird so wird auch sein das Kommen des Menschensohnes. Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie achteten es nicht bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohnes“ (Mt.24,37-39).

Weil wir wissen, dass der Tag des Herrn nahe ist, leben wir nicht in den Tag hinein!

Das aber, wie wir leben, was wir sagen oder tun, bleibt anderen Menschen nicht verborgen!

So wird auch unser Leben zu einer Predigt, die nicht ungehört verhallt!

Was erfahren wir über Abraham?

Von ihm lesen wir: „Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme. Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Land wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Durch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft, Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den für treu, der es verheißen hatte. Darum sind auch von dem einen, dessen Kraft schon erstorben war, so viele gezeugt worden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählbar ist“ (Hebr.11,8-12).

Abraham war der erste Mensch, von dem gesagt wird, dass er Gott gehorsam war!

Doch Achtung!

Abraham ließ sein bisheriges Leben nicht hinter sich, weil Gott es ihm befohlen hatte!

Abraham zog aus, weil er die Herrlichkeit Gottes gesehen hatte, denn wir lesen: „Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er noch in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnt und sprach zu ihm: Geh aus deinem Land“ (Apg.7,2-3).

Abraham war auch der erste Mensch, von dem gesagt wird, dass er etwas aufgab!

Abraham gab auf, was ihm bisher lieb und wert war!

Sogar die Götter, die er angebetet hatte, ließ er hinter sich, denn die Schrift sagt, dass Abraham und seine Familie „anderen Göttern dienten“ (Jos.24,2).

Als Gott den Abraham berief, sagte er zu ihm: „Geh aus deinem Verland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Land, das ich dir zeigen will“ (1.Mose12,1).

Um das Neue, das von Gott verheißene Land, ererben zu können, musste Abraham das Alte aufgeben, das Bisherige hinter sich lassen!

Und so ist es bis heute geblieben!

Wer das neue Leben in Christus ergreifen und erfahren will, muss sein altes Leben, das beherrscht wird von der Sünde und dem Tod, hinter sich lassen!

Abraham zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen würde!

Doch als er schließlich das Land erreicht hatte, das ihm Gott zum ewigen Besitz gemacht hatte, gab ihm Gott darin kein Eigentum (Apg.7,5).

So lebte er in dem Land, das ihm verheißen worden war, als Fremdling, weil die Zeit, es einzunehmen, noch nicht gekommen war!

Doch Abraham glaubte dem, was Gott ihm verheißen hatte: „Hebe deine Augen auf und sieh von der Stätte aus, wo du wohnst, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen. Denn all das Land, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen geben für alle Zeit“ (1.Mose 13,14-15).

Abraham war auch der erste Mensch, den Gott prüfte!

Die Bibel berichtet: „Und es geschah nach diesen Dingen, da stellte Gott den Abraham auf die Probe. Und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde! Da machte sich Abraham früh am Morgen auf, sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak“ (1.Mose 22,1-3 Elberfeld).

So wie wir durch Judas erfahren, was Gott dem Henoch offenbart hatte, so erfahren wir durch den Schreiber des Hebräerbrief, was Abraham dachte, während er mit seinem Sohn zum Berg Morija ging!

Wir lesen: „Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, als er versucht wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißungen empfangen hatte, von dem gesagt worden war (1. Mose 21,12): »Was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden.« Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er auch als Gleichnis dafür wieder“ (Hebr.11,17-19).

Abraham gab sein Kostbarstes dahin: Seinen einzigen Sohn! Seinen geliebten Sohn! Den Sohn, auf dem alle Hoffnungen ruhten!

Doch anstatt an Gott zu verzweifeln, sah Abraham etwas vor sich, das sonst keiner sah: Er sah, wie ihm Gott seinen Sohn in Auferstehung wiedergab!

„Wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird“ (Elberfeld)

Was sah Abraham im Glauben? Und worin bestand seine Belohnung?

Abraham sah, das alles, was wir Gott aus Liebe geben, ER uns in Auferstehung wiedergeben wird!

Abraham sah vor sich „eine Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist“.

Viele Verheißungen Gottes warten noch auf ihre Erfüllung!

Doch wir zweifeln nicht daran, dass das, was wir heute nicht sehen, vielleicht schon morgen geschehen wird!

Wie dunkel der Horizont auch ist!

Wie bedrohlich das Weltenmeer auch schäumt!

Wir rufen voller Zuversicht: Maranata! Unser Herr kommt!

Selig die, die glauben, was sie mit ihren physischen Augen nicht sehen können (Jh.20,29).

„Selig alle, die nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare sehen. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig“ (2.Kor.4,18).

 
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