„Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollen nicht ohne uns vollendet werden“ (Hebr.11,39-40).
Welch gute Nachricht für uns alle: Alle, die vor uns geglaubt und Gott gefallen haben, warten noch auf die Erfüllung der göttlichen Verheißung und auf ihre Vollendung!
Warum?
Weil Gott seine Verheißung nicht ohne uns erfüllen will!
Weil Gott seine Gerechten nicht ohne uns vollenden will!
Solange wir nicht vollendet sind, können auch die, die vor uns geglaubt und Gottes Zeugnis empfangen haben, nicht vollendet werden!
Solange wir nicht empfangen haben, was uns verheißen worden ist, können auch die, die schon in der Herrlichkeit sind, nicht erlangen, was ihnen verheißen wurde!
Wir können also sagen, dass alle, die vor uns entschlafen sind, auf unsere Vollendung warten!
„Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens. “ (Hebr.12,1-2).
Es gibt einen Kampf, den wir kämpfen müssen!
Er ist uns bestimmt und verordnet!
Auch Judas schrieb: „Ihr Lieben, nachdem ich ernstlich vorhatte, euch zu schreiben von unser aller Heil, hielt ich’s für nötig, euch in meinem Brief zu ermahnen, dass ihr für den Glauben kämpft, der ein für allemal den Heiligen überliefert ist“ (Jud.3).
Nachdem uns der Schreiber des Hebräerbriefs an Männer und Frauen erinnert hat, die im Glauben lebten und Gott gefallen haben, sagt er nicht: „Darum auch wir: Lasst uns tun, was sie getan haben!“
Nein! Er sagt: „Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert“.
Unser Glaubenskampf besteht also nicht darin, dass wir Nachahmer biblischer Glaubenshelden werden!
Was Gott im Leben anderer getan hat, kann man nicht nachmachen!
Wenn Jesus keine „Nachahmer“ hat, sondern nur „Nachkommen“ (Jes.53,10), dann wird deutlich, dass wir das Leben Jesu benötigen, um ein Glaubensheld zu sein!
„Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert“.
Wer im Glaubenskampf siegreich sein will, muss zuerst ablegen, was ihn beschwert!
Seitdem der Mensch den Garten Eden verlassen musste, ist alles, was er anpackt, mit Mühsal verbunden!
Deshalb sagt der Psalmist: „Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe“ (Ps.90,10-11).
Sorgen, die wir uns machen, belasten unsere Seele!
Und obwohl der heutige Tag, wie Jesus sagte, „seine eigene Plage hat“, sorgen wir uns auch noch um den morgigen Tag (Mt.6,34).
Verpflichtungen werden zu einer Last!
Erinnerungen an Vergangenes können belastend sein!
Erwartungen, die andere an uns stellen, können zu einer Bürde werden!
Von Jesus wird berichtet: „Als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Mt.936).
Jesus sah Menschen, die unter dem Fluch des Ackers ächzten!
Er sah Menschen, die krank waren und litten!
Er sah Menschen, die von bösen Mächten gequält wurden!
Er sah Menschen, denen religiöse Leiter „schwere und unerträgliche Bürden aufgebunden hatten“ (Mt.23,4).
Sie alle rief Jesus zu sich und verhieß ihnen: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Mt.11,28).
„Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert und die Sünde, die uns ständig umstrickt“.
Neben der Last, die unser Alltag mit sich bringt, gibt es auch die Sünde, die uns „ständig umstrickt“ und zu Fall bringen will.
Wie soll man „kämpfen“ oder „mit Geduld laufen“ können, wenn man sich nicht frei bewegen kann?
Wie können wir unbeschwert voranschreiten, wenn unser Gewissen belastet ist?
Folgt man der Übersetzung Luthers, gewinnt man den Eindruck, dass wir, um befreit laufen zu können, zuerst ablegen müssen, was uns beschwert.
Haben wir das geschafft, müssen wir auch die Sünde ablegen, die uns umstrickt!
Zuletzt benötigen wir Geduld und Ausdauer, um im Kampf bestehen zu können!
Danach können wir dann unbeschwert auf Jesus blicken!
Tatsächlich ist dies die Reihenfolge, der wir folgen!
Wenn wir innerlich beschwert sind, haben wir oftmals kein Verlangen, zu Jesus zu kommen!
Doch wen ruft Jesus zu sich?
Wen will ER erquicken?
Alle, die eine schwere Last tragen!
„Kommt her zu mir!“
Herr Jesus, du siehst, was mich bedrückt!
Ich komme zu dir, weil du verheißen hast, die Mühseligen und Beladenen zu erquicken!
Ich bringe dir meine Mühsal und meine Last und lege sie auf deine Schultern!
Der Psalmist singt Gott ein Dankeslied und sagt: „Singt fröhlich Gott, der unsre Stärke ist, jauchzt dem Gott Jakobs … eine Sprache höre ich, die ich bisher nicht kannte: Ich habe ihre Schultern von der Last befreit und ihre Hände vom Tragkorb erlöst“ (Ps.81,2+7).
Die Sprache Ägyptens kennt diese Worte nicht!
Dort werden den Menschen Lasten aufgebürdet, bis sie darunter zusammenbrechen!
Doch der Himmel verkündigt uns Befreiung von jeder Last und jedem Tragkorb!
Jesus, unser Erretter, will, dass wir alle bekennen können: „Du machst groß meine Freude … Denn du hast mein drückendes Joch, die Jochstange auf meiner Schulter zerbrochen“ (Jes.9,3).
Sobald du eine Last verspürst und dich etwas bedrückt, versuche nicht selbst, damit fertig zu werden!
Blicke nicht auf das, was dich beschwert!
Lege ab, was dich beschwert, indem du hinwegschaust auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens!
Menge übersetzt: „So wollen denn auch wir, da wir uns von einer solchen Wolke von Zeugen umgeben sehen, alles, was uns beschwert, und (besonders) die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit standhafter Ausdauer in dem uns obliegenden Wettkampfe laufen, indem wir dabei hinblicken auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens“.
Warum sollen wir gerade dann auf Jesus blicken, wenn wir beschwert sind, die Sünde uns umstrickt oder es uns im Glaubenskampf an Ausdauer fehlt?
Weil der, auf den wir blicken, „der Anfänge und Vollender des Glaubens“ ist!
Vielleicht denkst du, dass es Gott gefällt, wenn du dich bemühst, Lasten selbst zu tragen!
Doch ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen!
Es gefällt Gott, wenn du zu Jesus kommst und glaubst, dass ER die Last tragen will, die dich gerade beschwert!
Es gefällt Gott, wenn du zu Jesus kommst und glaubst, dass ER die Bande, die dich umstricken, zerrissen hat!
Die Wahrheit, die uns von jeder Verstrickung frei macht, lautet: „Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Netz des Vogelfängers; das Netz ist zerrissen und wir sind frei“ (Ps.124,7).
Nachdem alle Hohenpriester und Ältesten des Volkes beschlossen hatten, Jesus zu töten, wird uns berichtet: „sie banden ihn, führten ihn ab und überantworteten ihn dem Stadthalter Pilatus“ (Mt.27,1-2).
Wir wissen, dass Jesus heute nicht mehr mit Stricken gebunden ist!
Auch alle Stricke des Todes hat er zerrissen (Ps.116,3a; Apg.2,24).
Doch so, wie Jesus nicht mehr gebunden ist, so sind wir es auch nicht mehr!
Das Netz der Sünde, in dem uns unser Widersacher fortwährend fangen will, hat Jesus zerrissen!
Hast du gewusst, dass auch Gott einen „Hammer“ zur Hand nahm, als römische Soldaten Jesus ans Kreuz schlugen?
Sein Wort sagt: „ER hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet“ (Kol.2,14).
Wenn du dich also fragst, was aus dem Schuldbrief geworden ist, der „gegen dich war“, dann musst du sagen: Gott hat ihn ans Kreuz geheftet und weggetan!
Wenn deine Schulden also getilgt wurden und Gott keine Forderungen mehr an dich hat, dann bist du von jeder Schuld freigesprochen!
Wenn dich also dein Gewissen plagt oder der Teufel kommt, um dich zu verklagen, dann darfst du „aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens“, der alle deine Schulden bezahlt hat!
Gottes Wort sagt: „Sie (wir) haben ihn (den Verkläger) überwunden durch des Lammes Blut“ (Offb.12,11).
Wenn Gott sagt: „Ich will ihrer Ungerechtigkeit und ihrer Sünden nicht mehr gedenken“ (Hebr.8,12), dann darfst auch du sie aus deinem Gedächtnis tilgen!
Gott gefällt es, wenn du zu Jesus kommst und glaubst, dass ER zu deiner Sünde wurde und du zu seiner Gerechtigkeit gemacht worden bist (2.Kor.5,21).
Immer ruft dir dein himmlischer Vater zu: „Wenn ich für dich bin, wer kann dann gegen dich sein? … Wer will dich verdammen? Christus ist hier, der dich gerecht macht. Wer will dich verdammen? Christus ist hier, der für dich gestorben ist, auferweckt wurde und dich vor mir vertritt“ (Röm.8,31).
Gott gefällt es, wenn du zu Jesus kommst und ER in dir den Glauben wirken kann, den du gerade benötigst!
Es ist nicht dein Glaube, der dich innerlich stärkt und bewirkt, dass du vor Freude springen kannst! !
Als der Lahm, der eben noch bettend vor der schönen Tempeltür saß, plötzlich aufsprang, umherlief und Gott lobte, sagte Petrus zu denen, die staunend herbeieilten: „Was wundert ihr euch darüber und seht ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann? Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr überantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, als der ihn loslassen wollte. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, dass man euch den Mörder schenke, aber den Fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen. Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen“ (Apg.3,12-16).
Wer also hatte den Lahmen gesund gemacht?
Der Name Jesu Christi!
Zunächst hatte der Name Jesu den Lahmen „stark gemacht“!
Danach wurde durch den Namen Jesu der Glaube gewirkt, der uns gesund und heil macht und vor Freude springen lässt!
„Aus Glauben – in Glauben“ (Röm.1,17)!
Den Gläubigen in Philippi schrieb Paulus: „Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freut euch … Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden“ (Phil.4,4+6).
Nicht immer geben uns unsere Lebensumstände Grund zur Freude!
Doch immer können wir uns in Christus freuen, denn was gibt es Herrlicheres, als in IHM geborgen zu sein und durch IHN leben zu können!
Wenn wir, anstatt unsere Lebensumstände zu beklagen, unsere Augen aufheben und Jesus dafür danken, dass er „all unseren Mangel ausfüllen wird“ (Phil.4,19), dann werden Sorgen schmelzen wie Wachs in der Sonne!
„Lasst uns mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet. Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden“ (Hebr.12,1-4 Elberfeld).
„hinschauen auf Jesus“
„betrachtet den …“
Keiner von uns musste soviel Widerspruch ertragen, wie Jesus ertragen musste?
Keiner von uns musste soviel Schande erdulden, wie Jesus erdulden musste?
Wer von uns hat im Kampf gegen die Sünde bis aufs Blut widerstanden (Mt.26,67)?
Wir erfahren, was uns nur Gottes Geist offenbaren konnte: Uns wird gesagt, was Jesu innerlich bewegte, als Er das Kreuz erduldete!
„der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes“.
Es gab etwas, das Jesus befähigte, die Schande nicht zu beachten und den Widerspruch der Sünder hinzunehmen!
ER sah auf eine vor IHM liegende Freude!
„Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater … Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging“ (Jh.13,1+3).
Wenn die Propheten von den Leiden Christi weissagten, redeten sie immer auch „von der Herrlichkeit danach“ (1.Petr.1,11).
Wie viel mehr wusste Jesus, was ihn nach seinen Leiden erwarten würde!
Er betete: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt bestand“ (Jh.17,6).
„Ich komme zu dir, heiliger Vater“ (Jh.17,11).
„Nun aber komme ich zu dir“ (Jh.17,13).
Jesus freute sich, dorthin zu gehen, woher er gekommen war: zum Vater!
Zu seiner Rechten würde er sich niedersetzen!
Würde Jesus „sein Leben zum Schuldopfer geben, würde ER Nachkommen haben und in die Länge leben. Weil seine Seele sich abgemüht hat, würde er das Licht schauen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis würde er, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen, weil er ihre Sünden tragen würde“ (Jes.53,10-11).
ER, der Menschensohn, würde erhöht werden und den Namen bekommen, der über allen Namen ist (Phil.2,9).
In seinem Namen würden alle gerettet werden, die an IHN glauben (Apg.4,12).
Sie würden vom Tod zum Leben durchdringen (Jh.5,24).
Der einziggeborene Sohn Gottes würde nun viele Söhne zur Herrlichkeit führen (Hebr.2,9).
Der Same der Frau würde der Schlange den Kopf zertreten (1.Mose 3,15).
Der Fürst dieser Welt würde gerichtet werden (Jh.16,11).
Jesus würde dem Tod die Macht nehmen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht bringen (2.Tim.1,10).
Der Vater würde seinem Sohn alles Gericht geben (Jh.5,22), dazu die Schlüssel des Todes und der Hölle (Offb.2,18).
Gibt es auch für uns eine vor uns liegende Freude?
„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, und das plötzlich, in einem Augenblick“ (1.Kor.15,51).
„Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit“ (1.Thess.4,17).
„Wir erwarten den Herrn Jesus Christus, der unsern Leib der Nichtigkeit verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leib“ (Phil.3,21).
„Wir werden IHM gleich sein; denn wir werden IHN sehen, wie ER ist“ (1.Jh.3,2).
„Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werdet?“ (1.Kor.6,2).
Woran sollen wir denken, wenn wir um Jesu Willen „geschmäht und verfolgt“ werden oder Menschen „allerlei Übles über uns sagen“?
Jesus sagte: „Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reich belohnt werden“ (Mt.5,11-12).
Woran sollen wir denken, wenn wir mit Christus leiden?
„Wenn wir mit IHM leiden, werden wir auch mit IHM zur Herrlichkeit erhoben“ (Röm.8,17).
Wir dürfen nicht nur auf das schauen, was vor Augen ist!
Wie tröstlich, ermutigend und stärkend ist es, auf das zu schauen, was vor uns liegt und ewigen Bestand haben wird!
„Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll“ (Röm.8,18).
Unser Glaubenskampf besteht darin, die Hoffnung festzuhalten – bis ans Ende!
„Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißung ererben“ (Hebr.6,11-12).
Unser Glaubenskampf besteht darin, geduldig auszuharren und auf die Erfüllung der Verheißung zu warten.
„So wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verheißung“ (Hebr.6,15).
Gottes Wort sagt: „Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des Herrn zu hoffen“ (Klagel.3,26).
Beachte!
Unser Gott und Vater fordert uns nicht auf, geduldig zu sein!
Er ermutigt uns, geduldig auf seine Hilfe zu warten!
Weil David, der Mann nach dem Herzen Gottes, selbst viele Jahre lang auf das Eingreifen des Herrn warten und unter widrigen Umständen ausharren musste, sprach er viel vom Ausharren.
Er bekannte: „Täglich harre ich auf dich“ (Ps.25,5).
Gleichzeitig ermutigte er andere, auf die Hilfe des Herrn zu warten, denn er sagte: „Keiner wird zuschanden, der auf dich harrt“ (Ps.25,3).
„Harre des Herrn! Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn“ (Ps.27,14).
„Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des Herrn harret“ (Ps.31,25).
David sprach sogar eine Verheißung aus, die den Wartenden winkt, als er sagte: „Die des Herrn harren, werden das Land erben“ (Ps.37,9).
Auch Jesus ist ein Wartender, denn er wartet darauf, sein himmlische Reich auf dieser Erde aufrichten zu können!
ER wartet darauf, seine Braut zu sich nehmen zu können!
ER wartet darauf, den Thron seines Vaters David einnehmen zu können!
ER wartet darauf, dass IHM alle Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden!
Es ist wichtig, dass wir in unseren Versammlung Zeugnis davon geben, wie wir im Hinschauen auf Jesus Lasten ablegen konnten und Befreiung erfahren haben!
David sagte: „Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank. Das wird dem Herrn besser gefallen als ein Stier, der Hörner und Klauen hat. Die Elenden sehen es und freuen sich, und die Gott suchen, denen wird das Herz aufleben“ (Ps.69,31-33).
Gottes Wort sagt: „Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg“ (Jes.58,6).
Wenn unser himmlischer Vater jede Last, die uns niedergedrückt hat, auf die Schultern seines Sohnes gelegt hat, dann wird ihm nicht gefallen, wenn wir einander neue Lasten aufbürden!
ER will, dass wir einander helfen, Lasten abzulegen, denn sein Wort sagt: „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ (Gal.6,2).
Bevor Jesus Lazarus vom Tod erweckte, sagte er: „Hebt den Stein weg!“
Dann, als Lazarus lebendig erschienen, mit Leintüchern umwickelt, sagte der Herr: „Löst die Binden und lasst ihn gehen“ (Jh.11,39+44).
Reiß jede Last weg!
Einer trage die Last des andern!
Hebt den Stein weg!
Löst ihn! Lasst ihn gehen!
Gibt es etwas Schöneres, als Menschen Christus vor die Augen zu malen (Gal.3,1b)?
Wir wollen es tun, damit noch viele die Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi sehen und in sein Ebenbild umgewandelt werden (2.Kor.3,18; 4,6).