"Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch." Johannes 5,17

 

Es ist wichtig zu wissen, dass Gott nicht nur ab und zu wirkt, sondern auch an diesem heutigen Tag!

 

Jesus hatte einen Mann gesund gemacht, der 38 Jahre gichtbrüchig an sein Bett gefesselt war. Bis zu diesem Tag hatte der Bedauernswerte sein Bett nicht aus eigener Kraft verlassen können. Doch nun trug er es unter dem Arm - ein unbeschreibliches Gefühl für ihn, den ehemals Gelähmten. Dass seine Heilung an einem Sabbat geschehen war, störte ihn nicht, schließlich hatte ihm Jesus befohlen: "Steht auf, nimm dein Bett und geh hin!" Er verstand auch nicht, warum sich einige aufregten und ihn mit den Worten tadelten: "Es ist heute Sabbat; du darfst dein Bett nicht tragen". Keiner seiner Kritiker schien zu bemerken, dass er überglücklich war und er jeden Schritt als ein großes, unbeschreibliches Geschenk empfand.

 

Als die Juden schließlich erfuhren, dass Jesus den Lahmen geheilt hatte, suchten sie ihn auf, um ihn zu attackieren und ihm Vorhaltungen zu machen. Doch der Gescholtene antwortete: "Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch."

 

Gott ist am Wirken - nicht nur dann, wenn wir es ihm erlauben. Er wirkt auch am Sabbat. Er wirkt, weil es ihm gefällt. Und er fragt uns nicht, ob uns sein Wirken gefällt und wir für gut halten.

 

Vielleicht erkennen wir nicht einmal, dass Gott in unserem Leben wirkt. Und doch wirkt Gott, auch dann, wenn wir es nicht merken. Gott, unser Vater, wirkt nicht nur einmal im Monat oder einmal pro Woche. Nein! Er wirkt täglich, stündlich - allezeit. Unser Gott wirkt bis auf diesen Tag! Er wirkt auch jetzt!

 

Möge Gott unsere inneren Augen erleuchten, damit wir sein Wirken in unserem Leben erkennen können! Wir wären überrascht, könnten wir in diesem Moment sehen, was Gott an diesem heutigen Tag bereits alles getan hat. Er war uns nahe, immer, in jeder Minute. Er war uns auch nahe, als wir nicht an ihn gedacht hatten. Er trug uns auf Händen und bewahrte uns vor Schaden. Wir merkten nicht, dass unser Widersacher plötzlich hinter uns stand und uns zu Boden stoßen wollte, doch unser Vater hielt seine Hand schützend über uns und wehrte den Angriff des Feindes ab. Er war es auch, der unsere Gedanken zum Guten lenkte, so dass wir nicht verzagten. Und als wir uns getröstet und gestärkt fühlten, war es das Ergebnis seines Wirkens. Auch das Verlangen, das wir plötzlich verspürten, unser Herz Jesus zuzuwenden, war nicht zufällt - Gott hatte es gewirkt.

 

Jesus nannte auch das Ziel des Wirkens Gottes, denn er sagte: "Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will."

 

Gott, unser Vater, will uns lebendig machen! Er will uns mit sich selbst, seinem eigenen, unzerstörbaren, ewigen Leben durchdringen. Und weil er an uns wirkt und uns lebendig macht, möchten wir keine Stunde länger Sklaven unseres "Bettes" bleiben. Wir möchten uns erheben und, wie der Gichtbrüchige, unser "Bett" aufnehmen und fröhlich wandeln. Doch nicht nur verspüren wir den  Wunsch, uns von nichts beherrschen oder gefangen nehmen zu lassen, wir empfangen auch die Kraft, um uns von unserem "Bett" erheben zu können. Deshalb sagt die Schrift: "Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen."

 

Danke, Herr Jesus, dass dein Wirken in meinem Leben nie aufhört! Auch heute nicht!

 

Joh.5,21; Phil.2,13

 
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